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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stolzberitten bis stolzeinhertretend (Bd. 19, Sp. 284 bis 285)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stolzberitten, adj.: eine so prächtige wachparade mit ... stolzberittenen husaren Gutzkow zauberer von Rom 1, 3. —
 
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stolzbescheiden, adj.: bescheiden und doch von (innerlichem) stolze erfüllt, aus stolz zurückhaltend u. ä. Lessing 3, 90 (Nathan 3, 7); (er verstand) seine milde, stolzbescheidene würde ... hübsch zu behaupten Holtei erz. schr. 35, 35. —
 
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stolzbethürmt, adj., mit stolzen, hochragenden thürmen (s. DWB stolz adj. 7 b): die stolzbethürmte stadt;

die burg, die stolzbethürmt
auf steiler, meerausblickender klippe ragt
Geibel 6, 8.

stolzblind, adj., infolge eines stolzen, sich überhebenden gefühles blind (gegen vorstellungen, bessere einsicht u. s. w.): die verführung der jugendlichen phantasie zu unnützen künsten ... des stolzblinden enthusiasmus für fremde wortlarven Herder 22, 10. —
 
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stolzbosheit, f., bosheit, welche aus dem stolz entspringt: die jetzige stolzboszheit nach jeden umbständen neben allen andern sünden (beschrieben) Meyfart das jüngste gericht (1637) J a 3b. —
 
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stolzbrausend, adj., (entsprechend stolz, adj., 7 c) vgl.

aufgeschwollener strom, woher? wie kommest du hierher?
und verschwemmest so stolzbrausend dem wandrer den weg?
Herder 26, 20.


 
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stolzbrennend, adj., in einem landschaftsbilde bei Jean Paul: hinter den kuppeln und rauchsäulen der (im goldigen sonnenlicht) stolzbrennenden stadt 15-18, 223 Hempel, eine weitere ausführung von oben stolz, adj., 7 b.
 
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stolzdräuend, adj.: von stolzen drohungen erfüllt, getragen:

der den tragischen klang, des gesangs stolzdräuende töne
mit gewaltiger macht hat gethürmet zuerst
Arndt werke 6, 59.

heute stolzdrohend, adj.: stolzdrohende worte. —
 
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stolzdumm, adj.: dasz gewisz kein schläfriger censor oder stolzdummer oder dummstolzer inquisitor zur entscheidung (dieser frage) gehöret Herder 9, 360. —
 
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stolzdürftig, adj.: verzeihets dem morgenländer, dasz er von dieser stolzdürftigen scheinpracht nichts wuste Herder 6, 47.
 
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stölze, f., zu stolz, adj. in der Schweiz vielleicht in gelehrter anlehnung an lat. superbia oder mehr volksthümlich an entsprechende begriffe wie die hoffart, pracht, üppigkeit u. ä., und aus einer auch sonst vorhandenen neigung des dialects heraus, gebildet, so in der Zürcher bibel: dann der tag des herren der heerschaaren wirdt gon über alle stölze und hochmut Jesaias 2, 12; darum tenet sich die käl der helle und thut jren schlund über die masz weit auf, dasz die stölze, pracht und klugheit, sampt denen die darin fröud habend, darein faren mögind 5, 14; könnends also mit stölze und hohem herzen sagen 9, 9; gott wirdt die stölze mit forcht hinnemen 10, 33; die hurey des weybs wirdt in der stölze der augen und augliedern gespürt Jes. Sirach 26, 12 (Ägidius Albertinus Lucifers königreich 225); David gab der teufel ein stöltze in, das er thett das gott übel gefiel O. Brunnfels pandectbüchlin (1528) 178b; stöltze mag nicht allain in sauber, gter klaidung, sonder auch in ainem hänffin kittel sein Mayr sprüchwörter (1567) C 4a; so auch in den wörterbüchern der Zürcher Frisius (die stöltze protervitas 1083b, jactantia 640a; stöltze, vermässenheit, hochmt arrogantia 121b; fräfenheit, verwägenheit, stöltze, vermässenheit audacia 137a; ungehorsame, unbendigkeit, verachtung der elteren,

[Bd. 19, Sp. 285]


stöltze contumacia 326b; ist z einer sölichen stöltze kommen, oder so stoltz worden eo insolentiae processit 475a) und Maaler (sy lassend ein wenig nach von irer stöltze corda ferocia ponunt 389c; ein stöltze und hochmt, der nit mag erlitten werden gravis atque intolerabilis arrogantia, ebenda) — aber ein zydtlang fürstohn und dannethin ein zydt syn underthon, nimpt hin die stöltze und machet gemeynsam schweizer. schauspiele 1, 134 Bächtold; (die greifen) mit jrem hohen flug ein zeichen der hoffart und stöltze Gesner-Forer thierbuch 2, 75. — doch auch ohne umlaut: darz schreybt Aelianus, dasz die stt so stoltze mit jrer mäny ... habe, dasz sy auch kein springenden esel derselben halb dulde 1, 50 und vereinzelt auch in wörterbüchern stoltze, hochtragenheit, vbermut insolentia Calepinus 739b; grimme, stoltze ferocia 556a. — in mehr mundartlicher form: hoffart, vbermut, stöltzi, vppigkeit, laster Paracelsus opera 2, 479.
 
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stolzeinhertretend, adj., (hier bildlich:) mit diesen stolzeinhertretenden werken allgem. deutsche bibl. 87, 381. —

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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