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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stollhafen bis stollpfuhl (Bd. 19, Sp. 215 bis 216)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stollhafen, m., hafen, topf mit kurzen füszen (neben stollenhafen Kramer dict. 2 [1702], 982c) s. oben stollen 2 b α Jacobsson 4, 303a; Adelung; Krünitz encycl. 174, 480. stollehafen vasa fictilia tribus pedibus Frisch 2, 339b; in einem kessel, hafen, stollhafen kochen (in un tegame) Kramer dict. 1, 812b; fleisch in einem stollhafen schmoren sottestare carni in tegame 2, 613b; im stollhafen sieden cocere in tegame 2, 806c.
 
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stollhieb, m.: Jacobsson 4, 303a s. oben stollenhieb.
 
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stollig, stollicht, adj. mit stollen (hier entsprechend 2 c α) versehen: last sie (die kirschen) in einem stollichten hafen ... schweiszen, bis sie so weich werden, dasz die kern heraus fallen Hohberg 3, 198a, begrifflich ganz oben stollhafen; auch: lasset es (das zusammengerührte) in einer siedenden fleischbrühe, in einem stollichten häfelein zusammen gehen, dasz es wie ein ballen wird 3, 3b (kochbuch). 2 sechsstollet fuszeysen 12 kr. steirisches invent. protok. von 1738 bei Unger-Khull 580b.
 
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stölling, m., putorius foetidus Brehm 1, 602 Pechuel-Loesche, sonst gewöhnlich iltis (th. 4, 2 sp. 2061) oder ratz (th. 8 sp. 209 unter 2 b).
 
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stollkachel, f., in der küche wie stollhafen entsprechend kachel 1 (th. 5 sp. 11) Campe.
 
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stöl(l)lein, n. deminut. zu stollen, m. (stolle, f.) kleiner stollen, wie oben stöllchen: darmit sie (die kerzen) aber auffrecht stehn mögen, so mann sie anbrennt, soltu einem jeden unden drei stöllin zu füszen machen Ryff confectbuch (1548) 299b. besser macht die composition deutlich mhd. stöllelîn:

zwei stöllelîn
si truogen von helfenbein Parzival 233, 2,

(vgl. dazu stollen, m. 1 b) so auch noch stöllelein piediccino, puntellino, balaustrino Kramer dict. 2 (1702), 982c.
 
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stollnagel, m., nagel mit kurzer dicker spitze (s. DWB stollen, m., 2 c β und γ), z. b. benützt zum zierbeschlag eines pferdesattels Jacobsson 4, 303b, als stollennagel Krünitz 174, 476.
 
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stöllner, m. ,
1) eigentümer oder unternehmer eines bergwerksbetriebes (Jacobsson 4, 304a); ohne umlaut: und wo ein erbstolle in frömde masz getrieben wirdt, darinne ertzt befunden, so mögen die stolner fünff viertel einer lachter von der wasserseyge, vber sich bis an die firste, und ein halbe lachter in die weite das ertzt hawen, und zu sich nemen Lori baier. bergrecht 177 (v. j. 1515); würde aber ein stolle in ein zeche oder masz getrieben, und treffe ertzt, hette doch der tieffe nicht, die ein erbstolle haben soll; dasselbig erzt sll der zech, und nicht den stollnern zustehen 178 (ebenda); umgelautet: so fern die stölner die erbteuff ... einbringen Mathesius Sarepta 64a; bringet anfänglich ein stöllner seine erbteuffe ein, kan aber, wegen des vorliegenden gebürges fallen, dieselbe nicht erhalten, so ist so lange und wo ihm die erbteuffe entgehet, der stöllner in selbigem felde der erbgerechtigkeit nur zu helffte fähig Hertwig bergbuch 377a; vgl. zeitschr. f. deutsche wortf. 13, 114.

[Bd. 19, Sp. 216]



2) nach Jacobsson (4, 305b; 7, 459b) auch ein bergarbeiter, welcher den stollen weitertreibt und sauber hält; stöllner überhaupt allgemein 'ein bergmann', wie oben stollenarbeiter Krünitz 174, 480.
 
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stollort, m. n. , (bergmännisch)
1) das ende des stollens (s. DWB ort II 3 γ th. 7 sp. 1354) im gegensatz zum stollenmundloch (s. oben). Frisch erläutert stollort, 'der ort, wo man nach ertz zu graben anfängt und fortfähret, der ort da man weiter gräbt', den stollort forttreibt locus, ubi quis incipit inventam venam fodiendo sequi 2, 339a: und wan der durschlag gemacht wirdt; so soll er in demselbigen lehen, so weith und fer dasz in der zech, kain erzt mehr hauen, ausgenomen, was er mit den stolorth hoch und weith erraicht Lori baier. bergrecht 249 (v. j. 1548); damit sie aber jnnen würden, wo die Türcken mit jhrem stolort weren, sollen sie eine drommel auff die erden gesetzt Mathesius Sarepta 16b; in bergrechtlicher erweiterung: wo zween stolln mit durchschlegen zusamen kommen in gleicher tieff; so erhelt der elter dasz stollorth, da sie zusammen kommen, und stolnrecht für sich, und zurukh nicht Lori baier. bergrecht 249 (v. j. 1548); darnach soll denn das stolorth, so nach dem Rammelszberg getrieben wirdt, ausgelenget werden Hake bergchronik 120. von stuffen auf stollörter, so man wil liegen lassen, zu schlahen 4 gr. Henneb. bergwerksordnung von 1566 bei Diefenbach-Wülcker 866; wenn wir nun ein wenig weiter zurückfahren uff diesem stollort, ... finden wir traun auch herrliche und reiche bergwerck P. Albinus meisznische bergchron. (1590) 81. vgl. dazu der stollort auch ein querschlag. welcher durch die wand einer grube nach dem stollen gemacht wird, um beide zu verbinden Adelung.
2) in verblaszter ableitung aus dem vorigen stollort (in der kunst des markscheiders) nur der richtungspunkt für die weiterführung eines stollens Jacobsson 4, 305a; Krünitz 174, 480.
 
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stollpfahl, m., beim weiszgerber der kurze stiel des stolleisens (s. oben) Jacobsson 4, 305a. —
 
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stollpfuhl, m., rundes, breites, mit stumpfer schneide versehenes eisenblech (auf einer kleinen säule befestigt), auf welchem der weiszgerber das getrocknete leder hin- und herzieht, um es nachher am schlichtrahmen zu schlichten Jacobsson 4, 305a: vgl. zur wortbildung noch pfühl 2 (th. 7 sp. 1807).

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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