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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schwädel bis schwader (Bd. 15, Sp. 2171)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schwädel, n. der antheil speise, den die hochzeitsgäste mit nach hause nehmen. quelle bei Vilmar 376.
 
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schwaden, verb.
1) in schwaden legen, reihen: nd. to samen swaden, das gemähte heu in lange haufen zusammenwerfen. brem. wb. nachtr. 356; dagegen: von een ander swaden, die haufen auseinander werfen, ebenda; swân, gras, klee mähen Woeste 264b; thür. schwäden (schmäden) heu wenden Hertel thür. sprachsch. 223; s. DWB schwad 3.
2) dampfen (s. DWB schwad 2), hessisch: die lampe, das licht schwadet; nd. utswaden, vaporare Dief. 606c; s. schwadmen.
3) schwaden, mundartlich hier und da für schwätzen, vgl. schwadern und schwade 1.
 
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schwadenfang, m. brodemfang, dunstfang, dampfmantel, vorrichtung zum auffangen und zur abfuhr von dämpfen. Karmarsch-Heeren technol. wb.3 2, 55; s. DWB schwad 2.
 
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schwadengerste, f. eine art des dinkelweizens, die der gerste gleicht und in jedem balge nur ein korn hat (triticum monococcum); schwabenweizen, einkorn, peterskorn. die benennung scheint aus schwabengerste entstellt zu sein und nichts mit schwad 4 zu thun zu haben.
 
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schwadengift, n. giftmehl, wie es sich in arsenikhütten sammelt und gegen fliegen, mäuse und ratten angewandt wird. Jacobsson 1, 746b (als schwatengift); schwad 2.
 
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schwadengras, n. gramen oryzae minoris Frisch 2, 239b; bei Nemnich a) festuca fluitans, b) panicum sanguinale, s. DWB schwad 4; schwaden- oder schadengras Karmarsch-Heeren3 5, 744.
 
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schwadengrütze, f. die körner von festuca fluitans (siehe schwad 4) und der daraus bereitete brei, auch wol für die pflanze selbst. schwadengrütze, mannagrütze, die im thau von den wiesen geschöpft wird. Schemionek Elbingsche mundart 37; über die zubereitung, wie sie früher in Preuszen beliebt war, s. Frischbier 2, 326b; die schwadengrütze kommt 'meist über Danzig, Elbing und Königsberg in den handel'. Karmarsch-Heeren techn. wb.3 5, 745; das preuszische manna, die schwadengrütze. Hippel lebensl. 2, 451.
 
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schwadenmehl, n.: inzwischen wird in Slesien und Böhmen ein sehr feines mehl daraus (aus panicum italicum) gezogen, das u. d. n. schwadenmehl bekannt ist; durch die benennung schwaden musz man sich nicht verleiten lassen, den rechten schwaden (festuca fluitans, s. DWB schwad 4) damit zu verwechseln. Nemnich s. v. panicum italicum.
 
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schwadenried, n.: carex panicea, das schwadenartige riedgras, das schwadenried, die fennichsegge. Nemnich.
 
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schwadenschwingel, m., dasselbe wie schwadengras, festuca fluitans Oken 3, 415.
 
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schwader, n. im älteren nhd. für das später allein übliche geschwader (4, 1, 2, 3978); aus ital. squadra, span. esquadra, eigentlich von soldaten (besonders reitern) gebildetes viereck (mhd. swader, m. Lexer 2, 1332): schwader, hauff, schaar, troupe, bende. turba, squadra, moltitudine Hulsius dict. (1616) 291b. turma, ein esquadron oder schwader reuter, eine troppe. Corvinus fons lat. (1660) 698b; schwader (m.) reuter, in specie est caterva triginta duorum equitum Stieler 1950 (turma, eyn schaar reysige,

[Bd. 15, Sp. 2172]


zween unnd treiszig reysigen, eyn geschwader. Dasyp.); schwader, m. Steinbach 2, 532 (als nicht überall gebräuchlich bezeichnet); bei Frisch 2, 239c als veraltet (das geschlecht gibt er als fem. an). schwader, n. haufe, in engerer bedeutung, reiterabtheilung, die unter einem rittmeister steht, schwadron Campe.: und in werendem streite dem orden mit seinem schwader abgefallen und den Polen zugetreten sein. Schütz beschr. der lande Preuszen (1599) 66;

in dem dasz unversehens er auff zween schwader stiesze.
Dietrich v. d. Werder Ariost 12, 69;

so kam der ritter auch auff dem Bajardo her,
ausz diesem schwader rausz mit seiner lantz und wehr. 16, 30;

bestürzte Türken, flieh't der strafe donner-keile,
womit diesz helden-paar in eure schwadern dringt.
Brockes bei
Weichmann 1, 13.

schwacher plur.: umritte er die schwadern, und ruffte. Birken ostl. lorbeerh. (1657) 188;

und vor ihrem starcken donnerknall
zittern die bewehrten schwadern all.
Moscherosch de exerc. ac. p. 293,

freier für haufe: unter einem schwader allerhand heilloser leut. Phil. Leid. (1647) 7, 252.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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