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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stoppelsammeln bis stoppelvogt (Bd. 19, Sp. 351)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stoppelsammeln, n., wie stoppeln, verb., 1: stoppelsammlen, wer mag das einem dürftigen wehren? allgem. deutsche biblioth. 39, 156. — dazu stoppelsammler, m., wie unten stoppler, m.: Musäus physiognom. reisen 2, 96; entsprechend stoppeln, verb., 1 c, neben nachleser (th. 7 sp. 92): den nachlesern und stoppelsamlern Klopstock gelehrtenrepublik 39; neben scholiast (th. 9 sp. 1452): die stoppelsamler kommen auch schon auf einem landtage des vorigen jahrhunderts vor, die scholiasten haben sich auf beyden landtagen nicht wenig unnüz gemacht ebenda; vgl. allgem. deutsche biblioth. 39, 156. —
 
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stoppelsammlerin, f. zum vorigen; im bildlichen sinne: und die jezige schreiberei ist weiter nichts als eine kümmerliche stoppelsammlerin Klopstock briefe 319 Lappenberg.
 
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stoppelschlag, m., mehrere neben einander liegende felder (s. DWB schlag th. 9 sp. 332 unter V 2), welche in der stoppel liegen: 'die säue erhalten nun sämmtlich milch, ... damit sie dreimal des tages tüchtig satt gefüttert werden, und dann auf die brach- oder stoppelschläge getrieben werden können' Schwerz prakt. ackerbau 843. —
 
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stoppelschwein, n., auf die stoppel weide getriebenes schwein Campe (s. auch unter dem vorigen): doch dergestalt, dasz zwey mertzling fuir ein hauszschwein, und drey stoppelschwein fuir eins quelle von 1605 bei Scherz-Oberlin 577. —
 
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stoppelsense, f., sense, welche die langen ährenstoppeln dicht über der erde abschneidet Jacobsson 4, 306a. vgl.: das folgende.
 
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stoppelsichel, f., sichel mit dem zweck der stoppelsense Jacobsson a. o.
 
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stoppelstich, m.: dann werden noch die rinder darauf (auf dem stoppel felde) geweidet, es sproszt feines gras, aber die thiere müssen sich mit jedem maulvoll einen stoppelstich gefallen lassen in die schnauze Rosegger 1, 294. —
 
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stoppelstroh, n., mit der stoppelsense oder stoppelsichel (s. oben) gewonnenes stroh (vgl. auch oben stoppeldach); bildlich (entsprechend stoppel, f., I 1 g): darumb siehe (du Cainische kirche), dasz du nicht stoppelstroh, oder wildes kraut, aus den vier elementen darauf (auf gottes reich) bawest Jac. Böhme (1620) 3, 314. —
 
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stoppelstück, n., in stoppel liegendes ackerstück.
 
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stoppelvogel, m. ,
1) wie unten stöppling nach seinem aufenthalt auf stoppeln (s. unter II 1) die gewöhnliche feldlerche 'anthus campestris Bechst.' Nemnich wörterb. 577; Naumann vögel 2, 745.
2) als schlesische benennung von 'anthus arboreus' (oder 'trivialis') Schwenckfeld (1603) 349 (vgl. Suolahti 95; Brehm 4, 249 Pechuel-Lösche), sonst baumpieper, krautvogel (th. 5 sp. 2125).
 
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stoppelvogt, m., auf groszen gütern ein aufseher über die erntearbeiter Adelung; mit beziehung auf die plage der kinder Israel in Ägypten: sehe ein jeder zu, ... das er arme leute nicht zu hart plage und schinde,

[Bd. 19, Sp. 352]


wie ein stoppelvogt in Egypten Mathesius Syrach 2, 81a. —

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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