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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sendicht bis sendomer (Bd. 16, Sp. 577 bis 578)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sendicht, adj. junceus, juncidus Steinbach 2, 580; sendichter ort, wo viel binsen wachsen. s. DWB sende, f.
 
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sendiglich, adj., mhd. senedeclîch, sehnsüchtig, voller sehnsucht, so noch im älteren nhd.:

thut mich mit sendigklichem leiden,
mit schmertzen so oft von ir scheiden.
H. Sachs 12, 517, 31 Keller-Götze;

in solchem sendiglichen leiden
ist er in dieser nacht verscheiden. fastn. sp. 1, 2, 41 neudruck.


 
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sendin, f., s. senntin.

[Bd. 16, Sp. 578]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sendkorn, n. abgabe in getreide für die geistliche visitation Schottel 496; send- oder synodat-korn, certa frumenti portio archidiacono praestanda. Frisch 2, 263c.
 
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sendkosten, plur. 1) send - kosten, expensae a subditis sendicis praestandae Frisch 2, 263c. 2) sendkosten, ausgaben, die eine sendung verursacht. Campe; besser sendekosten.
 
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sendleute, plur., vgl. DWB sendmann und sendbar; in besonderer anwendung nach Adelung in einigen schleswigschen ämtern, als bezeichnung derjenigen, die in einem criminalgerichte sitzen.
 
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sendlich, adj.: missilis, gut bequem zu senden, sendelich. Dief. gloss. 363c; ein anderes sendlich, von Frisch 2, 265a angeführt, gehört zu mhd. seine; vgl. oben letztes senden.
 
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sendling, m. abgesandter: sendlinge der kirche; ein nur wenig gebrauchtes wort.
 
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sendmann, m. einer, der im geistlichen gericht sitz und stimme hat. Campe. auch: sendmäsziger, dem send unterworfener mann.
 
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sendmäszig, adj. für den send geeignet oder auch dem send unterworfen, mhd. sentmæʒic:

dar zuo in niemen lîhen siht
sentmæʒigen liuten lêhen. Seifr. Helbling 8, 477;

vgl. mhd. wb. 2, 2, 253a. Schm. 2, 316; send-mäszig, ist so viel als lehens-fähig. Frisch 2, 263c.
 
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sendomer, m. eine sorte schnupftabak, entstellt aus St. Omer; senktomêrsch, sentemêr, sanktomêl Frischbier 2, 338b; ich schnupp' so meinen ordinairen sendemeer, das ist mein leibtabak. Fr. Müller 1, 256.