Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stoppelheime bis stoppelklee (Bd. 19, Sp. 347 bis 348)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stoppelheime, stoppelheimchen, n., gryllus campestris L.: stoppelheime Nemnich wb. 577 (Behlen 3, 499); stoppelheimchen Campe, sonst feldgrille (th. 3 sp. 1483), feldheime, feldheimchen (sp. 1484). —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
stoppelheu, n., heu, welches eine (dürre) stoppel hinterläszt, d. h. völlig reif wird, im gegensatz zum grummet (mhd. gruonmât gras, welches noch grün, also noch unreif gemäht ist) allgem. deutsche biblioth. 10, 2, 245; dieses letztere nach th. 1 sp. 272 sonst auch altheu genannt (nach dem öconom. lexic. wird altheu aber bei nur einmaliger schur der wiese gewonnen, hat also kein grummet hinter sich: altheu hier demnach eine begriffliche steigerung von stoppelheu. vgl. DWB heu th. 4, 2 sp. 1275), zu unterscheiden aber vom ackerheu (th. 1 sp. 174), welches auf brachäckern gewonnen wird.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
stoppelhöhe, f., höhe der getreidestoppel: auf steinfreien acker flächen arbeitet die mähmaschine mit geringer stoppelhöhe, läszt eine niedrige stoppel zurück (Lueger 4, 629). —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
stoppelholen, n., wie unten stoppeln, verb.: beim herbstlichen stoppelholen die liebesgefühle und das gefühl, etwas für die eltern zu thun Hebbel tageb. 2, 177. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
stoppelhopser, m. (s. auch hopser th. 4, 2 sp. 1801 unter 1): 1) zunächst ein spottname der bauern; nach Hertel thür. sprachsch. 236 auch dasselbe wie oben springinsfeld (th. 10, 2 sp. 111), eigentlich: der aus freude und ausgelassenheit auf der abgeernteten stoppel herumhüpft; vgl. noch ich hätte mir an ihrer stelle diesen alten stoppelhopser nicht engagiert Viebig das schlafende heer 2, 425. 2) (im manöver) scherzbezeichnung des infantristen Horn soldatenspr. 32. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
stoppelhuhn, n., sonst ackerhuhn, feldhuhn (th. 3 sp. 1484) und gewöhnlich rebhuhn (th. 8 sp. 334): stoppelhuen pullulus gregarius Diefenbach gloss. 472a (B. Trochus 1517). —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
stoppelhülse, f., worin die junge feder stoppel (dort I 2 b) eingekapselt steckt: wenn die federn aus den stoppelhülsen hervorkommen Naumann vögel 2, 13. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
stoppelhut, f., wie unten stoppelweide: die kleeweide dauert den ganzen sommer über, bis das vieh zur stoppelhut auf die getreidefelder übergeht Schwerz prakt. ackerbau 455.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
stoppelig, adj.; s. unten stopplig.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
stoppelkalb, n.
1) ein angebundenes kalb, welches bald in die stoppeln getrieben werden kann Kehrein Nassau 1, 393.

[Bd. 19, Sp. 348]



2) als schelte 'dummer mensch' ebenda; auch 'ungeschickter mensch' Vilmar 402; als stoffelkalb (an stoffel, m., [sp. 164] angelehnt?) Pfister nachtr. 287.
stoppelkatze, f., im herbst geworfen; im gegensatz zur maikatze (th. 6 sp. 1481). sie sind gewöhnlich schlechte mäusefänger, deshalb die ostfries. redensart stoppelkatten dögen nêt, de fersupt man lêfer ten Doornkaat Koolman 3, 328a. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
stoppelklee, m., zur stoppelfrucht (s. oben) gehörig; insbesondere auch ein klee, welcher mit dem getreide gesät, nach der aberntung des getreides auf dem stoppelfelde weiterwächst: die gefahr, welcher das weidevieh durch den genusz des jungen, zumal des sogenannten stoppelklees ausgesetzt ist Schwerz prakt. ackerbau 445. —

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 11 bis 20 von 41 Nächste Treffer Vorherige Treffer
11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
Artikel 11 bis 20 von 41 Nächste Treffer Vorherige Treffer