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stoppelfink bis stoppelgelehrsamkeit (Bd. 19, Sp. 346)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stoppelfink, m., 1) eigentlich 'fink, der auf dem stoppelfelde seine nahrung sucht', so im nördlichen Böhmen eine bezeichnung von 'fringilla monti fringilla L' zeitschr. f. deutsche phil. 21, 210. (Suolahti 113), gewöhnlich bergfink (th. 1 sp. 1510). — 2) spöttisch in der Leipziger studentensprache von den nichtincorporierten studenten (zu belegen seit 1831). s. auch oben fink 3 (th. 3 sp. 1664) und A. Götze zs. f. deutsche wortforschung 8, 107 ff.; zu dem psychologischen grund der Leipziger finkenschaft vgl. auch das unter stolz adj. (oben sp. 232 unter d) bemerkte. in Halle eine bezeichnung der landwirtschaft studierenden (neben dem gewisz gröblicheren mistfink th. 6 sp. 2270 unter 2), vgl. J. Meier Hallische studentenspr. 50. —
 
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stoppelfläche, f., landfläche, welche in der stoppel liegt, aus mehreren stoppelfeldern sich zusammensetzt: auf den weiten stoppelflächen hetzten Donische cosacken verschüchterte hasen Göthe IV 26, 100 Weim. (Naumann vögel 4, 178); die früchte waren eingeheimst und die stoppelflächen lagen fahl zwischen den frischgrünen wiesen Rosegger 6, 132. —
 
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stoppelform, f., von der mähmaschine herrührende stoppelform; auch zu 1stoppel, m., 1: Brehm 10, 372 Pechuel-Lösche.
 
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stoppelförmig, adj. zum vorigen, entsprechend stoppel, f., I 2 a: stoppelförmiger haarschnitt. —
 
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stoppelfreiheit, f., freiheit, auf den abgeernteten feldern ähren zu lesen; überhaupt 'recht der nachlese': läszt doch auch der reiche bauer ... nicht selten etliche äpfel am baume hängen, dasz die armen kinder 'stoppeln' können, wenn alle ernte eingethan und 'stoppelfreiheit' auch für die bäume gegeben ist W. H. Riehl deutsche arbeit 186. —
 
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stoppelfrucht, f., zusammenfassende bezeichnung für nutzpflanzen von kurzer vegetationsdauer, welche in die stoppel gesät, in demselben jahre noch abgeerntet werden können, wie senf, klee, lupinen, stoppelrüben (s. unten) u. a.: die bestellung der stoppelfrucht im herbste Schwerz prakt. ackerbau 89.
 
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stoppelgans, f., anser in stipulis spicas colligens Frisch 2, 340a (stoppelgensse chenalopeces Diefenbach gloss. 111c), insbesondere die zweite brut, welche zur zeit der ernte so weit gediehen ist, dasz sie zur nahrungsuche auf die stoppelfelder (vgl. dort unter 1: B. Goltz jugendleben) getrieben werden können, nachdem die thiere der ersten zucht (horningsgans anser februus Trochus H 3a) zum groszen theil als Hamburger gänse oder junge Dresdener gänse in den handel gebracht sind. sie eignen sich nicht zur zucht, nur zur mast, deshalb stoppelgense anseres minores Trochus a. o.
 
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stoppelgedicht, n., aus fremden dichterischen schätzen zusammengestoppelt (s. unten stoppeln, verb., 1 c) Campe.
 
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stoppelgelb, adj., wie unten strohgelb: stoppelgelbes haar.
 
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stoppelgeld, n., wie unten stöpselgeld, entsprechend stoppel, m., 1: der wirth nahm vornehmen wirthsbrauch an, indem er vom gespendeten wein zwar nicht stoppelgeld, wohl aber nach seiner art zapfengeld einzog Rosegger 1, 122, sonst auch korkgeld (th. 5 sp. 1812), pfropfengeld u. s. w.
 
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stoppelgelehrsamkeit, f., welche, arm an eigenen schätzen, ihr wissen sich aus fremden büchern zusammensucht (s. DWB stoppeln, verb., 1 c): die stoppelgelehrsamkeit der theologen Herder 7, 283. —

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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