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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stopfhammer bis stöpfling (Bd. 19, Sp. 330 bis 331)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stopfhammer, m., zum verstopfen und dichtmachen von fugen und ritzen benutzt (vgl. oben die ähnliche bildung stopfhacke, f.): stopfhammer martello da stoppare ò turare Kramer dict. 2 (1702), 984a, Frisch 2, 339c, so besonders im schiffsbau, s. auch schiffstopfhammer (th. 9 sp. 102).
 
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stopfholz, n.
1) holz zum verschlieszen einer öffnung, ähnlich dem spund (th. 10, 2 sp. 230): eyn stopfholtz obstructorium Diefenbach gloss. 390b (gemma gemmarum, anf. 16. jh.); bei hochöfen ein pfropfenartiges holz zum verschlieszen des

[Bd. 19, Sp. 331]


stichloches: stopfholtz lignum teres, instrumentum excoctoris metalli Frisch 2, 339c; feurhaken, feuerkrücken, stopfhöltzer, stecheisen Mathesius Sarepta 147b; bald vermache er (der spleiszmeister) das auge (des ofens) mit dem leim zu, mit welchem das kolgestübe vermischet ist. disz aber setze er mit der hand zu dem höltzenen stopfholtz, das fünf querfinger dick ist, zwo spannen hoch Bech-Agricola (1621) 318; in niederd. färbung: stopholtz Schönberg berginformation (1693) 2, 132; Herttwig bergbuch 386a; genauer stoppholz Chomel öcon.-physic. lex, 8, 1685.
2) ähnlich dem stopfeisen, dem stopfhammer: stopfholtz legno da stoppare ò turare Kramer dict. 2 (1702), 984a; so bei pflasterarbeiten verwendet, um noch erde unter die bereits versetzten steine zu stoszen Helfft landbaukunst 349; bei eisenbahnarbeiten neben der stopfhacke (s. oben) Mothes 4, 276.
3) ein rundes holz zum stopfen der strümpfe (s. auch oben 1stopfer 2 d, zu 1stopfen, verb., I 1 c) Dillmont weibl. handarb. 253.
 
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stopfhorn, n., zum stopfen der würste benutzt (s. 1stopfen, verb., II 2 b) Karmarsch-Heeren3 11, 6.
 
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stopfig, stopficht, adj., in dem elsäss. subst. stopfet, f., stopfarbeit an den strümpfen Martin-Lienhart 2, 608b. vgl. noch götting.-grubenhag. stoppig, so in der zusammensetzung twei lâger wören stoppige vul von kartuffeln Schambach 212b, sonst stoppend vul.
 
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stopfkies, m., zum unterstopfen der eisenbahnschwellen (mittels stopfhacke oder stopfholz) verwendet (s. 1stopfen, verb., I 1) und im gegensatz zum schlechteren füllkies (welcher nur ausfüllt) Lueger 2, 310. —
 
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stopfkorb, m., zu ähnlichem zweck wie oben der stopfbeutel: die spätzinnen pickten frech die wollfäden auf, die aus Mike Drewes stopfkorb mit dem kehricht auf den hof gekommen waren Boy-Ed das abc des lebens (Velhagen - Klasings monatsh. [1901] 1, 544). —
 
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stopfkuchen, m., reststück von kuchenteig, in welches die übriggebliebenen rosinen, butter- und zuckermengen hinein gestopft werden: als eigenname und zugleich titel einer geschichte (1888—90) bei W. Raabe; (vgl. werke III 5, 5) die auf meinen dicken freund Stopfkuchen zielende bemerkung: stopfkuchen! ... Eduard, solltest du das dir als den besten bissen vom kuchen bis zuletzt aufgehoben haben? — als eine art fleischpastete: stopfkuch, artocreas (griech. ἀρτόκρεας) Diefenbach gloss. 52a (v. j. 1470). —
 
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stopfkugel, f., hölzerne kugel, beim stopfen der strümpfe benutzt; s. auch DWB stopfholz 3 und 1stopfer 2 d: elsäss. stòpfkhòjl Martin-Lienhart 1, 428b.
 
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stopflappen, m., wie oben stopfhader, unten stopftuch Campe.
 
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stopflich, adj., s. unten stupflich.
 
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stöpfling, m., wie steckling (th. 10, 2 sp. 1365) zu 1stopfen, verb., III 5: das fortpflanzen der fruchtbäume durch stöpflinge ist zu beobachten Göthe II 13, 90 Weim.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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