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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stopfflocke bis stopfhorn (Bd. 19, Sp. 330 bis 331)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stopfflocke, f., zur polsterung dienende flocke (s. th. 3 sp. 1810 unter 2) von wolle, haaren u. a.: stopflocke tomentum Kirsch in der ausgabe von 1796 bei Diefenbach gloss. 587a, doch begrifflich vielleicht auch ganz gleich oben stopfflecke auf grund von ein flock von tuoch in den ausgaben der gemma gemmarum (ebenda).
 
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stopfgans, f., eigentlich 'mastgans' (vgl. 1stopfen verb. II 2 c), ndd. stoppegâs in der Einbecker Börde eine fastnachtsvermummung: ein mädchen wird in einen kittel gesteckt und mit kissen noch weiter umstopft; die hände werden dicht an die beine gelegt; das ganze erweckt den eindruck einer bis zur unförmigkeit gemästeten gans; vgl. Schambach wb. 212b. über das schicksal einer solchen stoppegâs vgl. Müller-Schambach nieders. sagen n. 173 und anm., wo auch der alte kultische grund des gebrauchs durchscheint.
 
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stopfgarn, n., zur ausbesserung von schadhaften stellen in gestricktem und gewirktem (entsprechend 1 stopfen verb. I 1 c); s. auch garn (th. 4, 1, 1 sp. 1363 unter I 3 g): stopfgarn Kramer dict. 2 (1702), 984a; Frisch 1, 339a, gegensätzlich zu strickgarn (s. unten). offenes stopfgarn zu hochstickereien verwendet Dillmont weibl. handarb. 41, welches mehrdrähtig, in seinen fäden locker gelassen, d. h. nicht fest zusammen gedreht ist.
 
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stopfgeld, n., ladegeld, durch die verladung einer ware entstehender kostenaufschlag; ndd. stoppegeld entsprechend oben stopper (unter 1stopfer, m., 1 b; vgl. auch stöpferknecht und stöpfermeister): item in september mynem hern gesand 11 pypen (zunächst ein gefäsz, dann auch masz für flüssigkeiten) olie ... item ungeld hiruff: krangeld, stoppegeld off die pype 4 gr. handelsrechnungen des deutschen ordens 514 Sattler.
 
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stopfgras, n., eine andere bezeichnung für seegras (zostera marina Nemn.: th. 9 sp. 2835 unter 2), weil es zu polsterarbeiten verwendet wird (s. 1stopfen, verb., II 2) Krünitz 174, 499.
 
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stopfhaar, n., thierisches haar, welches zu polsterungen benutzt wird (vgl. das vorige), besonders von kälbern und pferden Krünitz 174, 499. —
 
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stopfhacke, f., beim eisenbahnbau zum schlagmäszigen unterstopfen von erde und geröll unter schwellen und schienen Mothes 4, 276; Lueger 1, 657. —
 
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stopfhader, m. zeuglappen (s. hader 2: th. 4, 2 sp. 111) zum verstopfen und verdichten benützt, besonders in der bergwerksprache Minerophilus 643, Adelung; in niederd. form: stophadern 'abgetrieffelte stückgen seil, oder andere leinene lappen, womit der kunststeiger oder kunstarbeiter die wechsel am sätzen verstopffet' Hertwig bergbuch (1734) 386a. s. auch unten stopflappen und oben stopfflecken. —
 
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stopfhammer, m., zum verstopfen und dichtmachen von fugen und ritzen benutzt (vgl. oben die ähnliche bildung stopfhacke, f.): stopfhammer martello da stoppare ò turare Kramer dict. 2 (1702), 984a, Frisch 2, 339c, so besonders im schiffsbau, s. auch schiffstopfhammer (th. 9 sp. 102).
 
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stopfholz, n.
1) holz zum verschlieszen einer öffnung, ähnlich dem spund (th. 10, 2 sp. 230): eyn stopfholtz obstructorium Diefenbach gloss. 390b (gemma gemmarum, anf. 16. jh.); bei hochöfen ein pfropfenartiges holz zum verschlieszen des

[Bd. 19, Sp. 331]


stichloches: stopfholtz lignum teres, instrumentum excoctoris metalli Frisch 2, 339c; feurhaken, feuerkrücken, stopfhöltzer, stecheisen Mathesius Sarepta 147b; bald vermache er (der spleiszmeister) das auge (des ofens) mit dem leim zu, mit welchem das kolgestübe vermischet ist. disz aber setze er mit der hand zu dem höltzenen stopfholtz, das fünf querfinger dick ist, zwo spannen hoch Bech-Agricola (1621) 318; in niederd. färbung: stopholtz Schönberg berginformation (1693) 2, 132; Herttwig bergbuch 386a; genauer stoppholz Chomel öcon.-physic. lex, 8, 1685.
2) ähnlich dem stopfeisen, dem stopfhammer: stopfholtz legno da stoppare ò turare Kramer dict. 2 (1702), 984a; so bei pflasterarbeiten verwendet, um noch erde unter die bereits versetzten steine zu stoszen Helfft landbaukunst 349; bei eisenbahnarbeiten neben der stopfhacke (s. oben) Mothes 4, 276.
3) ein rundes holz zum stopfen der strümpfe (s. auch oben 1stopfer 2 d, zu 1stopfen, verb., I 1 c) Dillmont weibl. handarb. 253.
 
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stopfhorn, n., zum stopfen der würste benutzt (s. 1stopfen, verb., II 2 b) Karmarsch-Heeren3 11, 6.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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