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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seitenhaar bis seitenholz (Bd. 16, Sp. 395)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seitenhaar, n.: seitenhare, cincinni, die haare an den schläfen. Nemnich; die seitenhaar in locken schlagen. Campe;

in Charamundens haar war noch die kluge hand,
die locken nach und nach in papiljoten wand.
man sah die kohlen noch die rothen funken sprühen,
und zu dem seitenbaar ein kräuseleisen glühen.
Zachariä verwandl. 1, 350.

seitenrange, seitenhaare, 'diejenigen haarlocken an der stutz- und beutelparuke, die von dem toupet von beyden seiten des kopfs herunter gehen'. Jacobsson 4, 136b.
 
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seitenhaken, m. 'ein eisen, womit die seitenbleche im puchtroge bevestiget werden'. Jacobsson 4, 136a; haken, der zur seite hängt. Campe.
 
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seitenhals, m. '(halsseiten) sind am halse der vierfüszer und vögel die beiden gegenden, rechts und links, vom kopfe an, bis zur brust'. Behlen lex. der forst- u. jagdk. 5, 611.
 
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seitenhammer, m. hölzerner hammer, wie ihn der kupferschmied braucht, um damit im groben vor dem glühen die seiten seiner geschirre auszubilden. Jacobsson 4, 136a.
 
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seitenhang, m., z. b. eines kammgebirges; dextrale, seytenhang (altarbekleidung) Dief. gloss. 178c.
 
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seitenhaus, n. Campe.
 
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seitenheck, n.: wie er sich nun anschickte, hinunter zu wandern und durch das erste beste seitenheck (seitenhecke, f.) auf den groszen weg zu springen. Gutzkow ritter vom geist 2, 253.
 
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seitenhieb, m. hieb nach der seite, zur seite; besonders in bildlicher anwendung, in dem sinne, dasz der eigentliche gegner, das eigentliche ziel in andrer richtung zu denken ist, der hieb also unerwartet kommt: man darf dem komiker nicht verargen, wenn er im vorbeigehen sich einen kleinen seitenhieb erlaubt. Göthe 31, 148; vgl. Hügel 148b.
 
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seitenhobel, m. ein hobel mit zwei schmalen eisen bei den büchsenmachern. Jacobsson 4, 136a.
 
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seitenhöhle, f.: der vater war in eine seitenhöhle gestiegen. Arnim Hollins liebel. 50; in der anatomie zwei höhlen, die auf beiden seiten des hirnbalkens liegen (ventriculi laterales). Campe. seitenhöhlchen, n.: der soufflör ... in seinem seitenhöhlchen. J. Paul jubels. 55.
 
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seitenholz, n.: navium costae, die innwendigen seithöltzer am schiff. Corvinus fons lat. 177b (1660); seitenhöltzer am schiff, costae navis, an der leiteren. Dentzler 2, 262a.