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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schwabbeler bis schwabbelpeter (Bd. 15, Sp. 2140 bis 2141)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schwabbeler, m. ein schwätzer, vgl. das vorige wort und schwabbeln. schwappeler, ein übereilter, unbedachtsamer mensch. Schmid 485; nd. en swabbler, dicker kerl mit schlotterndem bauch Schütze 4, 231 (vgl.schwabbel); schwabbeler, et schwappeler, der, schwabbelerinn, et schwapplerin, die, mas, et foemina suffarcinati, et ventrosi, seu ventriosi. it. bibaces, tuburcinantes, ingurgitantes sese, voraces, helluones, vinolenti. Stieler 1962.
 
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schwabbelfett, adj. schlotternd feist.
 
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schwabbelhals, m. fetter, wackelnder hals.
 
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schwabbelhans, m. schwätzer Frischbier 2, 325b; siehe schwabbeljochen, -peter, -meier und schwabbeln.
 
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schwabbelhauer, m. aufschneider, groszsprecher; schwappelhauer Spreng bei Seiler 266b. schwappenhauer Klein 2, 148.
 
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schwabbelicht, schwabbelig, schwabblicht, schwabblig,adj. (s. schwappelig), schlotternd, überschwankend von weicher oder flüssiger masse; schlotternd fett, schwammig, aufgedunsen; vgl. Reinwald 2, 116. Keller beyträge zu einem idiot. d. thür. waldgeb. 42. Spiesz 229. Albrecht 208b. Weinhold 89a. Bernd 281. Sallmann mundart in Estland 27b; schwabbelich, beweglich, hin und her fahrend Schmidt 214; schwowelicht (Nassau), fahrig, toll, närrisch, verwirrt 216; bei Frischbier 2, 325a im sinne von 1) schwatzhaft, 2) zitterig, bebend. auch von unbestimmtem,

[Bd. 15, Sp. 2141]


leerem, ekelem magengefühl: mir ist ganz schwabbelig (s. Frischbier, Bernd, Weinhold, Albrecht a. a. o.). schwappelig, übereilt im reden und handeln, magenschwach, mit reiz zum erbrechen Schmid 485; schwabblig, voll zum überflieszen, quabbelig oder taumelnd zum hinfallen; es ist mir so schwabbelig. ebenda; vgl. Hunziker 234:

wie ein volles veilchentöpfchen
war sein herz, das aufgegangen
just am schönsten frühlingsmorgen,
alle kelche schwabblig voll
von dem klarsten taugeflunker.
Keller 10, 230.

hierzu schwabbeligkeit, f. Campe.
 
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schwabbeljochen, m. schwätzer, wie schwabbelhans, -peter (Norddeutschland).
 
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schwabbelliese, f. schwätzerin, nd. korresp.-bl. 11, 5 (Hinterpommern).
 
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schwabbelmeier, m., wie schwabbeljochen; schwappelmayer Seiler 266b.
 
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schwabbeln, verb., von schwabben gebildet; die hochd. form dieses lautmalenden wortes ist schwappeln (s. dieses); es bezeichnet zunächst das plätschernde geräusch anschlagender oder überschwankender flüssigkeit, das stoszweise überflieszen und entwickelt dann, landschaftlich weit verbreitet, mannigfache bedeutungen (ebenso schwibbeln, schwibbern, schwubbeln, schwubbern, wabbeln, quabbeln), schwabbeln, sich fleiszig (lies: flüssig) oder weich hin und her bewegen. Sallmann mundart in Estland 27b. schwappeln, crassescere, concuti, quassari Stieler 1962. schwabbeln, beben, zittern, schwanken, dem druck nicht widerstehen; von fetten, weichen, feuchten körpern, sumpfigem boden. Frischbier 2, 325b. schwappeln, von einer flüssigkeit, in einem gefäsze hin und her schwanken und an den rand anschlagen; das schwippelt und schwappelt; schwappelnd voll, geschwappelt voll, schwappelde-, schwippelde voll, zum überlaufen voll Bernd 281; schwabbeln, wackeln, gleichsam hin und her wogen, von einem schmerbauch u. dergl. Albrecht 208b. es schwappelt mir im bauche. Klein 2, 148; vgl. ferner Hertel thür. sprachsch. 224. Jecht 101b. Spiesz 229. Kehrein 372: er lachte, dasz ihm der bauch schwabbelte; gehe langsam, das wasser schwabbelt dir sonst aus dem zuber; die schüssel war geschwappelte voll suppe. Schmidt 213; schwabbeln, taumeln wie ein betrunkener, oder quabbeln wie ein fetter körper, oder wallen, überlaufen wollen wie eine flüssigkeit aus einem vollen geschirre. Stalder 2, 357, vgl.schwaple bei Hunziker 234. Seiler 266b; schwappeln Schmid 485; schwàpeln Kramer beitr. zu einem siebenb.-sächs. idiot. 122. Schröer 205b; nd. swabbeln Danneil 217a. Stürenburg 240a. ten Doornkaat Koolman 3, 368b; transitiv, hin und her bewegen, schwanken machen, besonders gefäsze durch hin und her bewegen zum überlaufen bringen. Schemionek 37. Klein 2, 148. Woeste 264a; sehr verbreitet ist schwabbeln, schwappeln im sinne von schwatzen (ausgehend von dem durch schwabbeln bezeichneten plätschernden geräusch), vgl. niederd. korresp. 11, 5 (Hinterpommern). Frischbier 2, 325b. Kleemann 20c. Schmid 485. Seiler 266b. es ist auch ein person sie sei fraw oder man nit fridsam, wen sie wil schwappeln und schwetzen was ir inn das mul kumpt. Keisersberg emeis (1516) 86d. besonderes: nd. swabbeln, mutwillig oder ungeziemend küssen Schütze 4, 231; swabbeln, im wasser zappeln, sich aus einer gefahr herausarbeiten wollen Dähnert 476a; swawweln, schaukeln, sich hin und her bewegen, z. b. von einem boote gesagt Mi 90b. geräuschvoll einschlürfen, saufen, prassen, schwelgen: schwappeln, etiam id. est quod saufen .. dicitur etiam sich beschwappeln, tuburcinari Stieler 1962; schwappeln, trinken, saufen, schwelgen Schröer 289a; schwappeln, locker leben Reinwald 2, 116; swabbeln, unnütz verthun, prassen. brem. wb. 4, 1107 (Hannover).
 
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schwabbelpeter, m. schwätzer Kleemann 20c; s. DWB schwabbelhans und DWB schwabbeln.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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