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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stoppelhase bis stoppelig (Bd. 19, Sp. 347)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stoppelhase, m., hase vom zweiten satz, wie oben stoppelgans und im folgenden stoppelkatze; (gegensatz der märzhase th. 6 sp. 1692): du kleiner stoppelhase! kosewort für ein nachgeborenes kind, ein nesthäkchen. s. auch unten stupfelhase. —
 
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stoppelheide, f., dichterisch für stoppelfeld (s. oben) zur schilderung des öden, einsamen charakters der landschaft:

drum über die stoppelhaide floh das kind die ganze nacht
G. Keller 10, 60.


 
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stoppelheime, stoppelheimchen, n., gryllus campestris L.: stoppelheime Nemnich wb. 577 (Behlen 3, 499); stoppelheimchen Campe, sonst feldgrille (th. 3 sp. 1483), feldheime, feldheimchen (sp. 1484). —
 
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stoppelheu, n., heu, welches eine (dürre) stoppel hinterläszt, d. h. völlig reif wird, im gegensatz zum grummet (mhd. gruonmât gras, welches noch grün, also noch unreif gemäht ist) allgem. deutsche biblioth. 10, 2, 245; dieses letztere nach th. 1 sp. 272 sonst auch altheu genannt (nach dem öconom. lexic. wird altheu aber bei nur einmaliger schur der wiese gewonnen, hat also kein grummet hinter sich: altheu hier demnach eine begriffliche steigerung von stoppelheu. vgl. DWB heu th. 4, 2 sp. 1275), zu unterscheiden aber vom ackerheu (th. 1 sp. 174), welches auf brachäckern gewonnen wird.
 
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stoppelhöhe, f., höhe der getreidestoppel: auf steinfreien acker flächen arbeitet die mähmaschine mit geringer stoppelhöhe, läszt eine niedrige stoppel zurück (Lueger 4, 629). —
 
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stoppelholen, n., wie unten stoppeln, verb.: beim herbstlichen stoppelholen die liebesgefühle und das gefühl, etwas für die eltern zu thun Hebbel tageb. 2, 177. —
 
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stoppelhopser, m. (s. auch hopser th. 4, 2 sp. 1801 unter 1): 1) zunächst ein spottname der bauern; nach Hertel thür. sprachsch. 236 auch dasselbe wie oben springinsfeld (th. 10, 2 sp. 111), eigentlich: der aus freude und ausgelassenheit auf der abgeernteten stoppel herumhüpft; vgl. noch ich hätte mir an ihrer stelle diesen alten stoppelhopser nicht engagiert Viebig das schlafende heer 2, 425. 2) (im manöver) scherzbezeichnung des infantristen Horn soldatenspr. 32. —
 
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stoppelhuhn, n., sonst ackerhuhn, feldhuhn (th. 3 sp. 1484) und gewöhnlich rebhuhn (th. 8 sp. 334): stoppelhuen pullulus gregarius Diefenbach gloss. 472a (B. Trochus 1517). —
 
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stoppelhülse, f., worin die junge feder stoppel (dort I 2 b) eingekapselt steckt: wenn die federn aus den stoppelhülsen hervorkommen Naumann vögel 2, 13. —
 
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stoppelhut, f., wie unten stoppelweide: die kleeweide dauert den ganzen sommer über, bis das vieh zur stoppelhut auf die getreidefelder übergeht Schwerz prakt. ackerbau 455.
 
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stoppelig, adj.; s. unten stopplig.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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