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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
anpfeisen bis anpfuen (Bd. 1, Sp. 420)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) anpfeisen, gleichfalls assibilare, von einem verlornen starken pfîsen pfeis, aus dem auch das vorhin, nach Luther 3, 377 angeführte pfisten stammt, vgl. sl. piskati, pisnuti pfeifen, (Schmeller 1, 324 hat pfeisen stridere, sibilare aus dem prompt. 1618): morndes gsach ich gens, deren ich nie keini gsächen hatt, do meint ich, do si mich anpfiseten, es weri der tüfel. Th. Plater 15 (ausg. von Baldinger anpfeiserten). vgl. äpfelpfeiser.
 
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anpfetzen, attrectare, vellere: einem die backen anpfetzen; die löwen tapfer anpfetzen. Garg. 147a. s. ankneipen.
 
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anpfisten, s. anpfeifen bei Luther 3, 377.
 
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anpflanzen, conserere plantis, arboribus, nnl. aanplanten: das land anpflanzen; den garten anpflanzen mit bäumen und gesträuch; einen wald anpflanzen; sich anpflanzen, niederlassen; schon lange war Ernst in dieses idealische land gedrungen, schon hatte er sich dort angepflanzt. Klinger 8, 14.
 
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anpflanzer, m. colonus, agricola:

sondern ohn anpflanzer und ackerer steigt das gewächs auf.
Voss Od. 9, 109.


 
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anpflanzung, f. colonia, plantatio: felsen und gemäuer sind zur anpflanzung von reben benutzt. Göthe.
 
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anpflöcken, paxillo affigere: das rad, die sohle anpflöcken; die leinwand auf der bleiche anpflöcken; sie wurden in die garstigsten kerker angepflöckt. Lohenst. Arm. 2, 121; wie die angepflöckten krähen. 1, 408; verdutzt, angepflöckt stand ich am treppengeländer. Tieck 3, 7.
 
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anpflügen, attingere aratro, nnl. aanploegen: einen fremden acker anpflügen (s.abpflügen); eine furche der andern anpflügen.
 
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anpfriemen, defigere subula, stilo, mit der pfrieme anheften.
 
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anpfropfen, inserere: ein reis einimpfen.
 
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anpfuen, fi, phy clamare, exsecrari, pfui dich. an! d. i. an dich, rufen: sehen dir aber die menschen nach, pfuen dich an, so denk mit was augen dich gott vielmehr ansehe. Andr. Musculus hosenteufel. Ff. a. O. 1556. D 4. anpfuien wäre noch heute ein kräftiges wort.