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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
stollenrecht bis stollenstreckung (Bd. 19, Sp. 213 bis 214)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) stollenrecht, n. , auch in der gekürzten form stollrecht
1) wie oben stollengerechtigkeit: wo zween stolln mit durchschlegen zusamen kommen in gleicher tieff; so erhelt der elter das stollorth, da sie zusammen kommen, und stolnrecht für sich, und zurukh nicht Lori baierisches bergrecht 249 (v. j. 1548) im gegensatz zum bergrecht (th. 1 sp. 1516), der gerechtsame der grundherren: auch haben wir die herren umb das bergkwerck zum Czogmantel also entschaiden: wer den stollen einpringet an dem alten berge, der sol sein stollenrecht behalten, und die herren alle vier sol ein yeczlicher sein bergkrecht daran haben lehnsurkunden und besitzurkunden Schlesiens 2, 491 und verschieden vom schatzrecht: item, wer ain neufund empfahen well, der soll dem richter ansagen, ob er stollrecht oder schatzrecht empfahen well Lori baierisches bergrecht 105 (v. j. 1477).
2) allgemeiner 'das geltende bergwerksrecht': nach perckwerchhs- und stollensrecht 198 (v. j. 1531); denn man findet noch stllen, die nach vblichem stollrecht so weit genommen sein, dasz man mit eim lauffkarrn geraum drinnen fortkommen, und sich berüren hat können Mathesius w. 4, 196 (Sarepta 34b).
 
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stollenring, m., (in der vorgeschichtsforschung) offener armring von hufeisenform, dessen beide enden in gerundete stollen (s. DWB stollen, m., 2 c besonders unter β) auslaufen.
 
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stollenrösche, f., graben (s. DWB rösche th. 8 sp. 1163 unter 3) vor dem stollenmundloch Jacobsson 4, 304b.
 
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stollenschacht, m., zum stollen für den eintritt von licht und luft hinuntergeführt Hertwig bergbuch 381a; Minerophilus 642; Jacobsson 4, 304b. —
 
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stollenschlund, m., mehr dichterisch für oben stollenmündung, stollenmundloch: die finsteren stollenschlünde (des steinkohlenbergwerks) zogen uns ... um so weniger an, als der gehalt derselben reichlich um uns her ausgeschüttet lag Göthe 27, 322 Weim.
 
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stollenschrank, m., schrank auf stollen (s. dort unter 2 a sp. 202), besonders als bezeichnung für jene schrankformen des ausgehenden 16. und des 17. jahrhs., welche besonders hohe füsze haben, sodasz unten noch freie geschirrbretter u. dergl. platz finden. als stilform besonders der niederrheinische stollenschrank.
 
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stollenschwamm, m., schwammartige hornwarze am schenkel der pferde (in der nähe des knies) entsprechend schwamm (th. 9 sp. 2198 unter 4) und gleich oben stollenbeule Leopold handw. der öconomie 503a; in der form stollschwamm Frischbier 2, 375a: wenn der stollschwamm blosz vom druck der stollen entstünde ..., so müszten unbeschlagene pferde nie einen stollschwamm bekommen allgem. deutsche bibliothek 25-36, 2317 anhang; kennzeichen des stollschwammes Krünitz encycl. 174, 476; salbe, durch welche der stollschwamm geheilt werden kann 479. in der volksmedizin stollschwamm vom rennschen pferd (pferd, welches vor brunst rennisch ist, leicht durchgeht) zusammen mit katzendreck und birkentheer als mittel gegen zahnschmerz Frischbier a. o.
 
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stollensohle, f., bodenfläche eines stollens im gegensatz zu oben stollenfirste, f. Hübner (1714) 1525; Minerophilus 642; Chomel 8, 1684: nu haben auch noch mehr i. f. g. im lichtloch im Finckenflucht, da es auch bei des alten herrn zeiten ist bestehen blieben, fullent nieder bisz auf die stolnsoele sincken lassen 10 und 1/3 lachter

[Bd. 19, Sp. 214]


Hake bergchronik 119; da hat man die stolnsohle abgesuncken ebenda.
 
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stollensteuer, f., beitrag zum ausbau und zur unterhaltung eines stollens, auch vorschuszweise dem armen stöllner geleistet: kombt aber ein suechstoln in ein gefreit lehen oder massen, die wasser oder weittenhälben von dem pergmaister ein genente zeit fristung hat, die kain stolnsteur gebe Lori baierisches bergrecht 249 (v. j. 1548); kommt er in ein vermessen gebürg oder schacht, dasz er wasser fällt, und wetter bringt vierzehen lachter unterm rasen mit seiner wasserseig; so ist man ihme das neunte schuldig: ist aber die zech und masz nicht findig, den vierten pfenning stollensteur ... schuldig zu geben 447 (v. j. 1619); stollensteuer abführen, abstatten subsidium ad conservandum cuniculum Frisch 2, 339b.
 
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stollenstrecke, f. ,
1) längsausdehnung eines stollens Minerophilus 641 (Frisch 2, 339b; Adelung).
2) auch ein in die länge sich weit erstreckender stollen Adelung, Krünitz encycl. 174, 479. —
 
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stollenstreckung, f., wie das vorige (unter 1) longitudo cuniculi Frisch 2, 339b.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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