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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
spülbecken bis spulen (Bd. 17, Sp. 219 bis 222)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) spülbecken, n. wasserbecken, welches das wasser zur spülung einer hafenstrasze liefert. Stenzel deutsches seemännisches wörterbuch (1904) s. 395a.
 
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spülbrente, f. labrum in quo lavantar vasa culinae et mensae, spühlbrente. Frisch 2, 311b. vgl. DWB brente th. 2, sp. 371 f.
 
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spülbret, n. als theil des mühlgerinnes: lücke, die erst bei wassersgefahr mit einem nothdeiche, der auf dem spülbret aufgebaut wurde, verschlossen wurde. im spülbret waren zu diesem ende löcher, in welche pfähle eingesteckt und hinter diesen dann der nothdeich aufgeführt wurde. Oppermann hundert jahre 1, 274.
 
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spülbütte, f. bütte zum spülen von gefäszen. Campe.
 
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spülchen, n. kleine spule. das diminutiv von spule bereits in der alten sprache häufig: panucula spuolili, spuololi, splele neben spǒl und spul. Steinmeyer-Sievers ahd. gloss. 4, 119, 3 ff.; panucula splili 153, 61; mhd. spuolele Dief. 410b; panus, eyn wäfelsplin, das man an eyn splin wicklet, und durch den zettel schiesset. Dasypodius; in der heutigen form erst der neueren sprache angehörig: die kleinen spühlchen mit dem eintragsgarn. Göthe 23, 64; bildlich: frau Meyenthal fing das garn ihrer rede auch sofort ein und wickelte es behende auf ein spülchen, welches sie der gegnerin mit dem trumpfe zurückgab, dasz sie das übel von Seldwyla gar wohl kenne. Keller 5, 271; wollte es ihr nicht gelingen, ein einzelnes verhältnis (liebesverhältnis) abzusondern und ordentlich auf ein spülchen zu wickeln. 7, 47.
 
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spüldirne, f. dirne, die die gefäsze in einer haushaltung spült: hab ich es so gut gemeint und er miszhandelt mich wie eine spüldirn. Pichler allerlei gesch. aus Tirol 2, 155. — vgl. DWB spülmagd.
 
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spule, f. gerät beim weben und spinnen zur aufwickelung des fadens; ein nur in den sprachen des westgermanischen gebietes altbezeugtes wort, ahd. mhd. gewöhnlich masc. (vgl. DWB spul sp. 218), doch ausnahmsweise auch fem.: panus spuola Steinmeyer-Sievers 2, 378, 4;

gût was ir wille
ir spûle und ir spille
durch die netze drâte sigen.
Albr. v. Halberstadt 15, 104;

dagegen mnd. nur fem. spôle, mittelengl. spôle; ins dänische und schwedische als spole übernommen. das weibliche geschlecht tritt in der nhd. schriftsprache einzig hervor, ebenso in mundarten, wo früher das masc. herrschte: die spuele, spule des webers. Hunziker Aargauer wörterb. 249. herkunft und ursprüngliche bedeutung des worts ist durchaus bestritten. dasz ein alter technischer ausdruck

[Bd. 17, Sp. 220]


der weber vorliegt, ist wol sicher, dennoch wird die von Detter in der zeitschrift für deutsches alterthum 42, 58 vorgetragene ansicht, dasz mhd. spuole, ahd. spuola auf einer vorgermanischen form *spādhlā beruhe und mit griech. σπάθη weberholz verwandt sei, nicht das richtige treffen. wahrscheinlich hat das gerät, in der ältesten gestalt ein dünnes rundes holz, von dieser seinen namen und hängt zusammen mit dem subst. spale dünnes, langes und zugespitztes holz (vgl. theil 10, 1, sp. 1845 unter spal), und spale 2, leitersprosse (ebenda), für das sich auch die form spole (theil 10, 1, sp. 2673), düringisch selbst schpualn (Herwig idiotismen aus Thüringen 1892 s. 27a) findet; im dänischen hat spole neben der technischen bedeutung die einer sprosse der wagenleiter. ist diese annahme richtig, und hat spule den eigentlichen sinn eines dünnen rundholzes, so erklären sich alle sonst auseinander liegenden bedeutungen des wortes ungezwungen als übertragungen von der form des geräts her.
1) spule, gerät beim weben, zusamt dem aufgewickelten garn: panus sple, spule textorum. Dief. nov. gloss. 279a; spul, f. globus textorius, peleton de fil. Schottel 1420; spule globus textorius, item arundo et canna glomeratoria. Stieler 2108; die spule, plur. spulen, glomus textorius, panus. Steinbach 2, 649; vgl. DWB weberspule; kunstweber ... der an der laufenden spule die fasern noch zu erwischen und so geschickt anzuknüpfen versteht, dasz auch nicht der kleinste knoten zurückbleibt. Thümmel 7, 131; indessen steckte der vater die spuhlen, um zu zetteln, auf einen mit querstäben abgetheilten rahmen. Göthe 23, 58; der eintrag (wird) auf kleine spuhlen gewunden, wie sie ins weberschiffchen passen. 63; feine musseline werden nasz gewebt, nämlich der strang des einschlagegarns wird in leimwasser getaucht, noch nasz auf die kleinen spuhlen gewunden und sogleich verarbeitet. 64;

ich wil dir meine schwester geben,
meine schwester Grete, ...
sie kan die spulen schieszen. Venusgärtlein s. 30 v. Waldberg;

sie sang mit melodischer stimm' in der kammer,
emsiger eil' ein gewebe mit goldener spule sich wirkend. Odyss. 5, 62 (χρυσείη κερκίδ' ὕφαινεν);

das edle paar, verwaist und dürftig, webte
für ärmre kleider. in der hand die spuhle
sang man am tage heilger lieder viel.
Kind 1, 156;

dann tritt sie an den webestuhl
und wirft mit zager hand die spul.
Uhland ged. 352;

in dem webstuhl läuft geschäftig
schnurrend hin und her die spule.
H. Heine 18, 184.


2) nach erfindung des spinnrades (theil 10, 1, sp. 2544 f.) wird die spule in etwas veränderter gestalt auf dieses übertragen, das gesponnene garn darauf zu wickeln: spule am rocken, volva Stieler 2108; spuhle, ist derjenige herumlaufende ... theil am spinnrade, welcher den von dem wocken herunter gezogenen und zusammen gedreheten faden durch das an selbigen befindliche kleine eiserne röhrlein auf- und annimmt, und im herum drehen selbigen aufwindet. Amaranthes frauenzimmer-lexicon (1715) 1892; die spule voll spinnen. Adelung; eine spule garn. ebenda; garn auf die spule laufen lassen. Campe; das garn läuft von der spule, wenn es neben der spule auf die spindel, auf welcher sie steckt, läuft. ebenda; eine spule garn abwickeln. ebenda; nimm das spinnrad, setze dich an das ufer und spinn die spule voll. Grimm kinder- u. hausm. s. 630 (nr. 181);

ja endlich haben wir erlebt die güldne jahren,
dasz auch das weiber-volk läst spul und haspel fahren
und macht ein kunstgedicht.
Rachel satyr. ged. s. 111 Drescher (der poet 158);

so manches garn, so manche spule.
Günther 169;

der knabe pflegt des obstes schule,
das mädchen nadel, knütt und spule.
Voss 2, 66;

dann (zu himmelfahrt) ist keine schule,
dann wird rad und spule
samt dem zeichentuch verwahrt. 4, 176;

synonym mit spindel (th. 10, 1, sp. 2492): das arme mädchen ... muszte so viel spinnen, dasz ihm das blut aus den fingern sprang. nun trug es sich zu, dasz die spule einmal ganz blutig war, da bückte es sich damit an den brunnen und wollte sie abwaschen. Grimm kinder- u. hausm. s. 104 (nr. 24);

den zotten schwarzen vlieszes entraufete
die faden Klotho; Lachesis drehete
die spule seufzend, und mit hohnblick
zückte nun Atropos schon den mordstahl.
Stolberg 2, 176;

immer dreh ich die spule, doch will sie nimmer sich füllen.
Rückert 263.

[Bd. 17, Sp. 221]



3) bildlicher gebrauch von spule lehnt an den faden an, der sich auf sie aufwindet oder sich von ihr abwindet; in einem ausgeführten bilde der lebenshaltung: E. würfel! das geht also noch immer so fort? S. wie der faden einmal gesponnen ist, wird er geweift und verwoben; da ist nun weiter nichts mehr dran zu ändern. E. ihr habt aber auch gar zu loses garn auf eurer spule. Göthe 42, 292 (mit beziehung auf lose 4, theil 6, 1183); redensart eine spule läuft leer, etwas hat keinen gehalt, es ist nichts dabei: ihr herren, sprach der Holländer, .. und wird mich ein glas wein da mehr ergötzen, als euer biszher geführter und lerer perruguen-discurs. ja, sprachen wir, weil die spuhlen den gantzen tag so leer lauffen, halten wir beede mit ihm, und sind gleicher meinung. französischer Simplicissimus 1, 127; auch in bezug auf den sich nach und nach vollständig abwickelnden faden, von einem sich einstellenden mangel (vgl. das masc. spul 1, sp. 219): es läuft ihm eine spule leer, darum kömmt er zu mir, es geht ihm eine seiner gewöhnlichen unterhaltungen, kunden u. s. w. ab, darum sucht er sich bei mir zu erholen. Reinwald hennebergisches idiotikon bei Campe; leer gelaufen sei ihrer gelehrsamkeit die spule. Rückert 11, 318;

wie wol ietzund vor kurzen tegen
so ist der faulen münnich hauffen
mannicher spulen leer gelauffen (ihre nahrung ist geschmälert).
H. Sachs 17, 330, 14 Keller-Götze;

mancher geht aus zu bulen,
verthut vil gelts damit,
und laufft ihm lehr ein spulen,
gibt er kein ruh noch fridt.
J. Ayrer 2145, 37 Keller;

begehrte nun der leser noch weiteres zu wissen, ... so würde ich bekennen, dasz meine spule abgelaufen sei, bis auf das wenige, das hier nachfolgt. Mörike erzähl. s. 249; besonders in beziehung auf den lebensfaden, der sich von einer spule abwindend gedacht wird: mittlerweile lebt ein jedes eben so vor sich hin und treibt seine spule gewohntermaszen aufs ungewisse fort. Mörike brief von 1866 im Euphorion 1, 134;

so hab ich durch mein saitenspiel
die vollen spulen meiner stunden
vergnügt bis an das nahe ziel
des letzten knötchens abgewunden!
Thümmel 4, 299;

die spule ist abgelaufen, das ende ist da: vater und mutter, deren ihr lebensfaden auch schon von der spuhle abgelaufen war. Hebel 3, 12; spule für das auf der spule laufende garn: wann die spuhl ihres lebens würde abgerissen werden. Butschky Pathm. 784.
4) spule, bezogen auf den kiel einer vogelfeder, besonders den untern theil desselben, der auch zur weberspule (vgl. unten spulen 1), besonders aber zum schreiben dient, vgl. das masc. spul 2, oben sp. 219: mnd. spole, pennula Schiller-Lübben 4, 336b; federspule, pluma, scapus pennae Stieler 2108; gänsespulen, schwanenspulen Adelung; spuhlen, sind bey der schreiberey die starken kiele aus den flügeln der groszen vögel, als der gänse und truthüner. spuhlen, gezogene, sind gute grosze und gleiche federkielen von alten gänsen. Jacobsson 7, 415b; er verfluchte die gänse, mit deren spulen sie (die feenmärchen) geschrieben. Wieland 12, 12 (Sylv. von Rosalva 5, 2); da das schreiben bei nachtlichte mir gar nicht mehr von der spule will. Zelter an Göthe 835;

es mangelt mir
an der spuhle nur die feder,
nichts am bogen, als papier.
Kind 1, 48.


5) spulen bei den jägern die kleinen stecken in den hühner- und steckgarnen, sonst auch sprieszel und spreiszel. Adelung.
6) spule nennt man an einigen orten ein weiszes brod, das auf beiden seiten gespitzt zugeht, als eine schiesz-spule, panis forma radii textoris. Frisch 2, 311b; in Nürnberg spuele, spuelweck, brot von feinstem mehl in form einer spule. Schm. 22, 666.
7) spule, span von fichten- und anderm holz zu groben korbmacher-arbeiten. ebenda.
8) spule, der quirl, im österreichischen. Campe.
9) spule, deutscher ausdruck für einen elektrischen leiter, der in windungen um eine achse gewickelt ist, solenoid. Setnzel deutsches seemännisches wörterb. (1904) 386b. 466b.
10) spulen, spulenähnliche figuren in wappen. Siebmacher-Grützner herald. terminologie 137.
11) ein anderes wort und zu spülen gehörig, ist wol spule im hallischen salzwerk, ein graben mit einer abzugsvorrichtung: was nun an sole von den stegen gekehret wird, wie auch was von regen, schnee und andern wasser ins thal fället,

[Bd. 17, Sp. 222]


das samlet sich in denen darzu, unter der erden gemachten, mit eichenen bolen und pfälen ausgesetzten graben und spulen, daraus es in den Sal-strom flieszet, geleitet und gegossen wird. Hondorffs beschreibung des saltzwercks zu Halle in Sachsen, vermehret von Dreyhaupt (1749) s. 37, mit der erläuterung: eine spule ist dasjenige, was bei bergwerken ein stollen genennet wird, nur mit dem unterscheide, dasz bey bergwerken durch den stollen die unterirdischen wasser zu tage aus abgeführet werden, durch die spulen aber die tagewasser, so aus der stadt in das thal fallen, abgeleitet und weggeschafft werden, damit sie denen saltz-brunnen keinen schaden thun. s. 38.
 
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spüle, f. handlung und zustand des spülens: wäsche in der spüle haben; ort wo gespült wird, besonders eine am ufer eines flusses angebrachte bühne, auf welcher die wäscherinnen die wäsche in dem flusse spülen. Campe.
 
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spulei, n. kleines verkrüppeltes hühnerei, das die form einer walze hat. in Düringen und dem Osterlande.
 
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spuleisen, n. eiserne spindel, auf welche die spule gesteckt wird und worauf sie sich dreht: vertibulum spuolisen voc. opt. s. 25b, 19 Wackernagel; girria spuleysen, splysen Dief. 263c; panulea ein spuelysen, spoeliseren 410b; verticulum spuoleysen 614c; panneferum spuleysen nov. gloss. 279a; spuleisen, ferrum quod per tubulum transit, das eisen so durch den spulen geht, worauf die fäden gespuhlt werden. Frisch 2, 311b.
 
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spulen, verb. auf die spule laufen lassen. im ahd. nicht bezeugt, mhd. spuolen, im bairischen auch spuelnen neben spuelen. Schm. 22, 666; mnd. spôlen pila voluere ad pennulam Schiller-Lübben 4, 337a; die spuren einer umgelauteten form zeigen sich im frühen nhd.:

die spinn sich auch nicht lang besann,
zohe ein zu einem armen man,
begundt gemächlich anzuheben
zu spinnen, haspeln, splen, weben.
B. Waldis Esop 2, 31, 158.


bedeutung.
1) spulen im eigentlichen sinne, als weber- und spinnerarbeit: penulare spuelen, spuln Dief. 423b; splen, glomerare, cumulare, accumulare fila Maaler 382d; spulen, glomerare Schottel 1420. Stieler 2108. Frisch 2, 311b; absolut: früh waren die garnstränge schon trocken und man bereitete sich zu spuhlen, nämlich das garn am rade auf rohrspulen zu winden. Göthe 23, 58;

die gans die hat nütze vil:
die wiberin splt über den kil,
damit sie hüllen weben. könig v. Odenwalde III, 73, s. 50 Schröder;

sie haspeln unde winden
vorne unde hinden,
sie spulen, weben, walken. VI, 29, s. 59;

abbretten, netzen,
und nammen setzen,
und spuolan und wollslahen. teufels netz 12616 anm.;

we soliden rait of urdel geven
die gespoilt haint alle ir leven? (weber gewesen sind). d. städtechron. 12, 61, 1399;

transitiv: das garn spulen, es auf die weberspulen bringen. Adelung; jetzt wurde die gesponnene wolle in die webstube gebracht, zum zeddel gespult, fett gemacht und gestärkt. Hebel 3, 85;

ich ging von schule zu schulen
biʒ daʒ iʒ (lies ich) larte spulen,
mit spule spulet ich rot und wiʒ,
und mancher hand varwe gliʒ.
Brun v. Schonebeck 2736;

vgl. DWB abspulen, aufspulen; in hier sich anschlieszenden bildern: er spuhlte freudig das lange seidne wickelband (ein zopfband) von seinem kopf an ihren. J. Paul Tit. 1, 90; seine paar ellen flor um den arm spuhlen (als zeichen der trauer). komet 2, 58; man liesz die fabrik (mittelmäsziger dramatischer stücke) zuletzt spulen und schnurren, ohne ferner eingriffe in ihre thranduftigen räder zu versuchen. Immermann Münchh. 1, 28.
2) landschaftlich, in Düringen (nach spule 4) gänse spulen, ihnen die spulfedern ausreiszen; ebenso in der Wetterau. Weigand wb. 2, 784.
3) ebenso volksmäszig spulen von langem und gleichmäszigem essen: er spult mit groszem appetit; er hat ein ganzes brot hintergespult, aufgespult.
4) spulen, in älterer sprache von einem gleichmäszig anhaltenden sprechen, das wie von einer spule sich abwickelt (vgl. leiern 3, theil 6, sp. 686):

[Bd. 17, Sp. 223]


doch fing ich wider an zu sagen
und sprach : mein höchste zuversicht,
die wort sülln alle gelten nicht
die ir gen mir habt ab gespullt.
Hans Folz, Haupts zeitschr. 8, 515, 153;

nu hab ich doch in kurzen jarn
bei hundert frauen wol erpult
und so viel wort nie darausz (l. heraus) gespult,
darmit ich sie mocht han erfert (erschreckt). fastn. sp. 320, 32;

einer, der ümb sein eeweib pult,
und ir mit solchen worten fürspult,
ir man sei zu schwach und zu alt. 711, 8.


5) spulen, von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann-, kohl-, hauben- und blaumeisen, denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit-zit« rufend an alle spitzen und wipfel. Tschudi thierleben der alpenwelt 86; häufiger in allen nadelholzschlägen ist die braungraue, weiszbauchige haubenmeise, .. die sich schon von weitem durch ihre spulenden, kollernden locktöne verräth. 87.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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