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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stopfbüchsenreibung bis stopfel (Bd. 19, Sp. 307 bis 308)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stopfbüchsenreibung, f., reibung der stopfbüchsenpackung an der eingebetteten stange Karmarsch-Heeren3 8, 114; Lueger 7, 527. —
 
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stopfbüchsenring, m., welcher kranzförmig den stopfbüchsendeckel festhält Mothes 4, 276. —
 
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stopfbüchsenrohr, n., rohrwandung der stopfbüchse Karmarsch-Heeren3 2, 526. —
 
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stopfbüchsenschott, n., hinteres schott eines schiffes (s. DWB schott th. 9 sp. 1609 unter 2), welches bei einem zusammenstosz dem schiff besondere sicherheit geben soll.
 
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stopfbüchsenschraube, f., welche den stopfbüchsendeckel festhält Mothes 4, 276. —
 
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stopfbüchsentopf, m., topfförmige stopfbüchse für die trunkkolben einer schiffsmaschine Karmarsch-Heeren3 7, 667. —
 
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stopfbüchsenzug, m., lampenzug, welcher sich in einer stopfbüchse bewegt, so bei einer gaslampe, um das entweichen der gase zu verhindern 5, 479; Muspratt chemie 5, 629.
 
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stopfe, f.
1) besonders alterthümlich 'hede, werg' entsprechend lat. stuppa; in niederd. form stoppe:

der sonder sinagogen is niet
dan stoppe, die men vergadert siet.
elk weet, dat ghene sekerhede
ne hewet hoy no stoppe mede
bi vuere, het ne sal quaet doen spegel der sonden 12a bei
Schiller-Lübben 6, 272b (daselbst auch stro off stoppe, dat lichte untstect);

vgl.stope baralica Diefenbach gloss. 68a (v. j. 1420) und noch in der form stuppe barralipa (ebenda), stupp, stupe stuppa 558a. s. auch die collectivbildung gestuppe (th. 4, 1, 2 sp. 4267 unter gestüpp 3 a).
2) wie oben stopfarbeit 2 eine gestopfte stelle in einem strumpf, einem gewirk; die vollendete stopfe musz durch entsprechende lagerung der fäden einen dem gewebe gleichdichten grund ergeben Dillmont weibl. handarbeiten 33; s. auch oben stopf m.
 
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stopfeisen, n., eisernes werkzeug zum verstopfen (s. 1stopfen, verb. I): ein stopftuoch, -holtz oder -ysen obstructorium Diefenbach gloss. 390b (gemma gemmarum anf. 16. jh.) die begriffliche zugehörigkeit zweifelhaft: stophisin propunetorium 466b, stopfysen (vocab. von 1440), stopfeysen (vocab. von 1482, neben stupfeysen) punctorium 473a.

[Bd. 19, Sp. 308]


altniederd. stopîsen perpunctorium nov. gloss. 289a. — das stopfeisen als werkzeug der sattler eine eiserne stange, zum auspolstern des kummets gebraucht Krünitz 174, 497.
 
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stöpfel, m. , zum verstopfen einer öffnung wie oben stopf, m., unten stopfer, m., und gewöhnlicher stöpsel, m. (vgl. Müller-Fraureuth 2, 568 und s. unten stöpke und stöppel).
1) in eigentlicher bedeutung: (luftlöcher,) die do thäennen stöpfel haben Ercker mineralertz (1580) 64a; stöpfel zum dintenfasz Kramer dict. 2 (1702), 984b, Rädlein (1711) 847a; stöpfel, von glas oder kork auf einer flasche, ihren hals verschlieszend, sonst auch DWB pfropf, DWB pfropfen, m. (th. 7 sp. 1796): machet lieber, dasz der stöpfel oder pfropf in dem bauche als in dem munde der bouteille sey Ludw. Tölpels baurenmoral 78;

rack (arrack) und zucker liesz der stöpfel
aus geraumem rohr
Voss gedichte 6, 7.

es darf eins gwaltigen stöpfels (firmiore spissamento opus est), wie man sagt, denn Ulisses seinen gsellen braucht hat Mich. Herr sittliche zuchtbücher 76a. — auch der pfropf in einer feuerwaffe Adelung.
2) stöpfel der saugkolben in der handspritze Adelung (s. auch unten stöpsel 2).
3) in scherzhafter übertragung:
a) vom kopf eines menschen Campe — (wohl mit besonderer anspielung darauf, dasz er nicht recht fest sitzt): wie bald verlohr Holofernes in trunckener weise seinen stöpfel V. Herberger hertzpostilla (1613) 1, 23.
b) als bezeichnung eines kleinen gedrungenen menschen, dann auch mit beziehung auf seine geistige art: stöpfel in Thüringen ein alberner mensch; s. auch unten stöppel, m., und stöpke.
 
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stopfel, f. , selten neben dem häufigeren, an ahd. stupfila, mhd. stupfel sich strenger anschlieszenden frühneuhochd. stupfel (s. unten); wie das jetzt schriftsprachliche, aus dem ndd. übernommene stoppel (s. unten) wahrscheinlich lehnwort aus spätlat. stupula für stipula 'halm, stoppel' (weitere erwägungen unter stoppel). unser wort zugleich eine vermittelnde form zwischen dem ndd. md. stoppel und oberd. stupfel.
1) entsprechend stoppel I: 'wurzelstumpf eines abgeschnittenen halmes' stopfel stipula Saurus - Melanchthon (1591) F 3b; und die frucht ... wurden verbrant ... noch do sy stnden auf den stopfeln erste deutsche bibel 4, 397 (neben stupfel, so 3, 234); in lehrhafter einkleidung: wann ob etlicher dorauf pawet auf die gruntveste golt, silber, edel gestein, holtze, hewe, stopphel: das werck eins ieglichen wirt offen 2, 67; aber das feuwer bewärt was stro, stopfel, goldt oder silber ist S. Franck paradoxa (1558) 282a; — im vergleich: du hast gesant dein zorn, der sy verwüst als die stophfeln erste deutsche bibel 3, 270. — bildlich: das los geschwetz und alles was vor und on got wird gethon oder geredt, ... das ist sünd, stro, stopfel, hew, zum feur verordnet S. Franck sprüchw. 1, 114b; diese wort gelten denen, hörstu wol, die falschen gottesdienst leren, das thut jr, welche jr neben der schrift beiwege machet, und bawet nichts denn stoppfel und hawe, das ist menschensatzungen auf den grund und eckstein Christum Nigrinus widerlegung ... der ersten centurii Johan Nasen (1570) p 2a.
2) blatt, kleiner zweig von einem baume: aus diesem feuwrigen striem ist ein sehr groszer wind worden, der ist ungefehrlich zehen pfluggewände hinder dem dorf eingefallen, hat erstlich zween grosze bäum umbgrissen, die stopfeln uber sich geworfen A. Musculus von des teuffels tyrannei (theatrum diabolorum 106a).
3) als bildliche einkleidung für den begriff 'nichts', zugleich in neutrales (?) geschlecht gerückt: er acht den Hamer als ein stopfel erste deutsche bibel 7, 235.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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