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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seilfurche bis seilknoten (Bd. 16, Sp. 223)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seilfurche, f. bergmännisch die vertiefte spur an der umfläche der seilscheibe (s. dies) zur aufnahme des seils. Veith 445. vgl. seilrinne.
 
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seilgang, m. bairisch weg am ufer eines flusses (der Donau) für die schiffziehenden pferde, leinpfad. Schm.2 2, 254.
 
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seilgänger, m. funambulus, seylganger Dief. 252a, sail genger nov. gloss. 185b, seylgänger, schoenobates, funambulus Dasypodius, seilgenger, ein gauckler der uff dem seil dantzet oder gadt, schoenobates, neurobata. Maaler 369c, seylgänger, σχοινοβάτης, πεταυριστής, funambulus. Frischlin nomencl. (1586) 280b (cap. 176), danseur sur la corde, ballatore, ballarino, che balla sù la corda. Hulsius (1616) 297a, sailgänger, funambulus. voc. von 1618 bei Schm.2 2, 254, seilgänger, seiltäntzer, neurobata Corvinus fons lat. 1 (1660), 431a: also must man .. den seylgänger (der vom seil gefallen war) zum scherer führen. Frey gartenges. (1556) 11a (cap. 7); item dʒ meerkatzengeschlecht, gauler, däntzer, capricollische galliarder, seylgänger, springer. Fischart in Scheibles kloster 8, 616.
 
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seilgaukler, m., dasselbe wie das vorige: also was das volk vor fleisz erstummet und sein gemüt behaftet an dem seilgoukler. Bolz Terenzübers. (1544) 153a.
 
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seilgeher, m., dasselbe wie seilgänger, seil geher, seel gêher, sceno(= schoeno)bates Dief. 517c.
 
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seilgeknüpft, adj.:

wie ich zum fenster steige
auf seilgeknüpfter leiter. Shakesp. die beiden Veroneser 2, 4.


 
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seilgewächs, n. ein ostindischer strauch, der traubenstrauch, uvaria. Platner bei Campe.
 
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seilhaken, m. haken der zur befestigung eines seils dient, so im bergbau zur befestigung des grubenseils am förderkorb, seilhacken Bechius übers. von Agricolas bergwerkbuch (1621) 115, beim thurmbau: rüstige hände hämmern den seilhaken in die verschalung und schleifen mit starkem tau den dachstuhl daran. Ludwig 1 (1891), 198. im forstwesen zur befestigung von seilen, ketten an baumstämmen, die befördert werden sollen. Behlen 5, 611. bergmännisch auch ein an beiden enden gekrümmter haken, womit die eisernen seile, d. h. ketten, wenn sie gesprungen sind, wieder aneinander gefügt werden, scherglied. Adelung. Jacobsson 4, 134b.
 
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seilhaspel, m. f. haspel, die zum winden eines seils dient: meszruthen, sailhäspel. quelle des 17. jh. bei Birlinger 383b.
 
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seilicht, adj. in modum funis, restis instar, laqueatus. Stieler 2000. vgl. ahd.: seillicha gichnuffida, funale textum Graff 6, 188.
 
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seilknoten, m. knoten an einem seil.