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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sesselfusz bis sesselteppich (Bd. 16, Sp. 634 bis 635)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sesselfusz, m.: aber sie opferte dem häuslichen zwiste keine topfscherbe, keinen sesselfusz. Anzengruber3 4, 164; dafür mit ausgeprägterem mundartlichen charakter sesselhaxe: kein zaun haben's umgebrochen, kein' sesselhaxen ausg'dreht. 1, 81.
 
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sesselkissen, n.: sessel-küssen, n. cuscino, cussino da sedia. Kramer dict. 2, 772a; dann giengen sie zu der nähnadel, die noch schlief, packten sie beim kopf, und steckten sie in das sesselkissen des wirths. Grimm märchen s. 43.
 
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sesselknopf, m.: ein köpfferl (hat die jungfer), wie ein gschnitzelter sessel-knopff, ein baar datscherl, wie ein Cristkindl. tintenf. 59.
 
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sesselkrieg, m.: ihre (der Schweizer) cantonale streitigkeiten, in denen ein permanenter sesselkrieg einzelner personen und familien gegen einander den durchlaufenden rothen faden bildet, arten zuweilen in crawalle aus, denen man den namen 'revolutionen' beilegt. feuilleton der schlesischen zeitung 1867, nr. 84.
 
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sesselmacher, m. sediaro, seggiaro Kramer dict. 2, 772a. Campe.
 
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sesselmeister, m. bei den freimaurern, meister vom stuhl. Campe.
 
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sesselreihe, f.: zuerst wurde dem Attila ein tisch vorgesetzt, dann den andern, je einer für drei, vier oder auch mehr männer, von denen jeder sich aus den gerichten des tisches nehmen konnte, ohne von der sesselreihe aufzustehen. Freytag bilder 1, 167.
 
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sesselschreiber, m. ein städtischer angestellter (vergl. stuhlschreiber?), z. b. in Ulm 1520 und 1524 bezeugt, s. Schmid 493:

so gehoeret die sesselschriber wol an,
was ich von den andern geseit han. quelle bei
Scherz-Oberlin 1490.


 
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sesselsitzend, adj.: damit gschichts, dz .. die müssigen unverschten polstersiechen sessel sitzende reichen nicht leren dann zwen schenckel uber ein pferd schlagen, im bret spilen oder der stben, weinkrausen hüten. S. Franck sprichwörter 1, 160a.

[Bd. 16, Sp. 635]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sesselsprache, f. kanzelrede, -beredsamkeit (?): ein mensch, der im vollen aufblühen seiner kräfte, so zu boden getreten (wird) ... nimmt oft eine sprache an, die roher ist als diejenige von menschen, die von anbeginn an im sessel saszen; aber sie ist gewürzt, von den thränen seiner leiden, und von den erfahrungen seines lebens, und wirkt darum auch stärker, als keine sesselsprache nie wirken kann. Pestalozzi Lienh. u. Gertr. 1, 262.
 
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sesselteppich, m. tapete, arazzo da sedia. Kramer dict. 2, 772a.