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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stoppelfrucht bis stoppelhaar (Bd. 19, Sp. 346 bis 347)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stoppelfrucht, f., zusammenfassende bezeichnung für nutzpflanzen von kurzer vegetationsdauer, welche in die stoppel gesät, in demselben jahre noch abgeerntet werden können, wie senf, klee, lupinen, stoppelrüben (s. unten) u. a.: die bestellung der stoppelfrucht im herbste Schwerz prakt. ackerbau 89.
 
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stoppelgans, f., anser in stipulis spicas colligens Frisch 2, 340a (stoppelgensse chenalopeces Diefenbach gloss. 111c), insbesondere die zweite brut, welche zur zeit der ernte so weit gediehen ist, dasz sie zur nahrungsuche auf die stoppelfelder (vgl. dort unter 1: B. Goltz jugendleben) getrieben werden können, nachdem die thiere der ersten zucht (horningsgans anser februus Trochus H 3a) zum groszen theil als Hamburger gänse oder junge Dresdener gänse in den handel gebracht sind. sie eignen sich nicht zur zucht, nur zur mast, deshalb stoppelgense anseres minores Trochus a. o.
 
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stoppelgedicht, n., aus fremden dichterischen schätzen zusammengestoppelt (s. unten stoppeln, verb., 1 c) Campe.
 
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stoppelgelb, adj., wie unten strohgelb: stoppelgelbes haar.
 
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stoppelgeld, n., wie unten stöpselgeld, entsprechend stoppel, m., 1: der wirth nahm vornehmen wirthsbrauch an, indem er vom gespendeten wein zwar nicht stoppelgeld, wohl aber nach seiner art zapfengeld einzog Rosegger 1, 122, sonst auch korkgeld (th. 5 sp. 1812), pfropfengeld u. s. w.
 
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stoppelgelehrsamkeit, f., welche, arm an eigenen schätzen, ihr wissen sich aus fremden büchern zusammensucht (s. DWB stoppeln, verb., 1 c): die stoppelgelehrsamkeit der theologen Herder 7, 283. —
 
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stoppelgerste, f., welche in der fruchtfolge nicht hack- oder blattfrucht, sondern eine andere körnerfrucht vor sich hat; welche gleich in die frisch gepflügte stoppel gesät wird (s. auch stoppelhafer, -korn, -roggen). —
 
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stoppelgesang, m.: musikalisch gestoppelter gesang (vgl. oben stoppeldeutsch), Nigrinus von bruder Johan Nasen esel (1570) C 3a. —
 
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stoppelgras, n., welches auf dem felde zwischen den stoppeln wächst Adelung.
 
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stoppelgrau, adj., grau wie alte stoppeln: die garn müssen allzusammen hellbraun oder stoppelgrau gefärbet seyn Göchhausen notabilia venatoris (1741) 328, doch vielleicht im wandel des landschaftlichen auges seit dem 18. jahrh. an stelle unseres stoppelgelb (s. oben).

[Bd. 19, Sp. 347]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stoppelhaar, n., wie stoppel, f., I 2 a: das blonde stoppelhaar; (vielleicht mit einer bildlichen anspielung auf den begriff stoppelgelehrsamkeit:) solche abhandlung einem gemählde gleichet, worauf der mahler das wahrhafte ebenbild eines menschen vorzustellen versprochen, da doch nichts mehr als die augenbraunen, ein stückgen von der nase; das kien, und einige stoppelhaare zu sehen Chr. Thomasius ernsth. gedanken 2, 177. —

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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