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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stollkachel bis stolp (Bd. 19, Sp. 215 bis 216)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stollkachel, f., in der küche wie stollhafen entsprechend kachel 1 (th. 5 sp. 11) Campe.
 
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stöl(l)lein, n. deminut. zu stollen, m. (stolle, f.) kleiner stollen, wie oben stöllchen: darmit sie (die kerzen) aber auffrecht stehn mögen, so mann sie anbrennt, soltu einem jeden unden drei stöllin zu füszen machen Ryff confectbuch (1548) 299b. besser macht die composition deutlich mhd. stöllelîn:

zwei stöllelîn
si truogen von helfenbein Parzival 233, 2,

(vgl. dazu stollen, m. 1 b) so auch noch stöllelein piediccino, puntellino, balaustrino Kramer dict. 2 (1702), 982c.
 
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stollnagel, m., nagel mit kurzer dicker spitze (s. DWB stollen, m., 2 c β und γ), z. b. benützt zum zierbeschlag eines pferdesattels Jacobsson 4, 303b, als stollennagel Krünitz 174, 476.
 
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stöllner, m. ,
1) eigentümer oder unternehmer eines bergwerksbetriebes (Jacobsson 4, 304a); ohne umlaut: und wo ein erbstolle in frömde masz getrieben wirdt, darinne ertzt befunden, so mögen die stolner fünff viertel einer lachter von der wasserseyge, vber sich bis an die firste, und ein halbe lachter in die weite das ertzt hawen, und zu sich nemen Lori baier. bergrecht 177 (v. j. 1515); würde aber ein stolle in ein zeche oder masz getrieben, und treffe ertzt, hette doch der tieffe nicht, die ein erbstolle haben soll; dasselbig erzt sll der zech, und nicht den stollnern zustehen 178 (ebenda); umgelautet: so fern die stölner die erbteuff ... einbringen Mathesius Sarepta 64a; bringet anfänglich ein stöllner seine erbteuffe ein, kan aber, wegen des vorliegenden gebürges fallen, dieselbe nicht erhalten, so ist so lange und wo ihm die erbteuffe entgehet, der stöllner in selbigem felde der erbgerechtigkeit nur zu helffte fähig Hertwig bergbuch 377a; vgl. zeitschr. f. deutsche wortf. 13, 114.

[Bd. 19, Sp. 216]



2) nach Jacobsson (4, 305b; 7, 459b) auch ein bergarbeiter, welcher den stollen weitertreibt und sauber hält; stöllner überhaupt allgemein 'ein bergmann', wie oben stollenarbeiter Krünitz 174, 480.
 
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stollort, m. n. , (bergmännisch)
1) das ende des stollens (s. DWB ort II 3 γ th. 7 sp. 1354) im gegensatz zum stollenmundloch (s. oben). Frisch erläutert stollort, 'der ort, wo man nach ertz zu graben anfängt und fortfähret, der ort da man weiter gräbt', den stollort forttreibt locus, ubi quis incipit inventam venam fodiendo sequi 2, 339a: und wan der durschlag gemacht wirdt; so soll er in demselbigen lehen, so weith und fer dasz in der zech, kain erzt mehr hauen, ausgenomen, was er mit den stolorth hoch und weith erraicht Lori baier. bergrecht 249 (v. j. 1548); damit sie aber jnnen würden, wo die Türcken mit jhrem stolort weren, sollen sie eine drommel auff die erden gesetzt Mathesius Sarepta 16b; in bergrechtlicher erweiterung: wo zween stolln mit durchschlegen zusamen kommen in gleicher tieff; so erhelt der elter dasz stollorth, da sie zusammen kommen, und stolnrecht für sich, und zurukh nicht Lori baier. bergrecht 249 (v. j. 1548); darnach soll denn das stolorth, so nach dem Rammelszberg getrieben wirdt, ausgelenget werden Hake bergchronik 120. von stuffen auf stollörter, so man wil liegen lassen, zu schlahen 4 gr. Henneb. bergwerksordnung von 1566 bei Diefenbach-Wülcker 866; wenn wir nun ein wenig weiter zurückfahren uff diesem stollort, ... finden wir traun auch herrliche und reiche bergwerck P. Albinus meisznische bergchron. (1590) 81. vgl. dazu der stollort auch ein querschlag. welcher durch die wand einer grube nach dem stollen gemacht wird, um beide zu verbinden Adelung.
2) in verblaszter ableitung aus dem vorigen stollort (in der kunst des markscheiders) nur der richtungspunkt für die weiterführung eines stollens Jacobsson 4, 305a; Krünitz 174, 480.
 
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stollpfahl, m., beim weiszgerber der kurze stiel des stolleisens (s. oben) Jacobsson 4, 305a. —
 
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stollpfuhl, m., rundes, breites, mit stumpfer schneide versehenes eisenblech (auf einer kleinen säule befestigt), auf welchem der weiszgerber das getrocknete leder hin- und herzieht, um es nachher am schlichtrahmen zu schlichten Jacobsson 4, 305a: vgl. zur wortbildung noch pfühl 2 (th. 7 sp. 1807).
 
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stolltiegel, m., entsprechend oben stollhafen ein tiegel mit drei stollen als füszen Campe.
 
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stollwerk(stollenwerk),n., herrichtung von unterstützendem stollen (s. DWB stollen, m. 1): lieget nun der schatz im freyen felde, so ist der sache bald geholffen durch creutzweise untergrabung, dasz man unter den schatz komme, da man aber mit dem stollwerck, um den schatz zeitlich zu unterstützen, nicht saumseelig seyn müssen, sonsten kan der gräber unter dem schatz untergedruckt werden Fleming teutscher soldat 363b und s. darin die entwicklung zu stollen, m. 3 (im bergwerksbetrieb) — der eigenname Stollwerck dagegen geht wohl zurück auf ein mhd. stollwürke 'stollenarbeiter, arbeiter im bergwerk' (oder zu stollen, m. 1 'schreiner, tischler'? vgl. die ähnliche hervorkehrung des teilbegriffs in stellmacher, zunächst nur 'der das gestell eines wagens macht', dann überhaupt der 'wagner').
 
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stolordnung, f., ordnung der stolgebühren (s. oben) Nicolai reise durch Deutschland 5, 130; die neue stolordnung für das herzogtum Salzburg vgl. archiv für kathol. kirchenrecht 85, 602.
 
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stolp, m., pfosten (Fulda) Campe vgl. das unter stolpen, verb., bemerkte und dazu das nordfries. sprichwort thi stunnen staalp as lacht tu halpen Firmenich 3, 6, 73 (dem stehenden hauspfeiler ist leicht zu helfen: wenn er gefallen, ist es zu spät).

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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