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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
störangel bis storbelskraut (Bd. 19, Sp. 363 bis 364)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) störangel, f., angel zum fang des störs (s. 1stör, m.) Krünitz 22, 447; 174, 550.
 
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störarbeit, f., wie stör, f., 2: die stör- oder heimarbeit Doren florent. wolltuchindustrie; störarbeiten im bauernhause Bücher arbeit und rhytmus2 109.
 
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störart, f., zu 1stör, m., art von acipenser sturio L. allgem. deutsche biblioth. 94, 36; charakteristik der störarten Krünitz 174, 540; verwüstung in der brut der störarten K. E. v. Bär reden und aufsätze 1, 216; das fleisch aller störarten ist wohlschmeckend Brehm 8, 429 Pechuel-Lösche.dazu störartig, adj.: störartige fische Oken 6, 46.
 
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storax, m. , entlehnt aus lat. storax (neben styrax), aus griech. στύραξ, womit wir seiner syrischen heimat nahe rücken, vgl. Hehn kulturpflanzen8 428; dieses vielleicht wieder aus hebr. ṣŏrī 'harz des mastixbaumes'.
1) der baumartige strauch 'styrax officinalis L.', mit rücksicht auf seine ähnlichkeit mit dem quittenbaum griech. auch ἡ ἀγρία κυδωνηά Hehn8 431, deshalb quittenblattstorax Holl 365b.
2) gewöhnlich 'harzartiger balsam', welcher vom vorigen durch einschnitte in die rinde oder sonst gewonnen wird: (schon ahd. storn, storr) in verschiedenen arten, so der beste storax in körnern, storax granulata Campe, storax in granis Krünitz 174, 553, minderwerthiger storax in stücken (storax calamita, weil er in rohrpfeifenartigen stäben in den handel gebracht wird) ebenda, oder gemeiner storax Campe; ein wolriechend gummi eines baums auch styrax genannt, welches den namen storax, wie es die apoteker nennen, behaltet Wirsung artzneybuch (1588) reg. (Schmidt gesch. der Deutschen 1, 524; Immermann 1, 44). deshalb storax zu parfümerien Karmarsch - Heeren3 1, 285; von seinem duft bei der verbrennung auch judenweihrauch Holl 365b; Krünitz 174, 552. — nicht hierher gehört begrifflich der aus Amerika stammende flüssige storax, storax ambra liquida, auch liquidamber ebenda, styrax liquida Campe, deshalb 'styrax officinalis L.' ächter storax Holl a. a. o.
3) in scherzhafter übertragung:
a) elsäss. storax 'prügel' Martin-Lienhart 2, 610b; er kriegt storax ebenda. im steir. 'starker rausch' Unger-Khull 580b.
b) als schelte storax 'unlenksamer, starrköpfiger mensch' Schmeller2 2, 779, wohl in anlehnung an unten störrig, adj.; in der bedeutung 'dummkopf' Stelzhamer ausgew. dicht. 1, 252, so auch mehr harmlos in Tirol beim spiel der jungen mädchen o du storax! oder im deminut. du storaxl! (Vogel).
4) in weiterer zusammensetzung storaxauflösung, f. Krünitz 174, 554. —
 
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storaxbaum, m., wie oben unter 1 echter storaxbaum Campe; Holl 365b. —
 
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storaxblättrig, adj. Dietrich 4, 552. —
 
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storaxblüte, f., blüthe von 'storax officinalis L.' die weiszgelblichen storaxblüthen Ritter erdkunde 15, 397. —
 
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storaxerdbeere, f., als benennung einer orchisart 'satyrium nigrum L.' (orchis nigra All.; nigritella angustifolia Rich.) Holl 270a, sonst auch blutkraut (th. 2 sp. 186), braunelle, schweiszblümel (th. 9 sp. 2462). —
 
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storaxgeruch, m.: masse von schwachem storaxgeruch Karmarsch-Heeren3 1, 285.
 
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störbar, adj., der störung ausgesetzt; zu stören verb.: (das rotkehlchen) hat mich geweckt, denn mein schlaf ist jetzt sehr leicht störbar Lenau an Sophie Löwenthal 17.

[Bd. 19, Sp. 364]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) storbelskraut, n., benennung von 'erysimum barbarea L.' winterkresse oder storbelskraut Neumark neuspr. teutscher palmbaum 395 (als charakterisierendes gewächs, im register starbelskraut), sonst auch barbenkraut (th. 1 sp. 1125).

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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