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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seitenstube bis seitenthor (Bd. 16, Sp. 399)
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[Bd. 16, Sp. 399]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seitenstube, f., gewöhnlicher nebenstube.
 
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seitenstück, n.
1) profilaufnohme: queer- sive seitenstück, catagraphum Stieler 2222. jetzt ungebräuchlich.
2) seitenstück am geschlachteten thier; ein fettes seitenstück erwischen.
3) in mannigfaltiger anwendung auf geräte, bauwerke u. ähnl. bezogen: die beiden seitenstücke eines portals. seitenstücke des rapperts (der laffette der schiffskanonen). Bobrik naut. wb. 636b. seiten-, nebenstücke eines tonnenbodens Jacobsson 4, 137a. seitenstücke, die beiden halbröhren, die zusammengelegt die form für den gusz bleierner röhren bilden. 7, 333b.
4) pendant, gemälde, bildwerk, das zu einem anderen stücke paszt, mit ihm eine einheit ausmacht, ihm ähnlich ist. Campe; vgl. oben zur seite stellen, setzen unter seite II, 4. in diesem sinne ist das wort besonders im übertragenen sinne in neuerer sprache sehr gebräuchlich: sein jetziges verhalten ist, bildet ein würdiges seitenstück zu seiner früheren verrätherei, steht ihr gleich.
 
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seitenstuhl, m.: Gutfried stand in einem seitenstuhl (in der kirche) und grüszte ihn. Miller Siegw. 411 (1777).
 
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seitensumme, f.: saitensumme, latus, paginae ratio Stieler 1678; vergl. Kramer (1702) 2, 762a; bei Campe dafür seitenbetrag.
 
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seitensympathie, f.: es gibt aber auch symmetrische oder seiten-sympathien zwischen ganz gleichen organen, z. b. wenn das sehloch sich verengt, so verengt sich auch das des auges mit schwarzem staar. Oken 4, 319.
 
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seitentakel, n. windezeuge an beiden seiten der masten, die zum aus- und einheben von lasten dienen. Bobrik naut. wb. 636b.
 
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seitentalje, f.: seitentaljen der schiffskanonen, windevorrichtungen, mit denen sie vor- oder zurückgeholt werden. Bobrik naut. wörterb. 637a.
 
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seitentasche, f. am rock, am sattel, im kutschwagen u. s. w.: der fahrende schüler faszte in die seitentasche des mantels. Immermann Münchh. 3, 78 (1841).
 
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seitenthal, n.: kleinere thäler, welche sich mit demselben (dem hauptthal) verbinden, heiszen seitenthäler, und solche, welche sich wieder mit diesen vereinigen, nebenthäler. Oken 1, 553 (diese scheidung zwischen neben- und seitenthälern findet im gewöhnlichen sprachgebrauche nicht statt); ein seitenthal .., das grade hier von dem hauptthale sich trennte, um die wasser nach einer andern himmelsgegend hinzuführen. Göthe 23, 50; eilte seine geschäfte in den seitenthälern zu vollbringen. 167.
 
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seitentheil, n.: seitenteil, pars obliqua et lateralis Stieler 2269; seitentheile eines kastens, eines kleides, des hinterhauptbeines. Campe.
 
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seitenthor, n. eines hofes, eines gebäudes, einer stadt, auch ein kleineres thor neben einem gröszeren. Campe; s. das folgende wort.