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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stolpermine bis stolung (Bd. 19, Sp. 219 bis 231)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stolpermine, f., mine in verbindung mit einem stolperdraht (s. oben) v. Alten handbuch 3, 730.
 
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stolpern, verb. , caespitare, impingere: iterativ. zu oben stolpen verb. und nicht nur klangreimende bildung zu wörtern wie holpern (th. 4, 2 sp. 1760). so braucht denn auch norw. stolpre nicht nothwendig aus hochd.-niederd. stolpern entlehnt zu sein, sondern ist selbständig gebildet zu norw. dialect. stolpe 'mit steifen schritten gehen, stolpern' (Falk-Torp 1173). s. das weitere zur entwicklung des begriffs oben unter stolpen verb.die form stulpern findet sich neben stolpern bei Mathesius und (praet. stulperten) bei Lohenstein; als ob sie stulperte Moscherosch gesichte 1, 262. (vgl. noch heute elsäss. štùlpere neben štòlpere (štolwere) Martin-Lienhart 2, 593b; schles. stulpern Frommann 3, 415; auch šdulbern Hertel thüring. sprachschatz 236); stolbern Liselotte unter 1 b. — im perfect. zumeist gebildet mit sein, nur vereinzelt mit haben (so bei Luther). — Adelung behauptet für unser wort 'in der guten schreibart' straucheln verb. (s. u.).
1) mit dem fusz beim gehen anstoszen (und sich so der gefahr des sturzes aussetzen): ich holper impingo, offendo, stolper Alberus (1540) aa 3a; stolperen caespitare Dentzler 277a; der juncker lest ein groszen grötzer heraus gehen, zimlich ungeferd neun ellen lang, der knecht spricht, seuberlich juncker, ihr möcht wohl stolpern Hertzog schiltwache H 5 (Lindener Katzipori 131); nun glück auf den weg, dasz keiner stolpere Harsdörffer frauenzimmergesprechspiele 2, 332; er läuft und stolpert Gottsched deutsche schaubühne 2, 315; wer die augen bey sich hat, stolpert nicht Rabener w. 4, 32; ich hatte grosze lust zu stolpern, sagte der graf, damit es lärm gegeben hätte Göthe 20, 127 Weim.; wenn ich in die höhe sehe, so stolpr' ich Platen 2, 156; er lief, was er laufen konnte, obwol es stockfinster war und er zu wiederholten malen stolperte Laube ges. schr. 15, 173; selbst am gängelbande stolpern vgl. Ranke w. 31-32, 105; und erst jetzt stolperte er ein wenig, trotz seines silberbeschlagenen stabes, und obgleich nicht der kleinste stein im wege lag Keller 6, 222;

nur einer, der trippelt und stolpert zuletzt
und tappet und grapst an den grüften
Göthe 1, 209 Weim.

sonst besonders noch von reittieren; so sprichwörtlich: stolpert doch wol ein pferd, das vier füsz hat quandoque bonus dormitat Homerus ... es versiehets auch biszweilen einer, der sonst klug und verständig genug ist; witzigen leuten entfähret keine kleine thorheit Corvinus fons latinit. (1646) 281; es stolpert ein pferd, und hat vier füsze Kramer dict. 2 (1702), 982c, auch einfach: es stolpert ja wol zu weilen ein gut pferd ebenda; wer ist, ... der nicht einmahl fehlet, weil fehlen menschlich ist. stolpert doch ein pferd von hundert ducaten und ist darumb nicht desto böser Grimmelshausen traumgeschicht 18; das dressirteste pferd stolpert unter einem schlechten reuter Hippel lebensläufe 3, 2, 618. — dieses ist ein gewisser enger und unebner weg, worinnen, wie in einigen örtern

[Bd. 19, Sp. 220]


des alpischen gebürges, ein esel in des andern fuszstapfen treten musz, im fall er nicht stolpern und den hals zerbrechen will Chr. Warnecke poetischer versuch (1704) 108; er war besorgt, sobald das pferd stolperte Miller Siegwart 3, 646; seine seele würde in ein kaiserliches postpferd übergehen, er solle ... nicht schlagen, nicht beiszen, nicht stolpern Hegel w. 11, 274;

er gab dem gaul ein kütbuck an sein ohr,
und sprach, die ding hastu gemacht,
auff der brück vor dem thore,
da du stolperst, du alter schelm
Agyrtas grillenvertreiber 95.

mit keichen stolperte der pferde müder trab
Zachariae poet. schr. 1, 8.

(der gestürzte reiter zur spottenden jungfer:)

kennt sie auch dieses pferd? es stolpert nur alsdann,
wann's eine jungfer sieht, die sich — erbitten lassen.
nicht wahr? mein pferd versteht sich drauf
Ramler fabellese 2, 302.


a) mit einer weiteren bestimmung: im ausgang stolpern Abraham a S. Clara mercks Wien (1680) 72; im abgehen stolpern Ayrenhoff w. 4, 192; im vorwärtsgehen weniger stolpern E. M. Arndt für und an seine lieben Deutschen 2, 381; mein colleg, ... soll ihm seinen abendtrunk bringen, stolpert im hereingehn Pocci komödienbüchlein 141;

du küssest doch so gut und stolperst nicht im tantze
Hoffmannswaldau gedichte 7, 139;

(im wortspiel mit der bedeutungsentwicklung unter 4 b:)

gib sie acht, dasz sie nicht stolpert im nachhausgehn —
es ist schon manches unglück mit dem stolpern geschehn
Meisl theatralisches quodlibet 3, 52.

besonders mit beziehung auf die örtlichkeit: als sie gleich in ihrem laboratorio stolperte, und ein stück glas ... sich in die brust stach Weise die drei klügsten leute 131; oder wenn ich im winter einen termin hätte, und stolperte mein pferd auf dem eise erznarren 105 neudr.; (ich) stolperte aber auf der kellertreppe Leipziger avanturieur 1, 95; der alte, der zuerst die treppe hinunter wollte, stolperte auf den ersten stufen Göthe 43, 220 Weim.; auf ebenem wege stolpern vgl. M. Mendelssohn ges. schr. 3, 264; zum folgenden leitet hinüber (hier bildlich): verwirrt und bestürzt stolperten beide (schüler) auf der heiligen schwelle (zur klassischen bildung) Raabe hungerpastor 1, 132. auch ungewöhnlich an stelle des gebrauchs unter b:

ich sah
im schlachtengetümmel das rosz
auf röchelnden leichnamen stolpern
Hölderlin ges. dicht. 1, 63 Litzmann;

die gans die stolpert überm stein
und purzelt hin und bricht ein bein
Hoffmann von Fallersleben ges. schr. 2, 217.


b) besonders als ursache: über etwas, als über einen stein, einen stock stolpern inciampare, intoppare à, sù, in qualche cosa, come in una pietra, in un bronco Kramer dict. 2 (1702), 982c; das pferd stolpert alle augenblick über das geringste würtzlein ebenda; der mönch stolperte, aus furcht, oder mit vorsatz über einen stuhl theater der Deutschen 17, 8; drüber (über die steine) stolpern, dasz mir hören und sehen vergeht der arme mann im Tockenburg 2, 249; allein kaum hatte er dieses gesagt, so stolperte der esel über einen stein Chr. von Schmid ges. schr. 16, 222; zweitens mein pferd gleich nach den ersten hundert schritt über einen stein stolperte, und sich das gelenk am rechten hinterfusz vertrat Pückler briefw. 5, 241; er stolperte über einen stein, der im wege lag Brunner erz. 1, 34; auch: ehe man sichs versieht, stolpert man einmal wieder über einen erdhöcker Göthe IV 20, 353 Weim.; ich bin über die wurzeln des baums gestolpert, den ich gepflanzt hatte 56, 130; ich stolperte dabei jeden augenblick über die fatalen baumwurzeln Eichendorff 3, 30; vgl. auch Holtei erz. schr. 13, 186 und sonst: (im orchester), wo er (der betrunkene) über die pauken gestolpert und skandal verursacht Göthe IV 22, 31 Weim.; eines der klötzchen, worüber der präsident stolpert Iffland theatr. werke 11, 55; über ein kleines tischchen stolpern vgl. Holtei erz. schr. 36, 272;

(er) stolpert über einge späne,
stürtzt im fallen auf die uhr
und zerbricht zwo reihen zähne
Lichtwer fabeln 41.

[Bd. 19, Sp. 221]


über lebendes: diesem (dem bäcker) legten sich vielmals des abents im tunckeln die beckerjungen in den weg, dasz er über sie stolpert und manchen unsaubern fall thete Kirchhof wendunmuth 3, 504; eine gar stämige dame, die marechalle de Clerembeau, were schir ins fewer gefahlen, ist so possirlich über einen von meinen hündtger gestolbert, dasz ich mein leben nichts possirliche(r)s gesehen habe Liselotte 3, 145 (Ebner-Eschenbach ges. schr. 5, 227); so müszte er über mich stolpern und den hals brechen Chr. Weise comöd. 18; hat doch euer pferd auch geschlaffen, als es über meine knochen stolperte Happel akad. roman 180; wie nun der erste räuber des weges ging, stolperte er über des schlafenden beine Aurbacher volksbüchlein 148; dabei schieszt er hin und her, wobei er mehrfach über die anwesenden kater stolpert Holtei erz. schr. 24, 267. — nur selten ist die verbindung mit der präposition an:

der junker trabete zur vorstadt kaum hinein,
so stolperte der gaul an einem pflasterstein
so stark, dasz sich sein herr nicht mehr zu halten wusste,
und wie der blitz herab aufs harte pflaster musste
Ramler fabellese 2, 301.


α) über die schwelle stolpern, zunächst im eigentlichen sinne: unfall des frauenzimmers, das über die schwelle stolperte und mit dem kopf auf die schwelle fiel und sich beschädigte Göthe IV 37, 143 Weim.; auch mit fortbewegendem beisinn (ganz wie unter 2): da stolperte der lange, vergebens erwartete bote über die schwelle Gaudy 13, 135; vgl.

nun hat das tückische alter mich
mit seiner krücke getroffen;
ich stolpert über grabes thür,
warum stand sie just offen!
Göthe 15, 1, 314 Weim.

zuletzt (in bildlicher verwendung) gerückt in die tölpelsphäre (denn leicht ward die alte, stark in die höhe ragende thürschwelle das böse verhängnis für den gesellschaftlich noch ungeschickten neuling) und stärker als die wendung mit der thür ins haus fallen: es sind ... sudler, die kein gespräch können anfangen, sie stolperen dann mit den füszen der läpperey vber die schwölle der unhöfflichkeit zur thür der unschuld hinein Moscherosch gesichte 2, 181; (vgl. Reinicke Fuchs v. 1650, 252); wollen wir wohl untersuchen, ob der gaul nicht gleich über die schwelle gestolpert ist? Lessing 7, 84 (in einer recension).
β) an die vorige wendung wird th. 11 sp. 663 auch die redensart über den tölpel stolpern angeknüpft, wonach tölpel (aus mhd. dörper) dörpel im sinne mit dorpel, m., thürschwelle (th. 2 sp. 1301) sich vermischt habe; die vermuthung ist nicht durchschlagend, besonders mit hinblick auf das schon unter geck (th. 4, 1, 1 sp. 1920 unter II 5 d) ausgeführte, wonach der tölpel als koboldartiger doppelgänger des menschen erscheint, welcher nicht nur zu den thorheiten anstiftet, sondern ihn auch wie hier durch seinen muthwillen zu fall bringt: der sinn ist also über seine eigene thorheit stolpern: Perez zu Valerio: nun nehmt mir den sonnenschirm ab, tölpel. (er stolpert.) Valerio: dankt gott, dasz ihr über euren eigenen tölpel stolpertet, sonst wollte ich euch die schiefen beine gerade brechen Brentano 7, 99 (Ponce de Leon 3, 3). ähnlich bewegt sich der gedanke im folgenden:

mein mann der ist ein flegel,
er stolpert übern schlegel,
so oft er zu mir geht Fuchsmundi 43 Wien. neudr.,

wo österreich. schlegel (th. 9 sp. 343 unter 1 l) als grober tölpischer mensch die personale tautologie mit dem vorangehenden flegel in deutliches licht rückt.eine entsprechende wirkung in anderer sphäre versucht: mädchen mit funkelnden wangen, die erst über Amors köcher stolpernd sich im frühling der liebe fühlen maler Müller 2, 182, wo Amors köcher nur ein symbol für den inneren menschen, hier das eigene liebesgefühl des mädchens darstellt.
γ) aus ungeschicklichkeit, auch körperlicher müdigkeit über die eigenen füsze stolpern: und wenn die vernunfft ihm (dem blinden willen) nicht vorgehet, und vorsicht ihn bey der hand leitet, stolpert er über seine eigene füsse Lohenstein Arminius 2, 167a; durch erweiterung würden

[Bd. 19, Sp. 222]


reiche ehe geschwächet als verstärcket und gleichten solche denen unberäglichen riesen oder wassersüchtigen leibern, welche inwendig wenig kräffte, und so viel ohnmacht haben, dasz sie ihre eigene last kaum tragen könten, und von dem ersten stosze über ihre eigne füsse stulperten 2, 1400b; (sprichwörtlich:) eile stolpert über ihr eignes bein Bode Montaigne 6, 371; der blinde unbeholfene kolosz (gemeint ist das volk), der mit plumpen knochen anfangs gepolter macht, ... und zuletzt über seine eigene beine stolpert? Schiller 3, 221 (Fiesko 2, 2 bühnenbearb.); bald über die prellsteine, bald über die eignen beine stolpernd Gaudy 2, 47. zu dem gebrauch unter β ist hier noch zu vergleichen: wie gesagt, ich fange an, stündlich über mich selbst zu stolpern und mich dem schaudervollsten trübsinn zu ergeben Gutzkow zauberer von Rom 4, 157. — auch über theile des costüms: auf der hälfte des weges stolperte er über seine sporen Immermann 5, 33; die Versing stolperte über den ungewöhnten degen so natürlich, dasz mancher glaubte, es sei ernst Grabbe 4, 197; über die schleppe stolpern. — über arbeitsgeräth: das heiszet aber eine faule magd, ... die drey mal vberm besen stolpert, ehe sie jhn ein mal auffhebet Mathesius Syrach 143a.
δ) über einander stolpern: die kellner (der weinstube) stolperten übereinander in hastiger verrichtung ihres dienstes Raabe hungerpastor 2, 89; mit dem beisinn des unordentlichen, und so zum bildlichen vergleich benützt: heitergrüne weinreben umranken (an einem berghang) hie und da die übereinander stolpernden, zusammengeflickten bettlerpaläste Heine 3, 254; auch: da (beim exercitium) war doch immer Fritz der erste, und der rector sagte: wenns nur ordentlicher wäre, nur nicht alles so über einander gestolpert Göthe 8, 200 Weim.
ε) über ein nichts stolpern in mannigfachem bildlichen ausdruck: ein held kann über einen strohhalm stolpern! ein halbgott an einer gräte ersticken! Fr. Vischer auch einer 1, 95; viele stolpern über einen strohhalm, die über einen balken gesprungen Wander 4, 876; vgl.(es ist) unbegreiflich, wie (Zachariä) ... beständig über den nämlichen strohhalm stolpert schlesw. literaturbriefe (12) 95 lit. denkm. — S. ist der ordentlichste mensch von der welt und kan keinen faden liegen sehn, ohne darüber zu stolpern Caroline 1, 187; der blinde unbeholfene kolosz, der ... zulezt — über zwirnsfäden stolpert? Schiller 3, 54 (vgl. den beleg unter 1 b γ); über juristische zwirnsfäden wird die königliche regierung nicht stolpern in der ausübung ihrer pflicht Bismarck polit. reden 4, 123; vgl. subst. politische unreife hat viel antheil an diesem stolpern über zwirnsfäden gedanken 1, 270. — hierher: ein liebhaber darf keine gelegenheit vorbey lassen, sich gefällig zu machen, und wenn seiner gebieterin eine pflaumenfeder im wege läge, so musz er sie wegblasen, dasz sie nicht darüber stolpert Cronegk in der sammlung von schauspielen 2, 13, d. h. auch in kleinigkeiten, von denen sich nicht viel aufhebens machen läszt.
ζ) eine besondere stellung nimmt ein über eines stolpern und so darauf stoszen, es finden, entdecken: ich stolperte über diese beute (ein felleisen mit geld), als ich von etlichen ... gejagt ward, und wan der thon des gemüntzten metals nit einen andern klang von sich geben hätte, als das eingewaid eines abgestorbenen nicht thut, so hätte ich geschworen, ich wäre über einen toden geloffen Simplic. 495 (6, 5) neudr.; wenn du beim spazierengehen über einen geldkasten von einer million ... stolperst Chamisso 5, 271; ähnlich auch bei H. L. Wagner theaterstücke 105 (Evchen Humbrecht 4, 13);

und wird
der Grieche, wenn er morgens beim erwachen
auf einmal über deine krone stolpert,
weil man sie ihm des nachts zu füszen legte,
sie noch verschmähn?
Hebbel I 3, 328;

hier stolpere ich über den hügel unseres amtschirurgus Storm 3, 135;

helf mir sankt Franz! wie oft sind über gräber
nicht meine alten füsze schon gestolpert! Shakespeare 1, 162 (Romeo 5, 3),

noch entsprechend dem engl. how oft to-night have my old feet stumbled at graves! die ausgabe der übersetzung

[Bd. 19, Sp. 223]


von 1833 (9, 271) hat leichen (der gedanke nun völlig 'wie viele todesfälle hab ich schon erlebt!')

und wo einer hier vorüber geht, ...
und er stolpert über den hügel erhaben,
der rufe aus: 'ei, hier liegt ein musikant begraben!'
S. Brunner erzähl. 1, 92 (vgl. die gleiche anschauung bei
Hans Sachs unter stolpen verb., und noch heute ganz gängig, so die schlesische mahnung stulpert nich, 's leid a schpîlmn hi begrben
Frommann 3, 415, 573)

kein augenblick des grausens wird uns erlassen, von der stunde an, da Kriemhild erwacht und der kämmerling über den toten mann vor der thür stolpert Treitschke hist. polit. aufsätze 1, 480; vgl.

du hörtest ja,
die kämmrer stolpern über ihn.die kämmrer!
sonst wichen alle könge aus
Hebbel 4, 159 (Nibel. II 5, 5).

(zugleich mit dem beisinn der häufigkeit): in dem einen hause stolperte man bei jedem schritt über ein kind Göthe 20, 245 Weim.;

sie stolpern über särg und leichen 16, 53 Weim. (das neueste von Plundersweilern).

so denn auch bildlich: um schöne landschaft war es uns zu thun, nicht um berühmte menschen, und doch stolperten wir zufällig über sie Laube ges. schr. 1, 67.
c) mit instrumentaler angabe: hat er mit dem einen fusz gestolpert, also das er schier gefallen Barth weiberspiegel f 2b;

er sprach: o du stolperlein,
wie stolperst mit den füszen
Agyrtas grillenvertreiber 94.

sprichwörtlich (vgl. die entsprechenden wendungen unter 1): es stolpert ein pferd mit vier beynen Gargantua 28 neudr., auch gutgerüstet kann man unglück haben (vgl. anders stolpert ja ein pferd auf vier eisen! maler Müller 1, 293); als scherzfrage:

wozu hat der gaul vier füsze empfahn?
damit er mit vieren stolpern kann
Rückert werke 3, 45.

ähnlichen sinn hat noch:

er (Cupido) solte nicht zu hefftig jagen
und lieber fein behutsam seyn,
dieweil man auch auf ebner bahn
mit einem wagen stolpern kan
Henrici gedichte 4, 339.


d) das verhältnis von stolpern zum begriff des fallens: der bawer stolpert, als wöll er fallen Hans Sachs 21, 40 Keller-Götze; etliche stolperten und fielen über die steine Widmann Faust 346; im (finstern) gebäude stiesz man sich, stolperte, fiel Göthe 21, 256 Weim.; (ich) stolperte wirklich und raffte mich auf und fiel wieder Bettine die Günderode 1, 154; ungeschickt und schwächlich auf den beinchen, wie er nun aber war, stolperte er und fiel in das hohe gras E. Th. A. Hoffmann 5, 59;

so ær etwo nn stolpert oder felt,
wird ær sich nicht zerstauchen angetroffen,
dan ym der her steif seine hand erhelt
Ph. Wackernagel kirchenlied 4, 806a;

wenn einer stolpert oder fällt,
keine seele rückwärts blicket
Göthe 6, 82 Weim.;

es stolperte der gaul und fiel
Chamisso 3, 209;

du muszt im fremden land die augen offen haben,
sonst stolperst du und fällst in jeden straszengraben
Rückert werke 8, 26.

(schon entsprechend der begrifflichen erweiterung unter 2:) wer stolpert und nicht fällt, kommt desto schneller vorwärts quelle von 1871 bei Wander 4, 876. — fallen als deutliche steigerung von stolpern: die eiskruste brach unter den füszen der armen kleinen thiere, und doch jagten sie meist im linksgalopp, den schweren, groszen postillon tragend, davon, ohne dasz ich eins fallen oder nur stolpern gesehen hätte Moltke ges. schr. 1, 137;

sachte, bruder, stolperst du?
was? du fällst mir gar zur erden?
Lessing 1, 109.

der kleine satan mit dem kuhschwanz (eine maske) sprang ihm (dem mönch) wie ein bock gegen die beine, so dasz der würdige herr stolperte und sich auf den boden nieder setzte Freytag 11, 17. in der verbindung stolpern und

[Bd. 19, Sp. 224]


stürzen: die den gipfel hinan und hinunter rennenden, springenden, stolpernden, stürzenden thiere Immermann werke 2, 89, vgl. Holtei erz. schr. 18, 83; er stolperte und wäre bei einem haar gestürzt Ebner-Eschenbach ges schr. 4, 206;

was tuts, ob wir mal stolpern oder stürzen?
Bürger 1, 200.

(übertragen:) (worte,) die über einander stürzen und stolpern Herder 22, 185; (bildlich:) 'sachte, sachte!' sprach die bürgermeisterin. 'wir wollen unserer freude noch nicht ganz den zügel schieszen lassen. es liegen ihr noch viele steine des anstoszes im wege, worüber sie stolpern und stürzen kann' Langbein schr. 31, 112; ohne ihn (gott) kommt man nicht weit. man stolpert und stürzt früher oder später G. Hauptmann einsame men schen 88 (3); (subst.:) er sprach vom fortgesetzten stolpern und stürzen des ministeriums Bismarck reden 2, 133. — tautologisch neben straucheln: mein fassungsvermögen und meine urtheilskraft tappen im blinden, schwanken, straucheln und stolpern Bode Montaigne 1, 281. — beginn und ende des vorgangs wird geschildert:

von alter stolpert er (der mann) vnd stösset an,
von alter liegt er in den koht alszdann
Gabr. Voigtländer oden und lieder (1642) 38.


2) begrifflich erweitert 'sich stolpernd fortbewegen; unter stetem stolpern seinen weg nehmen'.
a) der zusatz einer richtungsangabe führt auf den weg der erweiterung, hinein: s. den beleg bei Moscherosch (Reinicke Fuchs [1650] 252) unter 1 b α. — wenn man frühmorgens ausgehet, und betritt mit dem rechten fusz die thürschwelle, so hat man des tages glück. ja, hanswurst, verlasz dich gewisz drauff! stolpere aber nur nicht irgend drüber weg, dasz du hernach nicht weist, welcher fusz die schwelle betretten hat? J. G. Schmidt rockenphilosophie 2, 397; warst du es, der vor einer weile ... über mich hinweg stolperte? theater der Deutschen 12, 225. — und so stolpert ich immer meinem wahren glück vorbey der arme mann im Tockenburg 1, 169. — wer sich rühmt, nie ein glas zerschlagen zu haben, stolpert sicherlich zwei stunden später in einen wandspiegel Fontane familienbriefe 1, 49;

Aphroditens schönes kind,
unvorsichtig, leichtgesinnt,
stolperte bey finstrer nacht
unversehns in einen schacht
Götz verm. ged. 2, 66;

ein liebender tappt, wie bekant, im blinden;
und leitet auch ein freund ihn bey der hand,
vergebens wird er leiten, wird er schrein:
da kömt ein sumpf! er stolpert doch hinein
Gökingk gedichte 2, 195;

mancher stolpert seitwärts in die gräben
Kind gedichte 1, 246.

(zeitlich geformt:)

ich hatte noch das morgenlied
im mund, da stolpr ich in den morgen schon,
und eh ich noch den lauf des tags beginne,
renkt unser herrgott mir den fusz schon aus
Kleist 1, 324 (zerbr. krug 1).

deutlich im erweiterten sinn: als er aber einsmals mit wein gekrönet, in die schl Xenocratis stolpert, da höret Xenocrates ... auff z reden S. Franck chronica (1531) 104b. —hinab: ich war nicht zu halten, stolperte die treppe hinab ... und floh Holtei vierzig jahre 1, 245; ich stolperte in die kajüte hinab Laube ges. schr. 8, 377; weinend stolperte ich die vier treppen hinab O. Ludwig 2, 457; — ebenso hinunter: halb gezogen von Lischen, ... stolpere ich die treppe hinunter, über eimer und besen, über kinder und körbe Raabe I 1, 54 (chronik). —hinauf: dazu habe ich einen Jacobi, dasz er mich warne, wenn ich je die stiege hinauf stolperte J. v. Müller 16, 334; mühsam athem holend stolperte ich erschöpft und kraftlos die schrofen hinauf H. v. Barth aus den nördl. Kalkalpen (1874) 240; vgl. sie (die deutschen dichter) stolperten auf die bühne und von der bühne, machten sich breit in philosophemen, die der zehnte nicht sogleich verstand Hauff 2, 103; ein vierschrötiger schlöks ... kommt auf die bretter gestolpert (um etwas vorzutragen) Söhle musikantengeschichten 140. —hinaus: (ich) stolperte mit

[Bd. 19, Sp. 225]


ihm zum hausthor hinaus Bäuerle kom. theater 2, 50; vgl. von betrunkenen:

sie tranken manchen humpen aus,
sie stolperten aus den thüren
W. Busch kritik des herzens 51.

auch hin und her: wie ein rasender stolperte er (Melina) in dem engen raume hin und her Göthe 22, 52 Weim.; ähnlich: so auch ich — stolperte noch eine weile von einer ecke in die andre und machte mich endlich ... auf den heimweg der arme mann im Tockenburg 1, 63.
b) die durchgeführte erweiterung: alte verlebte leute ... lassen sichs auch saur werden, von einem dorf zum andern zu stolpern und jhr packelichen zu füllen Pape bettel- und garteteufel J 3; don Sylvio ging also oder stolperte vielmehr mit dem schatz, den er so unverhofft gefunden hatte, nach hause; denn er beschaute ihn im gehen so oft, dasz er alle augenblick über einen stock fiel oder an einen baum anstiesz Wieland 1, 29 (don Sylvio 1, 8); da bin ich in meiner phantasey und schwermüthigkeit herüber nach Petersdorf g'stolpert, was kümmert mich der kirchtag Meisl theatr. quodlibet 1, 136; es machten sich ihrer ein paar verwegene auf und stolperten nach der küche Viebig das schlafende heer 1, 99;

der ritter sinkt blutend zur erde,
es stolpert der riese nach haus
Heine 1, 83;

nimmer, Tuli, vergesz ich deinen anblick, wenn du am hellen morgen tastend bis zum handbecken stolpertest Laube ges. schr. 8, 75; — ich muszte mich packen, stolperte nun im dunkeln durch alle straszen der arme mann im Tockenburg 1, 108; dennoch stolperten wir, als wir zur pforte hinein kamen, noch erst durch manche gasse 2, 279; (jener kleine junge,) der mit verbundenen augen durch die welt stolpert Tieck 6, 71;

der pfarrer und der küster,
schalt sie nicht minder fort.
sie stolperten durchs dörfchen
und fanden keinen port
Hölty gedichte 9 (Töffel und Käthe);

die ersteren zeigten sich alle als zierliche tänzer, welche bald gesucht und ausgezeichnet wurden, indessen die letzteren wie ungeleckte bären über den rasen stolperten Keller 1, 138; als er mit seinen blinden augen über die strasze stolpert, wird er von einer cariole zu boden gefahren Storm 4, 112;

nicht achtend blutverlust und wunde,
sie stolpern längs dem weichen grunde
A. v. Droste-Hülshoff 2, 183;

— die leute näherten sich unterdessen immer mehr, und unter andern stolperte ein langes hageres ding in einer staatsperücke daher Mayr päckchen satiren 130; wir andern schatten stolperten hinterher, indem wir abwechselnd perücke, deutsche kragen, stock und wollene handschuhe aufsuchten, die der herr schulmeister ... ausstreute Arnim 10, 297; unser held stolperte bleich aber lustig in hohen thranstiefeln neben ihm her Freytag 4, 142. (zugleich tautologisch zu holpern reimend):

zu schwerer busze,
mit starrem fusze
kommt er geholpert,
einher gestolpert;
er schleppt das bein
Göthe 41, 143;

er rennt und stolpert, und endlich steht er ... im heiligthume seiner schmach! R. Wagner ges. schr. 1, 185; auch: kriechen und auf krücken stolpern Jung-Stilling 5, 228; — von einem flusz im gebirge: oben stolpert er nur so im steinigen grunde Ritter erdkunde 3, 58.
c) in der verbindung gestolpert kommen: wenn vater Stilling aus dem walde kam ..., so kam der kleine gestolpert Jung-Stilling 1, 60; vgl.

da kam der sohn ganz überquer
gestolpert über steine her
Göthe 38, 58 Weim.


3) übertragen
a) auf das anstoszen beim sprechen, besonders auch bei dem gebrauch einer fremden sprache; auf dem wege dahin der das zugrunde liegende bild hervorkehrende vergleich:

[Bd. 19, Sp. 226]


ihre spraach lauttete als ob sie uber stein stulperte Moscherosch gesichte 1, 262. — man stolpert in verwickelten wortflechtungen F. Schlegel im deutschen museum 2, 268; im beten stolpern Jean Paul Katzenbergers badereise 2, 73; im zählen stolpern vgl. brüder Grimm deutsche sagen 1, 73; die base verstand die ... schwere kunst (des lesens) sehr gut und stolperte nur über allzu lange und allzu ausländische worte Raabe hungerpastor 1, 34. — (mit dem beisinn von 4 d): denn alle augenblicke läszt er seinen leser über ein französisches wort stolpern, der sich kaum besinnen kann, ob er einen itzigen schriftsteller, oder einen aus dem galanten zeitalter Christian Weisens lieset Lessing 8, 31; ich bitte die herren waydmänner um vergebung, dasz ich über ihre redensarten so oft stolpere Stahl gewehrgerechter jäger 204; — so sage es mir noch einmal vor; so wirst du hernach desto weniger stolpern Gottsched deutsche schaubühne 4, 451; immer hab ich sie (die freien stanzen) mit zittern gelesen, damit ich nicht stolpern möge, ich habe gar keinen takt finden können, es schwebte immer eine so verwirrte melodie vor meinem geiste, dasz meine phantasie den schwindel darüber bekam Heinse 9, 172.
α) verdeutlicht (vgl. oben 1 c) durch instrumentale angabe: damit gieng er im kloster im kreutzgang und garten herumb, und bettet mehr als sechtzehen einsidler de profundis ausz der gruben: biszweiln flucht er darzu, wann er mit der zungen stolpert: dann es colerirt sich mächtig wol, wann man zu pferd singt Gargantua 256 (24) neudr.
β) danach mit gewandeltem subject die zunge stolpert stöszt an, stottert: (dasz) meine zung gestolpert und wider meinen willen die warheit meiner gedancken verrahten hette theatrum amoris 83, zugleich in dem neuen sinne 'sich versprechen und so ein geheimnisz ausplaudern'.
γ) auch farblos unpersönlich: mit der sprache kam ich sehr gut fort; fürs gewöhnliche leben handhabte ich sie mit völliger bequemlichkeit; wenn ich die tendenz der naturphilosophie und dgl. erklären sollte, stolperte es freilich sehr K. O. Müller briefe an die eltern 131.
b) bei mangelnder poetischer technik: da weder ihre (der neumodischen gedichte) verfasser ein gehör haben, die länge und kürze deutscher sylben recht zu beurtheilen, noch ihre verse anders, als auf podagrischen füszen einher stolpern Gottsched neuestes aus der anmuthigen gelehrsamkeit 2, 58; diese verse taumeln und stolpern nicht, wie die betrunkenen, sondern gehen mit einem wohlgemessenen männlichen schritte einher 7, 737; vgl.

(jene brut,) die denken, finster seyn, und schreiben, stolpern nennt 5, 705.

verse stolpern bald geschwinde über sechs dactylen weg, bald schleppt ein trochäischer vers dazwischen Nicolai literaturbriefe 10, 370.
c) in der musicalischen technik: zum wenigsten dürften sie über die läuffe auf dem worte 'vereinen' schrecklich stolpern Mattheson kl. generalbaszschule 20; auch die erfahrensten meister (der musik) werden dann und wann über einige sylben (im texte) stolpern Scheibe der critische musicus 342; — dasz man nicht über die noten weg stolpere Quantz anweisung die flöte zu spielen 99.
4) bildlich, so über den stein des anstoszes (th. 1 sp. 486): (das glück) ein stein des anstoszens, über welchen ... viel hertzhafte kriegesobersten gestolpert Lohenstein Arminius 2, 287b; die geheimnisse der lebenspfade darf und kann man nicht offenbaren; es giebt steine des anstoszes, über die ein jeder wanderer stolpern musz Göthe 42, 2, 184 Weim., wodurch gewisz auch unser gebrauch stärker belebt ist (vgl. im übrigen auch unten straucheln, verb.); anders: jetzt stolpern wir über das nichtsnutzige geröll der allgemeinen bildung Lagarde deutsche schriften 473.
a) ökonomisch: mit einer unternehmung stolpern, pech haben, keine erfolge finde; mein herr verdient, dasz er mit seiner ewigen vorsicht gestolpert ist Chr. F. Weisse lustsp. 2, 236 (der projektmacher 2, 1).
b) in der sittlich-moralischen welt: endlich stulpern sie und fallen und kommen in das hellische fewer Mathesius

[Bd. 19, Sp. 227]


Syrach 2, 57a; Salomo stolpert erst aufs alter bei seinen grawen haaren V. Herberger trawrlinden (1614) 3, 28; freylich, wo ich stolperte — bey meinen mannigfachen vergehungen — o da schauerts mir der arme mann im Tockenburg 1, 2; (im gedankenspiel mit 1) (herr:) ihr saht doch, dasz er (Sarastro) sich manchmal bückte. (Papageno:) ja, besonders wenn er stolperte. (herr:) so ein heiliger mann stolpert nicht Göthe 12, 212 Weim. auch: wie der Achan gar zu lange finger gehabt, und über sibende gebott gestolpert, hat er dannoch ein freud gehabt, dasz er ohne mühe ist reich worden Abraham a S. Clara Judas 1, 86; denn närrisch seyn macht häszlicher, als jede miszgestalt: wenn eine solche in irgend ein ärgernisz stolpert, so macht sie es dergestalt kund, dasz sie allen mäulern davon zu reden giebt Heinse 3, 546. (elsäss.) von einem gefallenen mädchen s ist gestolpert Martin-Lienhart 2, 593b, s. auch den beleg bei Meisl unter 1 a.
c) im bereich geistiger thätigkeit: mich wundert, wie er (Franciscus) so nerrisch und grob hie gestolpert hat, der sich hie hat ein armuth geben ... und hat das evangelium ... in zeitlich armut gezogen wider Christum Luther 10, 3, 404 Weim.; der von Stolpen stolpert auch vber gottes wort Mathesius werke 3, 47; auf die gesetze der staatsklugheit, welche mehrst als ... auf gleichen bodeme stulpert, (bauen) Lohenstein Arminius 2, 756a; es sind orte (in der bibel) wo selbst Paulus anstöszt, und wo Petrus stolpert Lessing 4, 74; bestimmen Sie doch nichts, was Horaz hat wollen unbestimmt lassen! Sie stolpern überall, wo Sie auch nur den kleinsten tritt vor sich thun wollen 3, 436; man weisz, wie gewaltig die stolpern, die blos aus registern und titeln gelehrt sind Herder 2, 262; um bei meinem ersten öffentlichen eintritt in die ackademische welt nicht zu stolpern Göthe IV 1, 83 Weim.; freilich hat er (Archenholz in Italien) die sachen gesehen; aber um eine groszthuige verachtende manier gelten zu machen, besitzt er viel zu wenig kenntnisse und stolpert lobend und tadelnd I 30, 229 Weim. (vgl. IV 8, 76 Weim.); Bernoulli widersprach gar diesem (rechenexempel) ganz und rechnete uns vor, Sanktorius stolpere Jean Paul 1, 53; auch wenn er, als erkennender, stolpert, schlägt er feuer heraus Nietzsche I 1, 579; — F. warf dem rüstigen kämpfer die alte regel von dem nicht zu verfehlenden vergleichungspuncte in den weg, und erinnerte ihn, dasz jedes gleichnisz seiner natur nach hinke; aber J., statt über diesen einwurf zu stolpern, schritt mit kühnem muthe darüber hin J. J. Engel schriften 2, 341; konnte der examinandus nicht die bücher der bibel richtig und mann für mann vorzählen, ohne über die gemalten blumen und tassen auf dem kaffeebrette seines frühstückenden examinators zu stolpern? Jean Paul 1, 367; junge männer, die über den ersten versuch zur spekulation auf eine so bedenkliche weise stolperten Steffens was ich erlebte 4, 80; ich fürchte, ich möchte über das siebente wunder der welt stolpern und in das achte hineinstürzen Brentano 5, 95; auch: dennoch fleh ich grosz und klein an, in der ganzen sache nicht zu stolpern, sondern mehr die unpartheilichkeit dabei zu zeigen, als den verstand und die einsicht Jean Paul 15, 30. (entsprechend 2 a): wenn er mit einem gestempelten kunstworte drein stolpert Göthe 16, 114.
d) mehr in der bedeutung 'anstosz nehmen' (aus dem vorigen entwickelt): und diese geschmacklosigkeit der dekoration! ich kann gar nicht darüber hin, meine augen stolpern über diese neugrünen bäume, die wie schwämme aussehen Ed. Devrient an seine frau (1847) 147; vgl. auch Lessing 8, 31 (oben unter 3 a).
e) (elsäss.) eine fehlgeburt thun Martin-Lienhart 2, 593b.
f) (elsäss.) er ist gestolwert er ist gestorben (eine anschauliche einkleidung des endes von der 'erdenwanderung') Martin-Lienhart a. o.
5) mit einem accusat. der beziehung (eigentlich): da wir also beynahe eine ganze stunde lang an steinhaufen und zerbrochenen nachtscherben unsere füsze blutig gestolpert hatten Heinse 2, 147. (bildlich): hingegen redet jemand mit dir im wonneton der seher, plundert und stolpert dithyramben daher mit convulsivischem bemühen, das unaussprechliche auszusprechen, so glaube ihm kein wort G. Chr. Lichtenberg aphorismen 3, 266;

[Bd. 19, Sp. 228]


mit allem fleisze und zwange ahmet er (Anton) sonst nur eine anzahl sylbenregionen mit — und — an die tafel gemahlt, nach; stolpert verse in sie hinein Herder 5, 403.
6) in verbindungen: einem den fusz verschrencken, stolpern machen, und fällen Dannhawer catechismusmilch 1, 25; als er an den folgen eines sturzes vom pferde starb, dankte man dem maulwurf, der das pferd stolpern gemacht hatte Herder 23, 164;

stolpern macht ihn der schlappende schuh
Geibel 5, 175.

stolpern lassen: so wie es hinwieder nicht selten der plan deiner weisheit erfordert, den frechen, auf seine kräfte trotzenden mann stolpern zu lassen, eh er sichs versieht der arme mann im Tockenburg 2, 79; — eine entwicklung aus dem gebrauch unter 3: aber in unserer eigenen angebornen, allernützlichsten hauptsprache gingen wir stolperen, und lieszen einem jeden zu, nach allen einfällen und träumen, mit den wörtern umzugehen, und dieselben hinzuschreiben Schottel 190.
7) adject. verwendung des part. praes. ein stolpernder bauer Pückler briefwechsel 2, 233 — ein stolperndes pferd equus caespitator Frisch 2, 339c; stolpernd rosz Dentzler 277a; mit dem erschöpften, bei jedem schritte stolpernden thiere die steile anhöhe hinauf (klettern) Ebner-Eschenbach 4, 68;

nachlässig sitzet der landmann
quer auf dem stolpernden rosz
Eschenburg beispielsammlung 3, 300;

da, ganz nahe dem Rennwege ... hörte er (Ingram) klirrende waffen und stolpernde hufe und erkannte den vor trab der Sorben Freytag 8, 381;

als auf dem müden gaul, ein Jenischer student
im stolpernden galop durch bunte wiesen rennt
Zachariä 1, 4;

(entsprechend 3): kein erbärmlicheres glied unter den menschlichen gliedern als eine vorlaufende, stolpernde, stotternde, grobe, oder unzeitig spitze und feingeschliffene, dumme zunge Herder 30, 224; — gewisse grillenfänger wollen wohl gar eine schönheit in solchen stolpernden versen finden Gottsched crit. dichtkunst 40 (vgl. neuestes aus der anmuthigen gelehrsamkeit 1, 812 und 8, 868); ich will sie (die schriften) ... lieber lesen, als alle gutgemeinte hexametrische stolpernde biblische gedichte briefe, die neueste litteratur betreffend 20, 95; halb in poetischer prosa, und halb in stolpernden hexametern J. G. Jacobi werke 1, 118;

(der dichter) bleibt ungerühret wie Ismene, die
ein hirngespinst des dichterlinges ist,
wiewohl in dem stolpernden hexameter
sein ach! und hinkendem pentam'ter tönt
Stolberg 3, 10;

(jamben,) die gewisz unsern heutigen schwerfälligen denkern, und stolpernden sylbenhenkern sehr wässerigt und flieszend ... vorkommen würden Gottsched neuestes aus der anmuthigen gelehrsamkeit 5, 778.
des part. praet.: eine gestolperte carriere, mit ungenügender vorbereitung eingeschlagen und vorzeitig beendet vgl. Nestroy 2, 107.
adverb.: stolpernd laufen vgl. Erlach volkslieder der Deutschen 2, 131; sie kamen endlich tappend und stolpernd in das klingende gewölbe Tieck 9, 122; David ging stolpernd wie ein blinder Auerbach schr. 15, 79;

ein bruder gleitet,
nach der entfallnen kappe hascht,
und stolpernd auf dem alpstock reitet
A. v. Droste-Hülshoff 2, 70;

er war so hölzern, so täppisch, so links,
die blümlein und mägdlein, die kicherten rings,
wenn er stolpernd vorbeigegangen
Heine 1, 65.


8) substant.:
a) eigentlich: beym stolpern eines pferdes Bode Montaigne 1, 131; als der schäfer nach seinem hut faszte, war ihm die blume abgefallen beim stolpern brüder Grimm deutsche sagen 1, 201; mit stolpern und ausgleiten endete der reigentanz der lustigen mönche Freytag 9, 46; die möglichkeit des stolperns Roon denkwürdigkeiten 2, 430;

[Bd. 19, Sp. 229]


dem stolpern folgt leicht das fallen Altmann 6, 469. deshalb

stolpern und stolz
wachsen auf einem holz
Wander 4, 876 (vgl. dazu unten stoltern verb.)

das stolpern kömmt uns nur vom eilen
Drollinger gedichte 99.

besonders noch in das stolpern kommen: es ist dem vom schlaf oder vom wein trunkenen eben so schwer, sich aus der trägen ruhe aufzureiszen, als sich zurück zu halten, wenn er einmal in das laufen, stolpern oder fallen gekommen ist F. Th. von Schubert verm. schr. 2, 9; mein maulthier kam an den bedenklichsten stellen mehrere mal ins stolpern Gaudy 5, 29; auch wer zum stolpern kommt, läuft gefahr zu fallen Wander 4, 876.

wenn ich nur keinem in den weg was lege,
so wird auch keiner mich zum stolpern bringen
Tieck 3, 256;

(die möglichkeit,) seinen eigenen kopf dem verfolger zwischen die füsze zu werfen, um ihn zum stolpern zu bringen Raabe Horacker 105 (im bilde bei Bismarck reden 16, 235); — gleich wie ein kind ohn stolpern nicht kan gehen, fühlt selbst, weinend, dasz ihm entgehn sein füszlein blosz Treuer Dädalus 1, 745; auch: retirade, die nicht ohne etwas stolpern ablief Moltke schr. 8, 137.
b) entsprechend oben 3 das silbenstolpern als bezeichnung einer krankhaften sprachstörung (s. th. 10, 1 sp. 973); vgl. auch allgemeiner: wenn die guten leute nur erst wollten reden lernen! dieses stoszen und holpern und stolpern und drücken und quetschen der consonanten, das sie wie ein pfahlwerk vor der luftröhre stehen haben, hindert jede gute intention und ihr eigenes gefühl Zelter an Göthe 2, 164. — in der musik: man hat in ihrem spielen das runde, deutliche und natürliche vermisst; hingegen, an statt dessen lauter gehacke, poltern und stolpern angetroffen Ph. E. Bach art das clavier zu spielen 1, 1.
c) bildlich 'fehltritt, irrthum, unbeholfenheit, ungeschicklichkeit': ein christen ... versihets doch, das er zuweilen stolpert und strauchelt, da las er jm solch stolpern sein gut gewissen nicht verderben Luther 28, 297 Weim.; es ist ein kleiner yrthum — ahn dem stolpern leytt nicht vil darann Clemen reformationsflugschr. 1, 72; disz kan ein lehr seyn allen denen, die nicht wol in der vollkommenheit gegründt, dasz sie sich nicht leicht der gefahr sollen vertrauen, wann sie dem stolpern und fallen wollen entweichen Abraham a S. Clara mercks Wien 33; ich sollts einmal merken, dasz ich an fremden orten in jeder rücksicht ein esel, und nur daheim, im nest, ein wenig gescheuter bin, obschon's auch da bisweilen stolperns genug absetzt der arme mann im Tockenburg 2, 84; durch stolpern kommt man bisweilen weiter, man musz nur nicht fallen und liegen bleiben Göthe gespräche 8, 112 (vgl. das sprichwort stolpern fördert Wander 4, 875); dasz auch die fehltritte jener unglücklichen jünglinge nur das stolpern derer sind, die aus der wolkenhöhe endlich wieder auf festem grund und boden sich niederlassen Immermann 5, 200.

gesetzt, mein lied scheint liederlich,
dein gütger mund macht eine pause, ...
und sucht der eignen güte wegen
mein stolpern bestens auszulegen.
du schätzt die redlichkeit auch viel bey wenig kunst.
mein reim fällt, wenn er fällt, doch nicht aus deiner gunst
Stoppe Parnasz 297;

mit beziehung auf politische lappalien: politische unreife hat viel antheil an diesem stolpern über zwirnsfäden Bismarck gedanken 1, 244.
 
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stolpertrine, f., 'stolpernde Katharine', als weibliche schelte (aber mehr scherzender art) in Südhannover und sonst so stolpertrîn überhaupt von ungeschicklichen menschen (beiderlei geschlechts?) Frischbier 2, 375a und vgl. oben die männlichen Stolperjochen und Stolpermatz.
 
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stolperung, f., vorgang, unfall des stolperns: stolperung inciampamento Kramer dict. 2 (1702), 983a besonders bildlich (entsprechend stolpern, verb. 4): (er) macht vers von drey und vier stunden: desgleichen per fossarum ripas. excellente stolperungen Dornav amphitheatrum 1, 591; indem nichts einen beklagenswertheren eindruck gewährt, als ein lehrer, der gewissermaszen immer die ränder und

[Bd. 19, Sp. 230]


grenzen des gebietes seines wissens umreitet, und bei der geringsten stolperung über diese grenzen hinaus in das reich der unwissenheit geschleudert wird H. Leo herr dr. Diesterweg und die deutschen universitäten (1836) 117;

mit solchem anstand auf dem hohen tragischen
kothurn einherzutreten fest
und sicher, ohne sonderliche stolperung
Rückert werke 7, 60.


 
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stolperwitzig, adj., im verfolg von aberwitzig (th. 1 sp. 35), fürwitzig (th. 4, 1, 1 sp. 944), sowie unten vorwitzig gebildet (allein im umkreis des bildlichen gebrauchs von stolpern, verb. 4): daher mir die ubermütig und stolperwitzig exception und vorbehalt desz widersachers umb so vil abentewrischer und närrischer fürkompt Conr. Vetter der Lutherischen schreckengast 2b.
 
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stolpisch, stölpisch, adj., unter Jacob Schöppers synonyma für 'obtusus ingenio': unverstendig, grob, härtsinnig, dumhirnig, stölpisch (a 8c) zu der wortgruppe von stolpen, verb., vielleicht nur als angleichung an das gewöhnliche tölpisch (th. 11 sp. 671), das bemerkenswerth genug bei Schöpper fehlt. Luther kennt unser wort nicht, wie sein wortspiel mehr tolpisch als stolpisch in der antwort auf die zettel, so unter des officials zu Stolpen siegel ausgegangen (1520), beweist (6, 139 Weim.).
 
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stolprian, m. , humanistische(?) bildung mit lateinischer endung zu stolpern, verb.: stolprianus (Hans Sachs bei Kluge6 342b) wie grobianus (grobian), schlentrianus (schlendrian th. 9 sp. 631). doch schon die ma. heldensage bietet namenbildungen wie Aldrian, Nordian, Asprian (gern in charakteristischer verwendung für ungeschlachte figuren) — in der bedeutung von oben stolperer, m.
1) ein tölpischer mensch, der über alles stolpert: stolprian inciampatore, met. malcreato, rustico Kramer dict. 2 (1702), 983a; (ganz eigentlich noch von einem alten mann, der nicht mehr fest auf den beinen steht, über alles stolpert): ein alter stolprian, wann er ein junges mägdlein heurathet, musz oftermahlen durch die brüllen sehen und darff nicht einmahl sagen, gnädige fraw, was macht ihr? Creidius nuptialia 1, 234 und dann überhaupt mit dem beisinn des tölpischen noch heute schriftsprachlich und in den mundarten vgl. Schmeller2 2, 754; Albrecht Leipz. ma. 218a; zugleich wird durch anlehnung an die kurzform Jahn, Jan für Johann (th. 4, 2 sp. 2262) ihm ein mehr volksthümliches kleid angezogen: westf. stolperjn Woeste 256b; stolperjan in Südhannover und Thüringen Hertel thür. sprachsch. 236, stolperjahn Kleemann nordthür. idiot. 22c; Jecht Mansf. ma. 108b, vgl. entsprechend oben Stolperjochen, -fritz, -matz und Stolpertrine, f.
2) wie stolperer, m. 2. ( Campe) bildlich: wie nun, wenn ihre etwans vermuthung ein stolprian wäre, wäre da nun ihre gantze quackelei einen schusz pulver werdt? der umgestimte nachklang (1748) 31. — komisch vertauscht mit saffran im gedächtnis eines stolpernden bauern als name eines krautes:

jetzt fellt mir die wurtz wider ein:
es wird gewisz ein stolprian sein,
darmit mein weib den hirs wird gilben
Hans Sachs 21, 40 Keller-Götze.

kewet ihn (den reim) derowegen die gantze nacht, wie jener bäwrin son seinen stolprion, bis das es tag wurde Schiltbürger (1598) 91.
 
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stolrecht, n., wie oben stolgebührenrecht: das stolrecht, insoweit es nicht die geistlichen ceremonien, sondern nur die tax hiervon betrift, ist weltlich geistl. ratsordnung von 1779 § 13, 19; grundzüge des bayrischen stolrechtes von Karl (1894)
 
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stoltaxe, f., taxe für stolgebühren Haller restauration der staatswissenschaft 1 (1816), 193; dazu die abänderung der bestehenden kirchlichen stoltaxordnungen österr. gesetz vom 7. mai 1874 § 24.
 
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stoltern, verb. niederdeutsche spielform zu stolpern verb. wohl in anlehnung an ndd. stolt 'stolz' (volkstümlicher hinweis auf die folgen der 'hochnäsigkeit'; vgl. ndd. stoltern arrogare, voc. Halberst. bei Schiller-Lübben 4, 412b), dazu stolterjn wie oben stolperjn (stolprian) Woeste 256b und der familienname Stolterfoth an stelle von oben stolperfusz.

[Bd. 19, Sp. 231]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stolung, f., das umlegen der stole (s. oben sp. 194) als feierliche handlung, so im kloster nach der probezeit des novizen: lypding durch zwey eelich gemechid vff zwo ir dochtern in eim closter yeder besunder verschriben vff stolung Riederer spiegel der waren rhetoric (1493) u 5b.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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