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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schwachheitsfehler bis schwachköpfig (Bd. 15, Sp. 2164)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schwachheitsfehler, m.: der einzige schwachheitsfehler seines lebens kostete ihn (Simson) freiheit und augen. Herder zur rel. u. theol. 3, 147;

soll jugend gar so scharff vor schwachheits-fehler büszen?
Günther 412.


 
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schwachheitsmangel, m., wie das vorhergehende wort:

von daraus rennt er flugs die halbe stadt herum,
trägt schwachheits-mängel aus und bringt sie zu papiere.
Günther 501.


 
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schwachheitsschuld, f.:

ich, den zum theil der neid, zum theil auch schwachheits-schuld
ins labyrinth gebracht.
Günther 770.


 
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schwachheitssünde, f. (vgl. schwachheit 3), den vorsätzlichen oder bosheitssünden entgegengestellt ( Adelung): (man würde) die sicherheit der gläubiger .. von einer schwachheitssünde abhangen lassen. Möser patr. phant. 2, 159 (1776); die jungen leute legen sich auf jugendfehler und die alten auf schwachheitsünden. J. Paul aus des teufels papieren 1, 59;

ich hab ein hertz voll schwachheits-sünden.
Günther 95;

sie verfluchte wilden scherz
und trotzte gar die schwachheitsünden.
Hagedorn 2, 105.


 
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schwachher, adv.: schwachher der nachhall lispelnd noch von den äuszersten sternen .. zu mir herüber zitterte. H. v. Kleist Käthchen 2, 1.
 
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schwachherr, m. 'schwacher herr oder mann, sowohl an geist als an körper' Benzel-Sternau bei Campe.
 
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schwachherzig, adj. nachgiebig, weich gegen sich und andere, meist in tadelndem sinne; von engem, kleinlichem charakter: vielleicht hätt' ich den schwachherzigen zu frommen der natur minder getreu seyn sollen. Schiller 2, 12; lächerlich in der that vom schwachherzigen ritter. Fr. Müller 3, 57. mit beziehung auf das körperliche herz: denjenigen so schwachhertzig und stätig zum geschwinden und ohnmacht geneigt seind. Tabernaemont. kräuterb. (1588) 180. ebenso schwachherzigkeit, f.: die greisin litt manchmal an rückfällen in ihre ehemalige schwachherzigkeit. M. v. Ebner-Eschenbach dorf- u. schloszgeschichten 6. dagegen auf gemütsanlage bezogen: Konrad war noch in der periode der schwachherzigkeit, er weinte über sein unglück. Arnim kronenw. 1, 410.
 
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schwachhirnig, adj.: unser städtlein ist mit vielen schwachhirnigen leuten angefüllt. quelle von 1682 bei Dief.-Wülcker 848.
 
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schwächkitt, subst. das wirtshaus (gaunersprache) Avé-Lallemant gaunersp. 4, 608., s. DWB schwäche, DWB schwächen. kitt bezeichnet herberge. Avé-Lallemant a. a. o. 558.
 
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schwachkopf, m. schwacher geist, verstand: dieser rath kommt nicht aus seinem schwachkopfe. Campe; sinnlich: erbärmlichere schwachköpfe habe ich nie auf männlichen schultern gesehen. Klinger 1, 484. dummer, thörichter mensch: ich gestehe, ich hielt ihn bisher ungerechter weise für nichts mehr, als einen aufgeblasenen abergläubischen schwachkopf. Thümmel reise 5, 162; so konnte es nicht fehlen, dasz er nicht in kurzer zeit die schwachköpfe auf seiner seite hatte. Schiller 4, 281; die wichtigkeit, welche der schwachkopf sich gab. 8, 215; was hier zehn grosze menschen aufbauten, werden dort funfzig schwachköpfe wieder niederreiszen. briefe 3, 335.
 
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schwachköpfig, adj. zum vorigen gebildet: die schwachköpfig oder niedrig genung sind, Mäcenate als Mäcene zu verehren. Klopstock gelehrtenrep. (1774) 58; der letzte unsinn einer schwachköpfigen, sterbenden schwärmerin. Thümmel reise 7 (1800), 398; da (im alter) ist der mensch schwachköpfig und närrisch. Grimm märchen22 609. freier: wenn männer von redlicher gesinnung gegenwärtig zu so schwachköpfigen träumen zurückkommeu. Stüve wesen und verf. 277.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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