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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seilhaken bis seilmacher (Bd. 16, Sp. 223 bis 224)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seilhaken, m. haken der zur befestigung eines seils dient, so im bergbau zur befestigung des grubenseils am förderkorb, seilhacken Bechius übers. von Agricolas bergwerkbuch (1621) 115, beim thurmbau: rüstige hände hämmern den seilhaken in die verschalung und schleifen mit starkem tau den dachstuhl daran. Ludwig 1 (1891), 198. im forstwesen zur befestigung von seilen, ketten an baumstämmen, die befördert werden sollen. Behlen 5, 611. bergmännisch auch ein an beiden enden gekrümmter haken, womit die eisernen seile, d. h. ketten, wenn sie gesprungen sind, wieder aneinander gefügt werden, scherglied. Adelung. Jacobsson 4, 134b.
 
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seilhaspel, m. f. haspel, die zum winden eines seils dient: meszruthen, sailhäspel. quelle des 17. jh. bei Birlinger 383b.
 
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seilicht, adj. in modum funis, restis instar, laqueatus. Stieler 2000. vgl. ahd.: seillicha gichnuffida, funale textum Graff 6, 188.
 
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seilknoten, m. knoten an einem seil.
 
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seilkorb, m. im bergbau eine vorrichtung an der göpelwelle in gestalt eines cylinders oder doppelkegels, um die sich das seil windet. Veith 445. vgl. seil 4, c, ε.

[Bd. 16, Sp. 224]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seilkraut, n. der bärlapp, lycopodium (clavatum), 'weil er oft etliche ellen lang wird'. Frisch 2, 260c. Adelung. Nemnich 2, 475, seylkraut Lonicerus kräuterb. (1577) 211 D.
 
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seillein, n., dasselbe wie seilchen, seilein, schnürlein, resticulus Dentzler (1698) 654b, daneben seilelein Stieler 2000. Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 759c, alemannisch seile Maaler 369b, seili Hunziker 238, kärnt. sâlerl, sâlile Lexer kärntisches wörterb. 230.
 
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seilleitung, f. bergmännisch leitung des grubenseils. Veith 445 (unter seilbrücke).
 
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seillitze, f. litze, schwach gedrehte schnur, die zur herstellung von seilen gebraucht wird, dazu seillitzen - spinnmaschine Karmarsch-Heeren3 8, 198.
 
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seillos, adj. des seiles beraubt, kein seil habend, bergmännisch seillos werden, sich vom (gruben-)seile losreiszen: ein seillos gewordener kübel. Veith 445. vgl. seil 4, c, ε.
 
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seilmacher, m., dasselbe wie seiler. Campe (als ungebräuchlich bezeichnet), mnd. selemeker, funifex. quelle bei Schiller-Lübben 4, 182a.