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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seitengewände bis seitenhieb (Bd. 16, Sp. 394 bis 395)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seitengewände, n., pfosten oder seitengewände die vertikal auf der schwelle stehenden stücke bei steinernen einfassungen (bei thür-, fensteröffnungen). Eggers kriegslex. 2, 919.
 
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seitengewehr, n.: seiten-gewehr, seitenwehr (s. dieses), arma da lato cioè spada. Kramer deutsch - ital. (1702) 2, 762a; seiten - gewehr, gladius, ensis Frisch 2, 262a (gewähr an der seiten tirol. weisth. 3, 189, 9); das gewehr der soldaten wird

[Bd. 16, Sp. 395]


in ober- und untergewehr, eingetheilet, welches letztere auch seiten - gewehr heiszt, worunter degen, säbel, bajonets etc. verstanden werden. Eggers kriegslex. 1, 1048; so auch in neuerer sprache gewöhnlich im engeren sinne von der am koppel getragenen waffe des infanteristen: das seitengewehr aufpflanzen, zum sturmangriff an der gewehrmündung befestigen. scherzhaft: sik een sied-geweer to leggen, eine frau nehmen. brem. wb. 4, 784.
 
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seitengiebel, m.: quergiebel, seitengiebel, 'ein giebel, der an der seite des hauses ist'. Jacobsson 3, 332b.
 
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seitenhaar, n.: seitenhare, cincinni, die haare an den schläfen. Nemnich; die seitenhaar in locken schlagen. Campe;

in Charamundens haar war noch die kluge hand,
die locken nach und nach in papiljoten wand.
man sah die kohlen noch die rothen funken sprühen,
und zu dem seitenbaar ein kräuseleisen glühen.
Zachariä verwandl. 1, 350.

seitenrange, seitenhaare, 'diejenigen haarlocken an der stutz- und beutelparuke, die von dem toupet von beyden seiten des kopfs herunter gehen'. Jacobsson 4, 136b.
 
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seitenhaken, m. 'ein eisen, womit die seitenbleche im puchtroge bevestiget werden'. Jacobsson 4, 136a; haken, der zur seite hängt. Campe.
 
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seitenhals, m. '(halsseiten) sind am halse der vierfüszer und vögel die beiden gegenden, rechts und links, vom kopfe an, bis zur brust'. Behlen lex. der forst- u. jagdk. 5, 611.
 
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seitenhammer, m. hölzerner hammer, wie ihn der kupferschmied braucht, um damit im groben vor dem glühen die seiten seiner geschirre auszubilden. Jacobsson 4, 136a.
 
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seitenhang, m., z. b. eines kammgebirges; dextrale, seytenhang (altarbekleidung) Dief. gloss. 178c.
 
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seitenhaus, n. Campe.
 
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seitenheck, n.: wie er sich nun anschickte, hinunter zu wandern und durch das erste beste seitenheck (seitenhecke, f.) auf den groszen weg zu springen. Gutzkow ritter vom geist 2, 253.
 
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seitenhieb, m. hieb nach der seite, zur seite; besonders in bildlicher anwendung, in dem sinne, dasz der eigentliche gegner, das eigentliche ziel in andrer richtung zu denken ist, der hieb also unerwartet kommt: man darf dem komiker nicht verargen, wenn er im vorbeigehen sich einen kleinen seitenhieb erlaubt. Göthe 31, 148; vgl. Hügel 148b.