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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stopfer bis stopfflecken (Bd. 19, Sp. 329 bis 330)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stopfer, m., oben zu 2stopfen, verb.: sie (die spukgesellen) stopfen laut mit ihren groszen stecken, daher werden sie ... im landt die stopfer genannt Kirchhof wendunmuth 3, 214.
 
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stopferei, f. , nach Campe beides in verächtlichem sinne:
1) handlung des stopfens.
2) eine gestopfte arbeit, so von einem schlecht gestopften strumpf (nach 1stopfen, verb., I 1 c).
 
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stopferin, f.
1) entsprechend stopfer, m., 1 (besonders zu 1stopfen, verb., I 1 c).
2) entsprechend 1stopfen, verb., II 2 c eine frau, welche gewerbsmäszig das stopfen der gänse betreibt: herzensergieszungen einer gänsestopferin gedicht von Daniel Hirtz (elsäss. gänsstopferen Martin-Lienhart 2, 608b).
 
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stöpferknecht, m., im Hallischen salzhandelbetrieb in ndd. formung stöpperknecht der knecht des stöppers (s. 1stopfer, m., unter 1 b): ein stöpperknecht krieget vor jeden wagen sechs pfennige Hondorf (1670) 87; der älteste stöpperknecht 88.
 
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stöpferlein, n. deminut., elsäss. stöpferle Martin-Lienhart 2, 608b.
1) zu stopfer 2 a petschirter flaschenwein: do langen keine drissig liter, do muss stöpferle hëre ebenda; auch in der zusammensetzung stöpferlewein.
2) wohl als bildliche übertragung des vorigen 'hieb mit worten' ebenda (oder zu der wendung einem das maul stopfen unter stopfen verb. I 4 a [sp. 313]).
 
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stöpfermeister, m., der vorgesetzte, vielleicht älteste der stöpper (s. 1stopfer 1 b): die stöpper geben den ihrigen (verdienst) dem stöppermeister Hondorf saltzwerck zu Halle (1670) 86.
 
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stopfern, verb. (frequentative bildung), eigentlich 'mit kleinen, fein aneinandergesetzten stichen stopfen' (s. 1stopfen verb. I 1) von Campe belegt in der übertragenen bedeutung 'mit kleinen abgestoszenen schritten gehen' besonders von kindern; doch vielleicht auch zu stapfen, verb. (th. 10, 2 sp. 864) gebildet, entsprechend laufern, springern, tanzern; vgl. Jac. Grimm gramm. 2, 993.

[Bd. 19, Sp. 330]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stopffaden, m., faden zum stopfen (zu I 1 c) und feiner als der ursprüngliche faden des gewirks Dillmont weibl. handarb. 252. —
 
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stopffarbe, f., 1) eine aus umbra, terpentin und firnisz bestehende farbe, welche von den malern zur ausbesserung von schadhaften stellen in einem gemälde benützt wird (wohl eine übertragung des gebrauchs unter 1stopfen verb. I 1 c). — 2) als eine übertragung des vorigen wieder stopffarbe glaserkitt (Köln. ztg. 1873, 24. juni), welcher auch gewöhnlich der umgebenden farbe entsprechend ein wenig eingefärbt wird. auch sonst ein zum verschmieren der holzritzen dienender kitt Mothes 4, 276. —
 
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stopffisch, m., eine benennung des an den schiffswänden sich festsaugenden meerfisches echeneis L in seinen verschiedenen arten Klein bei Campe (wohl weil er gleichsam die schiffsfugen verstopft unter 1stopfen verb. I 1 b), sonst auch sauger (th. 8 sp. 1893 unter 2 b) und schiffhalter (th. 9 sp. 81) genannt.
 
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stopfflecken, m., tuchfetzen (s. DWB flecke th. 3 sp. 1743, und flicken verb. sp. 1774), welcher zum ausstopfen eines pfühls u. ä. dient: stopflecke tomentum Kirsch in der ausgabe von 1723 bei Diefenbach gloss. 587a, vgl. das folgende.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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