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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schuszkeil bis schuszloch (Bd. 15, Sp. 2100 bis 2101)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schuszkeil, m. bei der artillerie richtkeil (womit die kanonen zum schusse gerichtet werden). Adelung. Jacobsson 4, 69b.
 
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schuszkelle, f., mundartlich für schoszkelle (s. daselbst sp. 1603) Göpfert 53. Pasch 100.
 
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schuszkettenware, f. eine art gewebe in mechanischen webereien, s. Karmarsch-Heeren3 10, 747.
 
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schuszlade, f. bei der artillerie behälter für das zum kanonenschieszen nötige gerät. Jacobsson 7, 281a.
 
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schuszladen, m. in mühlen eine eichene bohle, die bei dem fachbaume anfängt und in den kropf eingelassen ist, damit das wasser bei unterschlächtigen mühlen darüber mit gewalt auf das geschaufel auffallen kann, auch gefällladen, gieszbrett, schuszbrücke. Jacobsson 4, 69b.
 
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schuszlaube, f. weiszfisch, cyprinus alburnus, der gewöhnlichste fisch im Bodensee. Frommann 6, 120, 50 (alem.). Höfer 3, 119 (in Baiern und Tirol).
 
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schüszlein, n.
1) deminutiv zu schusz, in der bedeutung I, 4, sprosz, trieb: es (das graslaub) hat just wieder so zarte schüszle. Ludwig 2, 79.
2) zu schüssel, vgl. schüssellein: lieber will ich meinen sieben knaben ihre becher und schüszlein in der finstern hölle zureichen, als fern von meinen kindern euch, ihr heiligen, in der strahlenden burg des himmels. Freytag ahnen 2, 357.
 
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schuszlich, adj., vgl. schuselig: (das mädchen) ging ungleichen schrittes den weg zurück, auf dem es hergekommen war; eine strecke säumig schlendernd, die andere schuszlich dahineilend. Anzengruber3 1, 138.
 
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schüszling, m. aufgeschossener trieb, vergl. schöszling (sp. 1604 f.) und schusz I, 4, dafür auch schieszling (sp. 50) und schützling (s. daselbst), mhd. schüʒʒelinc, schüʒling, schöszling, reis. Lexer hwb. 2, 839.
1) gewöhnlich von pflanzen: novelle summer nuwe schuszling Dief. gloss. 383b; palmes scuzzeling, auszschusz- vel schusling, schiszling .. schüszlin .. heuriger schüszling, neuer schiszling der weinreb .. schusz-, schöszling. 407b; berhafftig schüszling, scuʒʒelinc, weinreb schussling. nov. gloss. 277b; propago .. iunger weinstock, vlg. schüszling. gl. 465b; surculus .. schusling, vlg. iunge zwigel. 568c; berhaftiger schüczeling, scuziling, schusling vel iunge zweidel. nov. gloss. 356c; vitulamen ... unnutz schuszling .. schusseling unden vel neben am baum. gl. 624b; novellus, schuszling oder paum, die noch nicht getragen haben. voc. v. 1482 bei Lexer a. a. o., vgl. Pritzel-Jessen unter vitis vinifera; aufgeschossenes reis von einem jahre. Campe: er (der 'unk') verderbt die schüʒling. Megenberg 264, 8; aber der swarz (alberpaum, pappel) der switzt ze öbrist auf den schüʒlingen

[Bd. 15, Sp. 2101]


harz. 339, 31; din sün sein als die schüszling der ölbaum (sicut novelli olivarum) in dem umgang deines tisch. bibel von 1483 292b (ps. 127, 3); ein bawm hat hoffnung, wenn er schon abgehawen ist, das er sich wider verendere, und seine schüsslinge hören nicht auff. ( Luther) Hiob 14, 7.
2) übertragen auf menschen: imberbis .. schusling, vlg. junger knecht Dief. gloss. 287a; ein schusling, schussling, i. iuvenis. nov. gl. 210b; impuber vel -is schusling 212a; vitulamina spuria schuszling der basthart gloss. 624b; vgl. auch: modernus .. neu- vel schuszling 364c; schuszling nov. gloss. 258a; schüszling, s. in schiessen, schieszling, ein aufgeschossener junger mensch, eigentlich aber ein schusz unten am baum, stolo. Frisch, 2, 235b; schweizerisch schüzlig, dazu schüzligbube, knabe von 15—18 jahren, in der übergangsperiode zur männlichkeit, schüzligmaitli backfisch Hunziker 234. Seiler 266a.
3) von thieren, junges schwein von 4—6 monaten. Nemnich. Jacobsson 7, 281a; schweizerisch schüzligsou, halbausgewachsenes schwein. Seiler 266a.
 
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schuszlinie, f. linie, in der ein abgegebener schusz fliegt: er ist aus der schuszlinie. in schuszlinie kommen. Wander 4, 398; er (der feind) zog die gefallenen und die breterwagen mit sich aus der schuszlinie. Freytag soll 2, 249.
 
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schuszloch, n., mhd. schuʒloch für schieʒloch Lexer hwb. 2, 838; so auch noch nhd., s. Jacobsson 4, 281a. gewöhnlich von schieszloch geschieden, loch, das eine abgeschossene kugel (in der schieszscheibe, dem menschlichen körper u. s. w.) macht. Campe: torweit zerflennend schuszlöcher. Garg. 18b; im bergwesen loch, das mit dem bohrer ins gestein gebohrt wird, um nachher zum zweck einer sprengung mit pulver gefüllt zu werden. Jacobsson a. a. o.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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