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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stoppelholen bis stoppelkorn (Bd. 19, Sp. 347 bis 348)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stoppelholen, n., wie unten stoppeln, verb.: beim herbstlichen stoppelholen die liebesgefühle und das gefühl, etwas für die eltern zu thun Hebbel tageb. 2, 177. —
 
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stoppelhopser, m. (s. auch hopser th. 4, 2 sp. 1801 unter 1): 1) zunächst ein spottname der bauern; nach Hertel thür. sprachsch. 236 auch dasselbe wie oben springinsfeld (th. 10, 2 sp. 111), eigentlich: der aus freude und ausgelassenheit auf der abgeernteten stoppel herumhüpft; vgl. noch ich hätte mir an ihrer stelle diesen alten stoppelhopser nicht engagiert Viebig das schlafende heer 2, 425. 2) (im manöver) scherzbezeichnung des infantristen Horn soldatenspr. 32. —
 
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stoppelhuhn, n., sonst ackerhuhn, feldhuhn (th. 3 sp. 1484) und gewöhnlich rebhuhn (th. 8 sp. 334): stoppelhuen pullulus gregarius Diefenbach gloss. 472a (B. Trochus 1517). —
 
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stoppelhülse, f., worin die junge feder stoppel (dort I 2 b) eingekapselt steckt: wenn die federn aus den stoppelhülsen hervorkommen Naumann vögel 2, 13. —
 
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stoppelhut, f., wie unten stoppelweide: die kleeweide dauert den ganzen sommer über, bis das vieh zur stoppelhut auf die getreidefelder übergeht Schwerz prakt. ackerbau 455.
 
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stoppelig, adj.; s. unten stopplig.
 
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stoppelkalb, n.
1) ein angebundenes kalb, welches bald in die stoppeln getrieben werden kann Kehrein Nassau 1, 393.

[Bd. 19, Sp. 348]



2) als schelte 'dummer mensch' ebenda; auch 'ungeschickter mensch' Vilmar 402; als stoffelkalb (an stoffel, m., [sp. 164] angelehnt?) Pfister nachtr. 287.
stoppelkatze, f., im herbst geworfen; im gegensatz zur maikatze (th. 6 sp. 1481). sie sind gewöhnlich schlechte mäusefänger, deshalb die ostfries. redensart stoppelkatten dögen nêt, de fersupt man lêfer ten Doornkaat Koolman 3, 328a. —
 
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stoppelklee, m., zur stoppelfrucht (s. oben) gehörig; insbesondere auch ein klee, welcher mit dem getreide gesät, nach der aberntung des getreides auf dem stoppelfelde weiterwächst: die gefahr, welcher das weidevieh durch den genusz des jungen, zumal des sogenannten stoppelklees ausgesetzt ist Schwerz prakt. ackerbau 445. —
 
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stoppelknolle, f., dasselbe was unten stoppelrübe (vgl. DWB knolle th. 5 sp. 1466 unter II 7 b). vgl. das die eiligkeit ihrer bestellung kennzeichnende sprichwort: de stoppelknullen bôen wil, mut de plôg an de ôstwagen (erntewagen) fast binden ten Doornkaat Koolman 3, 328a. —
 
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stoppelkoppel, f., feld koppel (s. th. 5 sp. 1786 unter 3 und 4), welche in der stoppel liegt: auf einer entfernten stoppelkoppel übt sich eine reitende batterie Detl. v. Liliencron 5, 194.
 
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stoppelkorn, n.
1) allgemein 'getreide, welches nicht blatt- oder hackfrucht, sondern in der fruchtfolge getreide vor sich gehabt hat' (vgl. DWB stoppelhafer, DWB stoppelgerste und stoppelroggen), auch im gegensatz zum brachkorn (th. 2 sp. 283), welches auf brachland wächst: (als ackerlohn) 14 groschen vom scheffel brachkorn, 10 gr. vom scheffel stoppelkorn quelle bei Frisch 2, 340a (welcher aber kaum zutreffend erläutert: merces aratoris tempore autumni).
2) insbesondere entsprechend korn (th. 5 sp. 1816 unter 2 d β) dasselbe wie unten stoppelroggen: allgem. haushalt.-lex. 3, 427; Adelung; Nemnich wb. 577. — dazu in weiterer zusammensetzung stoppelkornacker, m.: allg. haushalt.-lex. 2, 729.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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