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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schwabbelmeier bis schwäbchen (Bd. 15, Sp. 2141 bis 2142)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schwabbelmeier, m., wie schwabbeljochen; schwappelmayer Seiler 266b.
 
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schwabbeln, verb., von schwabben gebildet; die hochd. form dieses lautmalenden wortes ist schwappeln (s. dieses); es bezeichnet zunächst das plätschernde geräusch anschlagender oder überschwankender flüssigkeit, das stoszweise überflieszen und entwickelt dann, landschaftlich weit verbreitet, mannigfache bedeutungen (ebenso schwibbeln, schwibbern, schwubbeln, schwubbern, wabbeln, quabbeln), schwabbeln, sich fleiszig (lies: flüssig) oder weich hin und her bewegen. Sallmann mundart in Estland 27b. schwappeln, crassescere, concuti, quassari Stieler 1962. schwabbeln, beben, zittern, schwanken, dem druck nicht widerstehen; von fetten, weichen, feuchten körpern, sumpfigem boden. Frischbier 2, 325b. schwappeln, von einer flüssigkeit, in einem gefäsze hin und her schwanken und an den rand anschlagen; das schwippelt und schwappelt; schwappelnd voll, geschwappelt voll, schwappelde-, schwippelde voll, zum überlaufen voll Bernd 281; schwabbeln, wackeln, gleichsam hin und her wogen, von einem schmerbauch u. dergl. Albrecht 208b. es schwappelt mir im bauche. Klein 2, 148; vgl. ferner Hertel thür. sprachsch. 224. Jecht 101b. Spiesz 229. Kehrein 372: er lachte, dasz ihm der bauch schwabbelte; gehe langsam, das wasser schwabbelt dir sonst aus dem zuber; die schüssel war geschwappelte voll suppe. Schmidt 213; schwabbeln, taumeln wie ein betrunkener, oder quabbeln wie ein fetter körper, oder wallen, überlaufen wollen wie eine flüssigkeit aus einem vollen geschirre. Stalder 2, 357, vgl.schwaple bei Hunziker 234. Seiler 266b; schwappeln Schmid 485; schwàpeln Kramer beitr. zu einem siebenb.-sächs. idiot. 122. Schröer 205b; nd. swabbeln Danneil 217a. Stürenburg 240a. ten Doornkaat Koolman 3, 368b; transitiv, hin und her bewegen, schwanken machen, besonders gefäsze durch hin und her bewegen zum überlaufen bringen. Schemionek 37. Klein 2, 148. Woeste 264a; sehr verbreitet ist schwabbeln, schwappeln im sinne von schwatzen (ausgehend von dem durch schwabbeln bezeichneten plätschernden geräusch), vgl. niederd. korresp. 11, 5 (Hinterpommern). Frischbier 2, 325b. Kleemann 20c. Schmid 485. Seiler 266b. es ist auch ein person sie sei fraw oder man nit fridsam, wen sie wil schwappeln und schwetzen was ir inn das mul kumpt. Keisersberg emeis (1516) 86d. besonderes: nd. swabbeln, mutwillig oder ungeziemend küssen Schütze 4, 231; swabbeln, im wasser zappeln, sich aus einer gefahr herausarbeiten wollen Dähnert 476a; swawweln, schaukeln, sich hin und her bewegen, z. b. von einem boote gesagt Mi 90b. geräuschvoll einschlürfen, saufen, prassen, schwelgen: schwappeln, etiam id. est quod saufen .. dicitur etiam sich beschwappeln, tuburcinari Stieler 1962; schwappeln, trinken, saufen, schwelgen Schröer 289a; schwappeln, locker leben Reinwald 2, 116; swabbeln, unnütz verthun, prassen. brem. wb. 4, 1107 (Hannover).
 
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schwabbelpeter, m. schwätzer Kleemann 20c; s. DWB schwabbelhans und DWB schwabbeln.
 
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schwabben, verb. (vergl. das vorhergehende wort und schwappen). von flüssigkeiten, anschlagend, plätschernd überschwanken; von schwammigen, fetten körpern, sich schlotternd bewegen, zittern, beben; überflieszen machen, übergieszen, verschütten u. a. (ebenso schwippen, schwippern, schwuppen, schwuppern). schwabben et schwappen .. motari prae pinguetudine seu obesitare Stieler 1962; schwabben, in einer zitternden bewegung sein, vorzüglich aber von der bewegung einer flüssigen materie Stalder 2, 357; schwappen, schwankend an den rand schlagen (von flüssigkeiten) Jecht 101b; schwappen, überlaufen (von flüssigkeiten); umgelautet schwäppen; geschwäppte voll, zum überlaufen voll Hertel thür. sprachsch. 224; ebenso schwabben

[Bd. 15, Sp. 2142]


bei Albrecht 208b, daneben 'heftig gieszen': er schwabbte mir einen eimer wasser übern hals; schwabben, beben, zittern, schwanken, dem druck nicht widerstehen; von fetten, weichen, feuchten körpern, sumpfigem boden Frischbier 2, 325b. das wasser in einem bewegten gefäsze swappt oder swuppt Danneil 218a; swappen, schwingend bewegen oder stark und mit geräusch hin und her bewegen, klatschend schlagen oder klatschend hin und her schlagen, mit geräusch schleudern oder werfen; hê swapt hum an de oren; dat water swapt d'r afer hen; de seils swappen an de mast; hê swapt dat water ofer de dêle. ten Doornkaat Koolman 3, 371b; er bekam einen hieb, das schwappte nur so. Bernd 282; daher bezeichnet schwappen auch ohrfeigen Spiesz 230; mit geräusch einschlürfen, dann überhaupt saufen Klein prov. wb. 2, 148 (vgl. DWB schwabbeln).
 
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schwabbendig, adj. adv. voll zum überlaufen: der eimer ist schwabbendig voll. Frischbier 2, 325b; daneben schwappendig, schwebbendig, schwibbendig, schwippendig; swibb'ndig Danneil 218b.
 
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schwabber, m. oder dwall, 'ein bund ausgedreheter fäden eines alten schifftaues, so an einen stiel gebunden sind, und anstatt eines besens zur reinigung der schiffe gebraucht wird'. Jacobsson 1, 490a; zum abkühlen und auswischen der schiffskanonen werden schwabber benutzt. Bobrik naut. wb. 617a; auch der matrose oder junge, der das deck reinigt und auftrocknet, heiszt schwabber. ebenda, ndl. zwabber; vergl. DWB schwabbern.
 
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schwabberer, m. matrose oder junge, der mit dem schwabber (s. dieses) das schiff fegt. Campe:

ein drolliger patron!
geeigneter den flämischen ein schwabberer
zu sein nach einem katzenjammer.
Bodenstedt Shakespeares zeitg. 2, 153.

engl. swabber; in welchem sinne?
 
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schwabbern, verb. überschwanken, anklatschen von flüssigen, zittern, schlottern, von fetten, schwammigen, halbflüssigen körpern (vgl. DWB schwabben, schwabbeln); flüssigkeiten übergieszen, besonders aus bewegten, ungeschickt gehaltenen oder getragenen gefäszen, vergl. Bernd 281. Weinhold 88b; ebenso schwappern, schwuppern. schwabbern im gebrauche der seeleute 'mit dem schwabber reinigen' (s. dieses) Bobrik naut. wb. 617a.
 
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schwabbetzen, verb. flüssigkeiten so halten oder tragen, dasz sie überschwanken. Klein prov.-wb. 2, 146 (Österreich).
 
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schwabblerei, f. geschwätz: o diese gründlichkeit, diese klarheit, möchten sie bald allen unlogischen schwablereien ein ende machen. Platen 211a.
 
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schwäbchen, n., dimin. zum folgenden: sie gedachten das arme Schwäbchen, welches gewisz ein rechter taugenichts war, in die mitte zwischen ihre tugenden zu nehmen. Keller 4, 226.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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