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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schuszwurm bis schütte (Bd. 15, Sp. 2103 bis 2105)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schuszwurm, m., vgl. DWB schuszschlange: iaculus .. schutwrm, schusz wurme (serpens volatilis) Dief. gl. 283a; schuszwurm, schoʒslang. nov. gl. 207b; eine art schlangen. vet. vocab. 1482 serpens jaculus Frisch 2, 236a. s. auch Dief.-Wülcker 847. Lexer handwb. 2, 838.
 
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schuszzeichen, n. ausdruck der weidmannssprache in verschiedenem sinne: 1) 'die merkmale, welche ein wild zu erkennen gibt, wenn es getroffen und wo es angeschossen worden'. 2) in manchen gegenden marken oder zettel, die man beim jagen zum ausweise seiner berechtigung bei sich tragen und den jagdaufsehern auf verlangen vorzeigen musz. 3) ehrenzeichen für einen glücklichen schusz, bestehend in einem grünen zweige auf dem hut oder der mütze Behlen 5, 559.
 
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schuszziel, n. ziel nach dem geschossen wird, mhd. schuʒzil Lexer hwb. 2, 840; freier: das ist das recht schuszzil, daruf man begert üwer antwort gütig z hören. Zwingli 1, 129.
 
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schute, schüte, f. kleines schnellsegelndes fahrzeug; übernahme aus dem schwed. skuta, dän. skude; auf altnord. skûta, schnellsegler, zurückführend und zu altnord. skjóta schieszen gehörig (vgl. schieszen 1, oben sp. 31 ff.), entsprechend auch dem niederl. schuyte, lembus, lenunculus, navigiolum, cymba, alveus, linter Kilian; als schute, schutte bereits mittelniederdeutsch Schiller - Lübben 4, 154b; Hamburger schuten, ein kahn 120 fusz lang, 18 fusz in der mitte breit, fünf fusz hoch .. sie fahren auf der Spree, Havel und Elbe. Jacobsson 4, 70a;

ein lanck sammitten schlepe,
de als dat grote stür in einer vollen schuet
en volgde hindert gat, ein schrit lanck achter uth.
Lauremberg scherzged. 2, 769;

als schüte: schüte, die von Leiden kam. Thümmel 1, 196;

den rudrer
von der schüte.
Klopstock 2, 166;

vielfach in holländ. form: schujt, navicula, nasselle Schottel 1411 (als neutr. angegeben); schuyte, f., scheute, treckscheute, barchetta, barca, gondola, barque, gondole, nacelle, esquif Rädlein 803b; schuyte (eine art von schiffen), navis tractoria Steinbach 2, 530; dasz jetzo keine grosze schiffe mehr, sondern nur kleine schuyten einlauffen können. pers. reisebeschr. 2, 3; den ankunftsaugenblick jeder der sechs schuiten, welche täglich von Harlem nach Amsterdam vorüberfuhren. Immermann Münchh. 2, 99.
 
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schutt, m. schüttung und geschüttetes; erst nhd. aufgekommenes, zufrühest in technischer sprache erscheinendes, zum verbum schütten gehöriges wort, nebenform zum fem. schütte (s. d.).
1) in technischer bedeutung.
a) zuerst seit dem 15. und 16. jh. als erdaufwurf und umwallung, besonders seitens der belagerer um eine eingeschlossene stadt: agger schut Dief. 17c; kam NebucadNezar, der könig zu Babel, mit alle seiner macht wider Jerusalem, und sie lagerten sich wider sie und baweten einen schut umb sie her. 2 kön. 25, 1; wider dich wird er bollwerck aufschlahen, und einen schutt machen. Hes. 26, 8; wo er die mauren nicht kan umbstoszen, wird er so hohen schut drumb machen, das er uber die mauren hienein schieszen und lauffen wird. Luther 3, 235a; vielleicht wird er sich rüsten mit schut und bollwerg. 5, 74b; bildlich: wer sich denn nicht hinder solch exempel legt, und jm die furcht gottes zu einem guten schutt und wallen macht, wie mag er bleiben. 1, 500a; ohne artikel: alle festunge werden jnen ein schertz sein, denn sie werden schut machen, und sie doch gewinnen. Habac. 1, 10; plur. dazu schütte: fellet bewme, und macht schütte wider Jerusalem. Jer. 6, 6; also wird der könig gegen mitternacht, daher ziehen, und schütte machen, und feste stedte gewinnen. Dan. 11, 15; bei Stieler plur. schutte: der schutt, plur. schutte, agger, humus congestitia 1944. in neuerer sprache abgestorben; Steinbach führt es als vocem non ubique usitatam auf: schutt, aufgeführte erde, agger, schutt um eine stadt führen, aggere urbem cingere, schutt auf führen, aggerem exstruere 2, 526; gelegentlich wird es aufzufrischen versucht: daher ward im dritten feldzug, 352, die belagerung der stadt begonnen. ein schutt war gegen die mauer geführt, von hölzernen wänden eingeschlossen, dasz er nicht zerfalle. Niebuhr röm. gesch. 2, 531; ein ausfall vereitelte diese gedanken, durch den die belagerer zersprengt, schirmdach und rüstzeuge eingeäschert wurden, der schutt geebnet. ebenda.
b) bei der weinkelter, so viel trauben als auf éinmal in die kelter geschüttet werden, und der saft davon:

[Bd. 15, Sp. 2104]


es ist der erste schutt
nicht anderst noch als trüb, wie ihn des trägers butt
aus küblen einher bringt. derhalben trinkt mit maszen!
wer lauters haben will der mus ihn jähren lassen.
Rompler dedication s. 1.


c) bei bierbrauern das zu einem gebräude gehörige malz, wie man es in das dazu gehörige wasser schüttet; redensart: nach dem vorgeschriebenen schutt und gusz brauen, z. b. zu einem gebräude gehören 12 scheffel schutt (malz), 20 eimer gusz (wasser) und zwey scheffel hopfen. Jacobsson 4, 70a.
d) bei müllern das zum abmahlen aufgeschüttete getreide, auch aufschutt.
e) in der älteren landwirtschaft bestimmte menge getreide als gegebener lohn und unterhalt: der hirtenlohn und schutt, der hirtenlohn und das getreide, welches dem hirten so wohl als lohn als auch für das vieh gegeben wird. Adelung; vgl. dazu hirtenschutt unter hirtenschütte theil 4, 2, 1577.
f) im österreichischen bergbau schutt oder rolle, kleiner schachtartiger raum zum abwärtsfördern von ausgehauenen mineral- oder auch von andren massen durch hinabstürzen. Gätzschmann2 85. 76. anderes schutt vgl. unter schütte 3.
2) in freier verwendung, seit dem 17. jahrh., als stoffbezeichnung ohne plural.
a) aufgeschüttete, zusammengebrochene erd- und steinmasse von zerstörten gebäuden, gesteintrümmer u. ähnl.: schut, materie delle case ô altri edificii distrutti, les matières des maisons ou autres bâtiments abatus Rädlein 803a; vgl. dazu erd-, kalk-, sand-, steinschutt, auch mistschutt; mit schutt ausfüllen, ruderare, ruderibus locum complere, sive lapides contusos calce admistos pavimentis faciendis substernere Stieler 1944; schutt von alten maurwerk, rudera Frisch 2, 236c; man musz auch den schutt wegschaffen, den platz abräumen und ebenen. Göthe 59, 84; nicht lange nach dieser begebenheit geschah es, dasz man einen brunnen auszuräumen hatte, der im hinterhofe des landhauses unter wildem gesträuche versteckt und viele jahre lang verschüttet war: da man den schutt durcheinander störte, entdeckte man ein todtengerippe. Schiller 4, 248. beliebtes wort der dichter:

ihr zerstörten schlösser
und städte voller schutt und stein.
P. Gerhardt s. 96, 40;

ein neues schönes weltgebäude
wird aus des alten schutt entstehn.
Cronegk 2, 213;

der nur für Rom und für die freyheit lebt,
und, ihren fall den göttern zu vergeben
unfähig, sie zu überleben
verschmähend, sich in ihrem schutt begräbt.
Wieland 9, 259;

bringt .. der winter ball, konzert und schlittenfahrten wieder,
steigt unser bühnchen auch aus seinem schutt empor.
Gotter 1, 83;

trepp und gang und capelle
(sind) in schutt und trümmer verwandt.
Göthe 1, 104;

wie du emporstrebst
aus dem schutte,
säulenpaar! ...
in des brombeergesträuches schatten
deckt sie (die säulen) schutt und erde. 2, 179;

die hütte baute noch mein vater
aus ziegeln und des schuttes steinen. 181;

aus Roms verfallnem schutte. 11, 315;

dir war ein pferd in dem stalle verschüttet. die glimmenden balken
lagen darüber und schutt. 40, 250;

sprich, du hättst auf Karthagos schutt
den Marius gesehen.
Schiller 1, 269;

Priams veste war gesunken,
Troja lag in schutt und staub. 11, 390;

verödet sind die städte, Magdeburg
in schutt. 12, 8 (Wattenst., prolog);

bildlich: die abendröthe und der abendstern waren untergegangen, die erde wurde ein rauch und schutt der nacht. J. Paul Tit. 5, 149; moos und schutt der zeit. 153; der schutt falscher und halbwahrer begriffe, durch die wir uns bahn brechen müssen. Savigny syst. des röm. rechts 1, xxxii;

wie öde, hohl und leer
liegt alles vor mir da, und ausgebrannt,
ein groszer schutt, die stätte meines glücks.
Göthe 9, 308.


b) schutt, geröll von bergen und zerbröckelndem gewachsenem gestein, grus, berg-, felsenschutt; zum bau eines dammes verwendet:

sieh! wie rings der damm sich erhebt und schon nach der mitte
sich der rollende schutt, den kreis verengend, herandrängt.
Göthe 40, 360;

[Bd. 15, Sp. 2105]


bildlich:

ich brauche wahrheit — ihre stille quelle
im dunkeln schutt des irrthums aufzugraben,
ist nicht das loos der könige.
Schiller 52, 292 (Carlos 3, 5).


3) schutt, rheinisch (nach schütten 7, a unten), ein tüchtiger regenschauer. Kehrein 370. vgl. auch schütte 5.
 
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schütt, m., wie das fem. schütte 1 (s. d.):

der fels hat oben einen schüt,
er selbs unter dem wasser ist. spruch von Tegernsee bei
Schm.2 2, 490.


 
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schütt, f., s. DWB schütte.
 
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schütt, n. vorrichtung zum stauen und abflieszenlassen des wassers, nebenform zu schütz (s. d.), mit niederd. lautstande nach dem nd. fem. schütte Schambach 188a, mnd. schutte Schiller-Lübben 4, 156a; vgl. auch schott 2, sp. 1610 oben; bildlich:

dann ist es zeit das schütt der thränen aufzuziehen.
Göckingk lieder zweier lieb. 80.


 
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schuttberg, m. berg, erhöhung von schutt gebildet: jene schuttberge, welche alle städte des Pharaonenlandes umgeben. Brehm illustr. thierleben 2, 115.
 
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schüttboden, m. boden auf welchen getreide zum lagern geschüttet wird, kornboden, speicher. Stieler 1944: unsere schwägerin .. hat die kasten voll, das hausz beschicket, die schüttboden versehen, die keller sonder mangel. A. Gryphius 1698 1, 165; in die scheune oder auf den schüttboden. unwürd. doct. 236.
 
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schütte, schütt, f. schüttung und geschüttetes, nebenform zum masc. schutt; mhd. als schüte, schut zuerst vorkommend.
1) anschwemmung, angeschwemmtes erdreich, besonders dadurch gebildete kleine insel. Lexer mhd. handwb. 2, 832; bairisch die schütt, anschütt, erdreich, das ein flusz innerhalb des wassers oder am ufer angeschwemmt und aufgehäuft hat, fluszinsel oder werd, anschwemmung, alluvio Schm.2 2, 489; die schütt zwischen zwey Pegnizarmen in Nürnberg. ebenda; vgl. auch DWB anschütt oben theil 1, 451.
2) erdaufwurf und umwallung (vgl. DWB schutt 1): agger schütt Dief. 17c; die schütte, ein aufgeworffen erdtrich, murus, agger terrenus Maaler 362d; schütte, vallum, levee de terre, agger terrenus Schottel 1411; schutt et schütte, aggerem terrenum aut vallum notant Stieler 1945; zu befestigungs- und vertheidigungszwecken: (es wurden) mauren, türne, schütten und alle were umbgraben, geschleufet und verfellet. d. städtechron. 10, 322, 17; hatt ein behemischer herr .. den graben, schütt und mauer umb das schlöszl Weigs lassen pauen. 15, 28, 18; von belagerern errichtet: (sie) schutten eine schut umb die stad. 2 Sam. 20, 15; da füllet Pompeius die tieffen gräben mit holtz ausz und mit schütten ebnet er den graben. S. Franck chron. 1531 32a; er umbgab die statt mit iij. schütten. 34a; belagerten sie Stargardt an einer seiten und beschanzten sich mit schütten und gräben. Waissel chron. (1559) 238a; liesz etliche schifflin ausz dem Nilo, durch den graben und cannal an die schütten und bollwerk führen. buch d. liebe 219b; pflegt man von wasen und erden .. eine schütt zusammen lassen tragen. Kirchhof milit. disc. 175. vgl. auch anschütt th. 1, 451.
3) auch von sonst zusammengeschütteten oder geschwemmten dingen und dem orte ihrer lagerung in mancher art: sandschütte, steinschütte Adelung als oberdeutsch; mit erdinen schütten und grieszsand verwarte wege. Birlinger augsb.-schwäb. wb. 404b; die schütt, in Franken der schutt Schm. 2, 489; in Dillenburg heiszt die schütte ein mit bäumen bepflanzter platz in der nähe des schlosses Kehrein Nassau 2, 66, wol ursprünglich ein schuttaufwurf; bergmännisch ohne umlaut schutte, neben dem masc. schutt, blinder schacht, gesenk Veith 436; schütte, an der oberen Elbe, soviel als eine eisstopfung Jacobsson 7, 282a; bei jägern schütte, futterschüttung für wild, vgl. dazu auch schüttplatz; sonst ort für ablagerung von dünger, schutt und dergl., und dieser selbst: eine gemeine schütte, ort oder platz, dahin man allen wst oder ungeseüber einer statt hin tragt, schüt oder frt, locus congestitius Maaler 362d; schütte, loch, darein man den wust schüttet, locus congestitius, rudetum Dentzler 2, 257b; bair. die einschütt, ort wo unrat und dergl. ins wasser geschüttet zu werden pflegt; so heiszt ein platz in München: auf der einschütt. Schm. 2, 489; (dasz der schüttmeister) alle tag auf die schut gen woll und do die schut und hauffen eingleichen. Tucher baumeisterb. 58, 1; schütmeister, der der schut allenthalben wart vor den thoren und ine der stat. 57, 28.
4) schütte, ort für lagerung des aufgeschütteten getreides, speicher, schüttboden, vgl. dazu kornschütte th. 5, 1830: schütte,

[Bd. 15, Sp. 2106]


heiszt beim getraide der ort, wo man es hinschüttet. Frisch 2, 236c; schweiz. schütti schüttboden Stalder 2, 356; ob iemand getraide her in die stat schüttet und derselb nicht aigner schüt hie hat, der soll ein schüt besteen (mieten) von einem burger. Nürnb. pol. ordn. 216 (15. jh.); alle kästen, speicher, schütten und gebien lagen voll (von getreide). Garg. (1590) 109; scherren und schütten, dahin jr ewer frucht verwahret. Sebiz feldb. 13; kornsäcke ab meiner schütte. Pestalozzi 2, 170; es musz ein bauer viel korn auf der schütti haben. 4, 246; wo kein korn auf der schütte ist, da läuft auch kein mehl in den kasten. daheim 31, 342b.
5) schütte, schweiz., menge herabgeschütteten regens, regen- oder hagelschauer (vgl. dazu schütten 7, a unten): schütti, regenschauer Stalder 2, 356; d'schütti, plötzlicher heftiger regen, schlag-, platzregen Seiler 265b; die schüti, platzregen Hunziker 233. s. auch schutt 3.
6) schütte, bestimmte menge getreide als gegebener lohn und unterhalt, in hirtenschütte th. 4, 2, 1577. vgl. auch oben schutt 1, e.
7) am häufigsten schütte von soviel langstroh, als auf einmal über die tenne zum ausdreschen der körner gelegt worden ist, und nach dem ausschütten dieser aus den hülsen gerafft und gebunden wird: eine schütte stroh, fasciculus stramenti, sive stramentitius Stieler 1945; bair. die schütt, bündel ausgedroschenen, nicht zerrütteten strohes, auf welchen in der regel anderthalb garben von ungedroschenem getreide gehen. Schm. 2, 488; und helt doch so viel im fewer als ein schütte stro. Mathesius Sar. 113a; mit einer schütte stroh und hauptkissen zufrieden. westfäl. Robins. 43; zog ich ... einen halm aus einer schitte stroh. unwürd. doct. 238; zwo schütten stroh. 646; da er, von allen menschen verlassen, ausgehungert, ohne kleider, ohne bette auf einer schütte vermoderten strohes lag. J. E. Schlegel 5, 373; an seiner seite findet er ein dürftiges brod nebst einem wasserkrug, und daneben eine schütte stroh zu seinem lager. Schiller 6, 113;

so kommt in meine hütte,
da steht euch milch und brot, und eine gute schütte
von frischem stroh zu dienst.
Wieland 22, 166 (Oberon 4, 37);

ein schlechtes brot und einen wasserkrug,
und in der ecke eine schütte stroh.
Hebbel 1, 154;

ins gebirg am frühen tag
schritt ich aus des waidmanns hütte,
wo der freund auf seiner schütte
noch in tiefem schlummer lag.
Geibel 2, 77;

mit obscönem beisinn:

auch trisch ich an lerer schüt nit gern. fastn. sp. 346, 28;

man sol ausz treschen ain volle garben,
und sol ain lere schüt lassen darben,
wann ain volle garb gibt reilich korn,
an lerer schüt ist alls treschen verlorn. 748, 5;

als masztheil bestimmt: funffzehn schütten machen eine mandel, und sechzig ein schock stroh. öconom. lex. 2237.
8) schütte, in bezug auf die in büscheln wachsende krapppflanze, färberröte: sie schneiden alleyne den stengel alle jar abe, damit sie den samen davon (von der röte) haben mögen, decken darnach die wurtzel zu, und werffen auff eyne jede schütte, wo sie am besten und dickesten inn forchen stehet, zweyer finger dick erdrichs, damit das gefröst der wurtzel keynen schaden thue, und sie desto dicker auffwachsen möge. Sebiz 285. nahe rührt an diese bezeichnung die schött, in oberdeutschen gegenden bündel flachs, vgl. oben sp. 1610.
9) schütte, name des taucherhuhns, colymbus troyle Nemnich, ist wol ein völlig anderes wort; in Helgoland skütt, lumme, uria. Frommann, 3, 33.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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