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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stoppelgerste bis stoppelheide (Bd. 19, Sp. 346 bis 347)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stoppelgerste, f., welche in der fruchtfolge nicht hack- oder blattfrucht, sondern eine andere körnerfrucht vor sich hat; welche gleich in die frisch gepflügte stoppel gesät wird (s. auch stoppelhafer, -korn, -roggen). —
 
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stoppelgesang, m.: musikalisch gestoppelter gesang (vgl. oben stoppeldeutsch), Nigrinus von bruder Johan Nasen esel (1570) C 3a. —
 
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stoppelgras, n., welches auf dem felde zwischen den stoppeln wächst Adelung.
 
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stoppelgrau, adj., grau wie alte stoppeln: die garn müssen allzusammen hellbraun oder stoppelgrau gefärbet seyn Göchhausen notabilia venatoris (1741) 328, doch vielleicht im wandel des landschaftlichen auges seit dem 18. jahrh. an stelle unseres stoppelgelb (s. oben).

[Bd. 19, Sp. 347]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stoppelhaar, n., wie stoppel, f., I 2 a: das blonde stoppelhaar; (vielleicht mit einer bildlichen anspielung auf den begriff stoppelgelehrsamkeit:) solche abhandlung einem gemählde gleichet, worauf der mahler das wahrhafte ebenbild eines menschen vorzustellen versprochen, da doch nichts mehr als die augenbraunen, ein stückgen von der nase; das kien, und einige stoppelhaare zu sehen Chr. Thomasius ernsth. gedanken 2, 177. —
 
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stoppelhafer, m., welcher auf halmfrucht folgt und gleich in die frisch gebrochene stoppel gesät wird (s. auch stoppelgerste, -roggen, -korn). —
 
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stoppelhahn, m. (abergläubisch), in westfälischen gegenden eine bezeichnung des ernte- oder herbsthahnes, welcher auf dem letzten, festlich zugerüsteten erntefuder seinen einzug hält W. Mannhardt wald- und feldkulte2 1, 99. —
 
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stoppelhalm, m., die einzelne stoppel (wie stoppel, f., I 1): in eine weitere stoppel oder noch stehenden stoppelhalmen Aitinger jagd- und weidbüchl. (1681) 124;

nie laszt mich wiedersehn, o nie
die nebelreiche Lombardie,
wo winterlich der flüsse qualm
umdampft den dürren stoppelhalm
Platen 1, 75.


 
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stoppelharker, m., der verlorene ähren auf der stoppel zusammenharkt (wie unten stoppler, m.): eyn stoppelharker congerra Diefenbach nov. gloss. 108a (v. j. 1417), sonst auch der ährer (bayr. echrer ebenda v. j. 1429; ahd. eherâri spicarius Graff 1, 14, als ehirere glosse bei Schmeller2 1, 54). —
 
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stoppelhase, m., hase vom zweiten satz, wie oben stoppelgans und im folgenden stoppelkatze; (gegensatz der märzhase th. 6 sp. 1692): du kleiner stoppelhase! kosewort für ein nachgeborenes kind, ein nesthäkchen. s. auch unten stupfelhase. —
 
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stoppelheide, f., dichterisch für stoppelfeld (s. oben) zur schilderung des öden, einsamen charakters der landschaft:

drum über die stoppelhaide floh das kind die ganze nacht
G. Keller 10, 60.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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