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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
anplätzen bis anprallen (Bd. 1, Sp. 421)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) anplätzen, nach Frisch 2, 63a, auferre parum corticis, ut signum saltuarii in arbore locum habeat: um einträchtig mit waldhämmern ihr gnadenholz anzuplätzen. J. Paul flegelj. 4, 13; mit dem streit- und waldhammer ausholen, um damit einen wie einen baum anzuplätzen. holzschn. 10, 122; nahmen mich für einen zu nah aufstoszenden hasen, den der jäger erst auslaufen läszt, bevor er ihn anplätzt. anh. zum Tit. 2, 68. doch ist diese anwendung auf das thier wol unbegründet.
 
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anplaudern, garrire, blaterare versus aliquem. s. DWB anblattern.
 
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anplerren, ore hiante inclamare, s. DWB anplarren.
 
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anpochen, pulsare, anklopfen: an die thür anpochen; wer pocht an?; da pocht es an. Gotter 1, 89; stärker anpochen.
 
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anpoltern, astrepere, lärm, gepolter machen.
 
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anposchen, weidmännisch, vögel mit hingeworfnem futter kirren.
 
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anposzen, impulsare. vocab. inc. teuton. richtiger anboszen.
 
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anpracht, f. splendor: die mittele oder gleiche art zu reden ist, welche zwar mit ihrer zier über die niedrige steiget, und dennoch zu der hohen anpracht und groszen worten noch nicht gelanget. Opitz poeterei s. 41, ein auszer dieser stelle weder bei Opitz noch seinen zeitgenossen sonst gebrauchtes wort, zu welchem vielleicht anbrechen illucescere zu halten ist, denn pracht selbst gehört zu brechen und brehen (Ben. 1, 243a). man erwäge auch anprangen, abprangen.
 
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anprägen, imprimere, gewöhnlich einprägen: dessen schmachtende augen in betrachtung vertieft der seelengrösze nachzufeuern schienen, die Guido seinem göttlichen ideal angeprägt hatte. Thümmels reisen 8, 246.
 
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anprall, m. assultus, allisio, anstosz: der anprall des sturms, des windstoszes; anprall der kugel, des steins; anprall (choc) der reiterei; unterschieden von abprall.
 
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anprallen, assilire, allidere, anstoszen: der stein prallt an die wand an, der hagel an die fenster; der ball prallte an das fenster an; es ist etwas in deinen begriffen, das alle augenblicke wider die meinen anprallt. Wieland 8, 128; die kugeln kommen alle angeprallt an die mauer. einige, wie Rabener und Lessing setzen dafür anprellen, das doch richtiger transitiv ist.