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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
senwurz bis septentrional (Bd. 16, Sp. 615 bis 617)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) senwurz, f. erigeron. voc. v. 1482, s. Frisch 2, 265b. Lexer hwb. 2, 887 (ersterer erklärt es als senecio, kreuzwurz, grindkraut).

[Bd. 16, Sp. 616]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) separat, adj. getrennt, abgesondert, besonders, für sich (bestehend) Campe erg.-wb., aus lat. separatus entlehnt, seit dem 17. jahrh. Weigand 2, 700.
 
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separation, f. trennung, absonderung. Kinderling 330. Campe erg.-wb.; bei der verkoppelung und auftheilung von land, s. E. H. Meyer volksk. 9. — dazu: auf dem neuen separationswerke in der Weser und auf dem Neustadtdeich waren zahlreiche schaulustige versammelt. Weserzeitung 1868, nr. 7671, seite 3a.
 
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separatist, m. der sich absondert, abgesondert hält, sonderling Kinderling 330, doch kaum anders als speciell in bezug auf die religion gebräuchlich, der sich in glauben und andachtsübungen von der kirche (bes. der englischen) absondert, seit dem 18. jahrh., s. Weigand 2, 700. Campe erg.-wb. schlägt als übersetzung sondergläubiger oder absonderling vor.
 
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separieren, verb. trennen, scheiden, absondern. Campe erg.-wb., aus lat. separare (bez. frz. séparer), schon im 15. jh. bezeugt: seperieren und scheiden. quelle vom jahre 1479 bei Lexer hwb. 2, 887. Weigand 2, 700; separirte attaquen. Eggers kriegs-lex. 2, 892; preusz. śeparêre(n), sich trennen von eheleuten (se hebbe söck geśeparêrt); ausscheiden aus der bodengemeinschaft. Frischbier 2, 338b.
 
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sepia, f., der lat. name des tintenfisches; bezeichnet 1) das thier selbst, eine molluskenart, auch tintenfisch-schnecke, seekatze, kuttelfisch genannt), s. Nemnich (s. v. sepia). Oken 5, 533 ff. Karmarsch-Heeren3 8, 226 f. 2) den schwarzen saft, den sie in einer blase bei sich tragen, und den daraus bereiteten braunen farbstoff (zur wassermalerei). 3) den kalkartigen rückenschild, den die gemeine tintenschnecke (sepia officinalis) trägt und oft abwirft, und der zum polieren wie als medicin verwendet wird, auch weiszes fischbein, meerschaum, os sepiae. Oken 5, 534. Campe erg.-wb., sepiaknochen Karmarsch-Heeren3 8, 227. sepiolith, m. meerschaum, als mineral. 5, 779.
 
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septant, m. der sechste (?) theil eines zirkels; ein astronomisches instrument, um die weite der sterne zu messen. Jacobsson 4, 144a.
 
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septe, f. die siebente stunde, und das dann verrichtete gebet.
 
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september, m. der neunte monat des jahres; entlehnt aus lat. september (mensis), von septem, sieben, benannt, weil bei den Römern ursprünglich der siebente monat. Weigand 2, 700. so schon mhd., s. Lexer hwb. 2, 888: umb den andern augst, der ze latein september haiʒt. Megenberg 301, 7; nhd.: was im september bey hause zu verrichten. Hohberg 1, 130; des edlen hirsches brunfft gehet auf Egidii an, wo viele hirsche und thiere sind; sonst aber verziehet es sich wohl bis in die mitte des septembers. Döbel 1, 4a. im ältesten nhd. auch mit italienischer lautgebung set(t)ember: und darnach was es schön bis 25. setember. d. städtechron. 25, 37, 17 (Wilh. Rem cronica newer gesch., v. Augsburg, 1512 —1527; so gewöhnlich bei ihm, s. d. gloss.); item adi 3 settember ins hausz, het geest Egidi (am Aegidientage = 1 sept.) .. 25 . Tucher haushaltb. 13 Loose.im cimbr. übersetzt als siben-manot. cimbr. wb. 207b. als deutscher name gilt im allgemeinen herbstmonat, s. Weinhold d. deutschen monatsn. 42 (auch herbst 41); Karl d. gr. nannte ihn nach Einhart witumânôth, s. 5. 62; sonst wurde auch im ahd. herbistmânôth gesagt, s. 7. von seltnern bezeichnungen registriert Weinhold: der ander augst (Megenberg, s. oben), Ougstine (s. 32), evenmaent (nl., s. 37, vielleicht miszverständlich für november), finkenmonat (holst.), gherstmaend (Kilian, s. 38, vgl. engl. barleymonth 32), haberougst, hawersnit (39), hanffluchet (40), Michelsmonat (50, nach Fischart, syltisch Mochelsmuun), Pietmaent (altnl.), saemanet, seman, semon (53), saumonat (54), silmand (55, ditmars.), speltmaend (56, Kilian), uberherbst (59, Tegerns. kal.), fulmonet, -mant, wickemaen (60, Bordesholm. kal.). im nhd. sind auch hartmond (Phil. v. Zesen), obstmonat vorgeschlagen worden, s. Adelung.über charakter und bedeutung des monats vgl. Hohberg s. 130 ff. öconom. lex.2 2719. Fleming t. jäger 387 ff. Behlen 5, 613 f. der 1. september als unglückstag E. H. Meyer volksk. 260. sprichwörter:

der september ist wie märz
und juni wie december, ohne scherz.
wenn der september noch donnern kann,
so setzen die bäume viel blüten an.
Wander 4, 543.

zusammensetzungen: ich würde wol wenig davon haben ... wenn ich meine ersten heimlichen ausbrüche zu öffentlichen machen und die september-flüche über .. Deutschland publizieren wollte. J. Paul freiheitb. 80; so pflügten beide ruhevoll und es war schön anzusehen in der stillen goldenen

[Bd. 16, Sp. 617]


septembergegend, wenn sie so auf der höhe an einander vorbeizogen. Keller 4, 75;

frische septemberluft
jäger zum jagen ruft.
Wander 4, 543;

an septemberregen
für saat und kleben (reben) ist den bauern gelegen. ebenda.


 
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septentrional, adj. nördlich, mitternächtlich Kinderling 330. Campe erg.-wb., lat. lehnwort, jetzt ganz auszer gebrauch gekommen: über dieses ist die intemperies suspicionum eine alte kranckheit der septentrionalischen politicorum. Schuppius 388.