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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schwabe bis schwabenbund (Bd. 15, Sp. 2142 bis 2146)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schwabe , m. name eines deutschen stammes. mhd. Swâp, Swâbe mhd. wb. 2, 2, 763a. Lexer mhd. hwb. 2, 1338; ahd. Swâp (Graff 6, 854), ags. Svæf, mlat. Suabus, Suavus, älter Suebus, Suevus Müllenhoff in der zeitschr. f. d. alterthum 9, 257. der name ist nicht sicher zu deuten (kurze zusammenstellung der erklärungsversuche bei Schade altd. wb. u. diesem wort). J. Grimm gramm. 2, 25 verglich altn. sofa (für svefa) schlafen, svæfa, einschläfern, althd. ansuebjan, mhd. ensweben (sopire), sodasz ahd. Swâpâ etwa als pacificantes zu verstehen wäre; Wackernagel faszt Schwabe in gleicher etymologischer verbindung als den 'schläfrigen' (zeitschrift f. deutsch. alterthum 6, 260). in der mythol.4 294 anm. 1 werden die Suâpâ auf einen halbgöttlichen helden zurückgeführt (nach Tac. Germ. 2). in seiner gesch. der deutschen sprache vertritt J. Grimm eine wesentlich andere auffassung: der name ist slavisch und bezeichnet einen freien (slav. svoboda, libertas); von östlichen slavischen nachbarn soll der name angrenzenden deutschen stämmen beigelegt sein; Sueven und Slaven sind dasselbe wort, sv und sl wechseln im anlaut. den stolzen namen nahmen dann auch die Slaven in anspruch oder empfingen ihn von den Germanen zurück, denselben namen, an den später im deutschen sich der begriff der knechtschaft anknüpfte (sclave). Grimm geschichte d. d. sprache3 226. die verbindung von Suēbi und slav. svoboda hält Kögel aufrecht in seiner anzeige von Laistners germ. völkernamen (Stuttg. 1892) im anz. f. d. alterth. 19, 3, doch scheint er die bildung für eine germanische anzusehen. Laistner vergleicht goth. sves und faszt Suebi als die volksgenossen, die landsleute. über die bedeutung des Suebennamens und die verschiebung der in betracht kommenden stämme sind jetzt Muchs untersuchungen vor allem zu vergleichen (beiträge z. gesch. d. d. sprache und litter. bd. 17 und bd. 20; vergl. auch Schmeller 2, 616 ff.); auch auf die weiteren

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geschicke der mit den Alamannen verbundenen Schwaben, die abgrenzung ihres gebietes gegen jene kann hier nicht eingegangen werden; die jetzigen Schwaben sitzen mit ihrer gröszten menge in Würtemberg und einem theile von Baiern, westlich und südlich von ihnen schlieszen sich ihre nächsten verwandten die Alamannen an (vgl. Birlinger in der Alemannia 1, 88. 16, 257).
1) Frisch 2, 239a führt nur die starke form Schwab an; Adelung bezeichnet sie mit recht als oberd., denn in dessen gebiete gilt sie allgemein, vgl. Schm. 2, 616. Schöpf 655. Höfer 3, 120. Tobler 405a. Hunziker 237; letzterer verzeichnet auch den starken plur. Schwobe. in der schriftsprache brauchen wir den starken sing. Schwab in gemütlicher derber oder spottender wendung: ein biederer Schwab, ein blinder Schwab u. ä.;

jud' ist jude.
ich bin ein plumper Schwab. des mädchens bild
ist längst aus meiner seele.
Lessing 2, 225.

in älterer sprache ganz allgemein: Sueuus, ein swab, swob, schwopp, swaypp, swap Dief. 564c; ain schlechter, frommer, alter teutscher Schwab. Zimm. chron.2 1, 433, 34; ain gueter, frommer, grober Schwab. 2, 487, 15.
2) im appenzellischen gebiete bezeichnet man nach Tobler 405a mit Schwab 'jeden bewohner in der nähe jenseit des Rheins, den Vorarlberger, Baier, Württemberger, Badener', s. auch unter schwäbeln; Schöpf 655 (scherzweise nennt man die bewohner des bezirks Reutte Schwaben), den Elsässern (unter franz. herrschaft) galt Schwabe für Deutsche überhaupt Frommanns zeitschr. 3, 482. die Ungarn nennen jeden Deutschen Schwab, besonders ihre deutschen mitbürger, wobei die bezeichnung gehässig gemeint ist.
3) dem edlen und tapferen stamme der Schwaben war die reichssturmfahne anvertraut, er hatte das recht des vorfechtens: er verlêch ouch den Swâben, swâ man umbe des rîches nôt strîten solte, dâ suln die Swâbe vor allen sprâchen strîten. Schwabensp. 31. fliehet, Schweizer, die Schwaben kommen. sprichwort; doch ist der schwäbische stamm mehr als andere dem mehr oder minder gutmütigen spotte der bruderstämme verfallen, der sich in einer fülle von redensarten, sprichwörtern, schwänken, anekdoten ausgeprägt hat; auf diese kann hier nur verwiesen werden; auszerdem ist Schwaben selbst reich an lustigen ortsneckereien. vgl. besonders Alemannia 2, 254. 4, 144. 5, 64. 7, 67. 8, 274. 9, 102. 10, 22. 270. 13, 181. 14, 186. 273. 18, 47. freilich aus dem mittelalter dringt keine spöttische kunde über die Schwaben zu uns, nur lobeserhebung, vgl. Wackernagel in der zeitschr. f. deutsches alterthum 6, 258 ff. Socin schriftsprache u. dialekte 77. Schm. 2, 618; doch die spöttische gegenseitige characterisierung der stämme ist uralt. die geschichte von den tapferen helden, die ein flachsfeld für das meer ansehen, berichtet schon Paulus Diaconus von den Herulern (1, 20); Schwaben, Franken und Baiern werden in einem derben spruch verspottet, den Schmeller 2, 617 mittheilt:

die Swaben sind von hohem stam,
sie schaysz ain rayger ab ainem paum
nider auf die erden, bey dem Reyn;
davon die Swaben komen sein.
und von der Swaben stanck
sindt komen die Frank.
und aus der Francken ayr
sindt komen die unsaubern Payr.

bei den Schwaben mag, darauf kann der spruch deuten, eine uralte stammessage lange nachgewirkt haben. vergl. Adalswab, Altswab, Edelschwab bei Schm. a. a. o. 618; der rechten, alten adenlichen Schwaben. Zimm. chr.2 2, 483, 10. die Schwaben gelten als geil und versorgen Deutschland mit huren. Joa. Boemus (1520) bei Schm. a. a. o. 618; darnach bei S. Franck: also seind die Schwaben so eyn unkeüsch volck, dʒ es selten z rechtem mannbarem alter kumpt, und bey andern völckern ein sprüchwort darausz worden ist, Schwabenlandt gibt hren gng, Franckenland rauber und betler gng, Böhem ketzer, Beyer dieb, Schweitzerlandt hencker, Sachsen sauffer, der Rein frässig, Frieszland und die Westvaler, trewlosz oder meyneydig. weltb. 53a (1542); Jörg truchsesz von Walpurg weist mit grober rede eine hohe bairische dame zurecht, die ihn fragt, warum die Schwaben so böse ehemenner weren. Zimm. chr.2 3, 468, 7. Alemannia 1, 92. Höfer östr. wb. 3, 121 sucht den vorwurf der feigheit, den man den Schwaben macht (in der geschichte von den sieben Schwaben) mit dem sonst gerühmten schwäbischen mute in einklang zu bringen: kühnheit, durch viel sal volatile erzeugt, welche auszer den gefahren stark, in denselben oft flüchtig macht. diese meinung exemplificiert er durch eine anekdote, die auch Schmeller anführt: da wart (beim dorfe Luca a. 1301 zwischen könig Albrecht und landgrafen

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Friedrich v. Thüringen) also gros mordt, das die Schwaben die rosz ufschnitten und krochen dorin; und von denen wart ein sprichwort als: es gehet dir nun als den Schwaben vor Luca. quelle bei Schm. a. a. o. 618; es wird dir glüken, wie den Schwaben bei Lüken. Eiselein 558. der Schwabe gilt als dumm, leicht zu vexieren (pfiffig dagegen zeigt sich der Suevus im modus florum und modus Liebinc Müllenhoff-Scherer denkm. xx und xxi): ain wundergroser spaivogel, von dem wenig unberämet komen, sonderlichen wa ime ain Schwab zu handen stiesze: der muest sich leiden. Zimmer. chron.2 3, 496, 22. er braucht daher vierzig jahre, um klug zu werden: es sind also die Schwaben nicht allein die vierzig jahre brauchen um klug zu werden. Göthe 29, 79. mit köstlichem humor läszt das volksmärchen die sieben Schwaben auf abenteuer ausziehen, in Kirchhofs wendunm. (1, 318 Österley) sind es neun schwäbische helden; vgl. zur gesch. die nachweisungen des herausgebers (5, 53). Eiselein sprichw. 558. Alem. 2, 255; daher Schwabenstreich, dummer aber lustiger streich. die Schwaben haben nur vier sinne, da sie riechen mit durch schmecken bezeichnen: Schwaben mangeln eines sinnes, sie riechen nicht, sondern heiszens schmecken. Petri der Teutschen weish. 2, Ss 6a. der Schwabe kommt blind zur welt und öffnet wie die hunde erst nach neun tagen die augen Grimm gesch. d. deutschen spr.3 394. gern knüpft der spott des volkes an lieblingsspeisen an, den Schwaben werden ihre suppen vorgehalten (suppenschwaben): Schwaben, die nit gern suppen essen und geschwetzig sein. Alemannia 16, 86;

so sind die suppen der Schwaben schatz,
darzu die klapperey und schwatz.
H. Sachs 17, 399, 17 Götze;

wann der Däne verlaszt seine grütze,
der Franzos sein wein,
der Schwab die suppen,
und der Baier das bier,
sind verloren alle vier. spruch;

ebenso knöpfleschwab (von den knödeln). wochenkarte: der Schwabe hat montags nudle, dinstags hutzle, mittwochs knöpfle, donnerstags spätzle, freitags gedämpfte grundbirn, sonnabends pfannkuchen, sonntags brätle und salätle. Wander sprichwörterl. 4, 404. auf bestimmte tracht bezieht sich Fischart: Augspurger und Ulmer werden viel freundschafft zusammen suchen, wiewol kittel und händschuchschwaben ungleich namen haben. groszm. (kloster 8, 653). über schwäbisches gewand vergl. Alemannia 1, 94. blitzschwab, bigottschwab, nach den betheuerungen potz blitz, bigott. der nestelschwab verschmäht die knöpfe, befestigt rock und hosen mit nesteln. der spiegelschwab putzt sich die nase am ärmel. ein empfindlicher ist tief verletzt, als er glaubt für einen Schwaben gehalten zu werden: es könte ihm kein ehrlicher kerle nachsagen, das er ein Schwabe wäre. Weise erzn. 193 neudr. geschwätzigkeit (s. oben die stelle aus H. Sachs) gilt auch sonst als kennzeichen des Schwaben:

Schwab ein schwätzer, Böhm' ein ketzer,
Pol ein dieb, Preusz ein nimmerlieb.
Eiselein sprichw. 558;

so hab ich von solchen baursjungen
nie gehört solche klaffet zungen.
sie können schwatzen wie die Schwaben.
Ayrer 55, 7 Keller;

Polonus fur est, Prutenus proditor domini, Boemus hereticus, et Sueuus loquax. Bebel facet. (1561) 28, vergl. Schwäblein. während sonst der Schwabe für plump und grob gilt (Alemannia 1, 100), rühmt Luther seine höflichkeit: wenn ich .. viel reisen solte, wolte ich nirgend lieber, denn durch Schwaben und Beyerlandt ziehen, denn sie sind freundlich und gutwillig, herbergen gerne, gehen frembden und wanderleuten entgegen, und thun den leuten gütlich und gute auszrichtung umb jr geld. tischreden (1568) 452a;

der Baier ist grob und ehrlich,
der Schwab ist bschissa und höflich. spruch;

vielfach ist die wanderlust der Schwaben bezeugt:

quando Suevus nascitur
tunc in cribro ponitur,
dicit ei mater
simul atque pater
foramina quot cribro
tot terras circumire
hoc ordine sunt miro
debes, sic vitam finire. Germ. 6, 109.

vergl. die lustige geschichte von dem Hechinger bei Bebel, der in Rhodus aussteigend den zusammenströmenden leuten zuruft: non est uspiam inter vos bonus aliquis socius ex Hechinga?

[Bd. 15, Sp. 2145]


Bebel facet. 106 (1561); die Schwaben und bös geld führt der teufel in alle welt. sprichwort; s. auch DWB schwabensprung. sprichwörtlich: Schwab musz allezeit das leberle gefressen haben. Wander 4, 406; vgl. oben leberlein theil 6, 463 und die bemerkungen zum 'bruder Lustig' in den kinder- u. hausmärchen der brüder Grimm;

die Schwaben mit dem leberlein.
Weckherlin ged. (1648) 528.

im Breisgau nennt man die ackerfrösche Schwaben Schm. 2, 619. vgl. Germ. 13, 76.
4) besonderes:
a) 'wenn der reif bey den böttchern schleudert, so sagen sie: der hat einen crabaten gemacht; derowegen wird ein stücke reif darzwischen geschlagen, das heiszt: ein Schwabe. in Schwabenland aber leiden sie es nicht, sondern heiszen das stücke: einen philister'. Jacobsson 7, 283a.
b) swaow, mehr noch im plur. de swaob'n im gebrauch, bezeichnet altes leder von unbrauchbarem schuhwerk. es wird zu flickerei verwertet. Danneil 218b. der Schwab, gewöhnlicher der Schwaben, stück schlechten leders, das der schuhmacher zwischen die brand- und die doppelsohle legt Schm. 2, 619.
c) schwab, schwaben, bündel ausgedroschenen strohes Höfer 3, 122.
d) eine brodart von bestimmtem gewichte Schm. a. a. o.
 
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schwabe, m. und f., das lästige hausinsect (blatta orientalis oder lucifuga), die bäcker-, küchenschabe, hausschabe, schwabenkäfer, schwarzer käfer. als fem. bei Campe, Adelung, Frisch 2, 239a, dagegen mit männlichem geschlechte bei Stieler 1962: der schwabe .. insectum frumentis inimicum, curculio. das masc. findet sich besonders im oberd. Schmeller 2, 619 bezeugt für das bair. der schwab (schwab-, schwabenkäfer), schwabe, f. Reinwald 1, 150b; vgl. noch zur verbreitung des wortes Tobler 405a. Schöpf 655. Castelli 252. Hügel 145b. Hertel thür. sprachsch. 223. Mi 90b. Müller-Weitz Aachener mundart 226. Weckherlin kennt schwabe in dieser bedeutung, vgl. ged. (1648) 829 (jungfrawen Margaret Kälblins grabschrift):

doch wolt es der tod anderst haben,
der gönte sie in disem teich
den würmen besser dan den schwaben;
(er) het mer gsyfert's huus von schwowe-n-un von spinne.
Arnold pfingstmontag (1816) 60;

am gewärmten heerd des reichen
lustig zirpend wie die schwabe.
Rückert (1882) 11, 390

(dazu die bemerkung: so heiszt im fränkischen eine lästige art von hausgrillen). um das haus vor den schwaben zu sichern, musz man am charfreitage die stuben in der entgegengesetzten richtung fegen, als wie man sonst gewöhnt ist, z. b. rückwärts statt vorwärts. Birlinger volksth. aus Schwaben 2, 78. es kann keinem zweifel unterliegen, dasz das wort aus schabe in spöttischem sinne umgedeutet, in diesem sinne auch in männliches geschlecht übergeführt ist. es steht im wortspiel mit dem volksnamen: (Sabine, eine schwäbische köchin, redet:) wenn er in die kuchel kommt, so wär's nothwendig, ich schliefet unter den herd. Raimund 2, 230 (alpenk. und menschenf. 1, 9). in einigen gegenden nennt man die thiere Preuszen oder Russen: es war ordentlich graulich, wie das schwarze heer, ähnlich wie die Schwaben oder Russen hinter einem küchenherd, an mir vorbeiwimmelte. Heyse kinder der welt 2, 244.
 
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schwabeln, verb. albern, viel und geschwind schwatzen; schwablig, geschwätzig, schwable, weibsperson mit geschwätziger zunge Stalder 2, 357; schwabeln, albernes zeug schwatzen (besonders in schwäbischer art); s' g'schwabel, geschwätz Schm. 2, 620, vgl. Hügel 145b; schwabelen, wie die Schwaben reden Schöpf 655. auch im hessischen: schwabeln, verworren schwätzen, unstät umherrennen Pfister 271. es liegt eine spöttische anlehnung an den namen der Schwaben vor, denen ja eine besondere geschwätzigkeit nachgesagt wird (s. DWB Schwabe 3). vergl. oberd. schweibeln Schm. a. a. o. und schwabbeln.
 
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schwäbeln, verb., im schwäbischen dialekte sprechen oder zu ihm hinneigen; 'im Werdenfelsischen werden die schwäbelnden Tyroler des Ober-Innthales von diesem umstande Schwaben genannt' Schm. 2, 619; nein, das alles sagte er nicht, sondern schwäbelte nur die worte mit verdatterter stimme herein: höret se meine dame, der wage ischt umg'falle. A. Schebest aus dem leben einer künstlerin (1857) 175.
 
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schwaben, n. das schwäbische gebiet, eigentlich dat. plur.:

fro sollen desz all kauffleut sein,
dasz alle strassen werden reyn
in Francken, Bayren, Sachssen, Schwaben.
H. Sachs 17, 278, 29 Götze.

vgl. Grimm gramm. 3, 420.

[Bd. 15, Sp. 2146]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schwaben, verb. viel trinken, in Österreich: der kerl schwabt heunt wieder. id. Austr. 113. für schwaiben, schweiben schwemmen Hintner 227.
 
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schwabenalter, n. das alter von vierzig jahren, in dem die Schwaben verständig werden.
 
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schwabenärmel, m.: appositè, das wird sich schicken, wie eine häringsnase auf einen Schwaben-ermel. A. Gryphius (1698) 1, 724 (Peter Squentz 1).
 
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schwabenblut, n.: den gutmüthigen einsiedler jammerte das unschuldige schwabenblut, er bot ihm schutz und obdach in seiner wohnung an. Musäus volksm. 2, 9 Hempel.
 
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schwabenbrödlein, n. im Elsasz eine besondere art von gebäck. Frommanns zeitschr. 4, 474.
 
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schwabenbund, m.:

noch immer mag die kunde
der bürger herz erfreu'n
vom alten Schwabenbunde,
vom städtebund am Rhein.
Schenkendorf ged. (1815) 172.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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