Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
storchei bis storchengeschlecht (Bd. 19, Sp. 376 bis 377)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) storchei, storchenei, n., ei vom storch: storckeneyer mit weyn zerklopfet, söllend das haar auch schwartz machen Heuslin-Gesner vogelbuch 104a; storcheyer in wein geschlagen Krünitz 174, 580.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
störchel, n. , deminut. zu storch, m.
1) eigentlich: sô habent auch diu störchel wider grôʒ trew zuo den müetern, wan als grôʒ zeit die müeter verzerent ob den kinden, als grôʒ zeit verzerent diu kint ob den müetern und speisent si auch Megenberg 175, 19.
2) übertragen:
a) bayr. störkel (stárkl) mensch mit langen beinen oder überhaupt von langem und hagerm körper Schmeller2 2, 782.
b) als geräthname: bayr. störkel fischerstange (unter dem einflusz von unten störl, m., kaum verderbt aus stäkel). appenzell. störgel, storgel (auch störgeli, störcheli) von stangengerätschaften, nach ihrer ähnlichkeit mit dem hochbeinigen storch, so zwei oben durch eine schnur verbundene stangen, als stützen für die wäscheleinen Tobler 412a; eine senkrecht stehende stange als unterstützung für die garnstangen (ebenda).
3) (im versteckenden volkswitz) plur. sterkelen 'hypothek', noch deutlicher in der wendung sterkelen uff em dach han Martin-Lienhart elsäss. ma. 2, 614a.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
störcheln, verb., wie oben stocheln, stochern (sp. 6f.) und (sächs.) dieses weiter vermischt mit unten störlen, stürlen: mit dem messer wuste er die zähne meisterlich zu störcheln quelle von 1655 bei Müller - Fraureuth 2, 569a; wenn das fallrohr von der tagerinne nach der schleuse verstopft ist, so störcheln die ratsarbeiter so lange drinne rum, bis das wasser wieder abflieszen kann (Leipzig) ebenda.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
storchenzusammensetzungen s. zumeist unter storch —.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
storchenart, f., unterschieden von oben storchart; in der wendung nach storchenart, nach art, weise und gewohnheit eines storches, dazu storchenartig, adj.: storchenartiger gang, doch hier durchaus mit bevorzugung der kürzeren form storchartig (s. oben). —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
storchenbotschaft, f., entsprechend storch 5 b als überschrift eines gedichtes Mörike 1, 19.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
storchenbrod, n. , als benennung von
1) colchicum autumnale L., sonst gewöhnlich herbstzeitlose (th. 4, 2 sp. 1073): hermodattel, wiesenzeitlosen, vechtblumen, nackethuren, storckenweck, storckenbrot ... colchicum Wirsung artzneybuch (1588) reg. unter hermodattel.

[Bd. 19, Sp. 377]



2) iris pseudacorus L., sonst wasserschwertlilie nach handschriftlicher mittheilung von Hoffmann von Fallersleben; ostfries. störkebrod bezeichnet dagegen nur die frucht davon (die pflanze störkeblöme s. oben storchblume) ten Doornkaat Koolman 3, 329b. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
storchenfeiste, f., entsprechend feiste adeps (th. 3 sp. 1471), gleichbedeutend mit dem nächstfolgenden: nach dem baden an eim warmen ort bleiben, die berhürte glieder mit storckenfeisten, bis es trücknet, schmieren lassen Wirsung artzneybuch (1588) 151a; storckenfeyst im reg.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
storchenfett, n., fett vom storch: wieder den schwindel wird das storchen-, gemsen- und schlangenfett, an die schläfe gestrichen, gerühmet Fleming teutscher soldat (1726) 330. ebenso wie das vorige vielleicht nicht zum subst. storch gebildet, sondern zu dem adj. storchen, störchen 'vom storch' vgl. DWB kälberbraten (th. 5 sp. 54), schweinebraten (th. 9 sp. 2442) u. s. w.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
storchfinger, m., langer dünner finger: oder er trommelt mit seinen langen storchfingern auf den tisch, der soll dann so ein hackebrett oder flügel vorstellen Tieck aufruhr in den Cevennen 147. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
storchengeschlecht, n.: eure monarchien werden wie wachsbilder schmelzen, und dann herrscht das storchengeschlecht über die fröschenbrut Gentz 4, 297; vgl. dazu storch 2, e, β. —

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 11 bis 20 von 41 Nächste Treffer Vorherige Treffer
11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
Artikel 11 bis 20 von 41 Nächste Treffer Vorherige Treffer