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schüszeisen bis schuszgabel (Bd. 15, Sp. 2097 bis 2098)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schüszeisen, n. (wol für schieszeisen), im bergwesen 1) ein instrument, das quer über den pumpenstock gelegt wird, damit

[Bd. 15, Sp. 2098]


der zug, wenn er bricht, nicht hineinfalle; 2) 'ein eisen wie ein fäustel, so über das schuszloch ins gestein eingehauen, und auf das schieszblech und die spreize daran getrieben wird.' Jacobsson 7, 280b, vgl. schieszeisen, schieszblech Veith 412 f.schweiz. schüszeisen, schieszgewehr Stalder, 2, 356.
 
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schüszen, verb., s. schieszen.
 
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schuszfaden, m. in der weberei die quer laufenden fäden, einschlag, auch schusz (s. daselbst II, 5, b) Karmarsch-Heeren3 10, 454.
 
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schuszfähig, adj., zum schieszen verwendbar: die kanone ist noch schuszfähig u. ähnl.
 
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schuszfall, m. im bergwesen die durch bohren und schieszen losgesprengten gesteinmassen. Veith 436.
 
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schuszfeld, n., vgl. schuszbereich: doch haben die sofort von den Franzosen errichteten batterien allerdings ein weites schuszfeld bestrichen. neue preusz. zeit. 1870, nr. 288.
 
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schuszfertig, adj., zum schieszen fertig: sich schuszfertig machen. schuszfertig sein. das schuszfertige heer. mit schuszfertigem bogen. Campe; eines tages, den vögeln im getreide ... nachstellend, trug ich das schuszfertige gewehr unter dem arm. Voss briefe 1, 30; links in einem gebüsche ein beduine, das gewehr im anschlag, rechts auf einem dromedar ein anderer beduine, gleichfalls schuszfertig. Anzengruber3 4, 5.
 
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schuszfest, adj., fest, gefeit gegen schüsse, durch schüsse nicht verwundbar Campe: davon will ich garnicht einmal reden, dasz die marionette oder der mensch, der den geist vorstellte, so gut umpanzert sein konnte, dasz er schusz- und degenvest war. Schiller 4, 251.
 
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schuszfinger, m. bezeichnung des zeigefingers in den ältern germ. dialekten, so mnd. schotvinger Schiller - Lübben 4, 129a, altfries. skotfinger Richthofen 1032b f., ags. scytefinger Bosworth-Toller 848a, vgl. W. Grimm kl. schr. 3, 433.
 
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schuszfrei, adj. frei, sicher vor dem schusse, auszer schuszweite Campe; schusz-frey, franco del tiro cioè a pruova del tiro del moschetto. ein schuszfreyer küris, schuszfrey seyn (im sinne von schuszfest, vgl. daselbst) Kramer dict. 2, 521c; extra teli jactum; ab ictu telorum tutum esse. Apin gloss. 488: warum fährt mancher vor schrecken auf, wenn eine kanone abgefeuert wird, ob er gleich schuszfrey steht, und auch vorher überlegt hat, dasz ihn die kugel nicht treffen könne. Mendelssohn bei Göckingk Nicolais leben s. 176; denn es gibt kanonenboote, welche nur ein fahrwasser von kaum 4 fusz wassertiefe brauchen, aber solche kanonenboote sind wiederum ihrerseits nicht schuszfrei. mit schweren feldgeschützen wird man sie in den grund bohren können. Augsb. allg. zeitung 1870, s. 3630a;

du, got, bist nu mein starcker schilt,
darunder (recht schuszfrey) verborgen
ich sicher vor gefahr und sorgen ...
kan stehts getrost und ruhwig sein.
Weckherlin ged. 23 (ps. 7, 11);

vielfach in freierem sinne: bist du gleich obrist leutenant und beydes vor meiner schönheit und meinen verehrungen schuszfrey, so seynd doch andere ... die sich gar gern dadurch berücken lassen, mir recht zu geben. Simpl. 3, 286, 15 Keller; das neue system nun hat groszen eingang und viele anhänger gefunden ... auch die gutgesinnten waren nicht allerdings schuszfrey. Claudius 6, 8. so auch: sie ist schusz-frey, ella è fatata, cioè puttana che hà ed usa rimedii contro l'ingravidamento. Kramer dict. 2, 521c.
 
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schuszgabelf.
1) in der mechanischen weberei ein kleiner zweiarmiger hebel, der bei bewegung der lade in den rost derselben eintritt, wenn kein schuszfaden vorliegt, sonst zurückgedrückt wird. Karmarsch-Heeren3 10, 531.
2) in Basel schuszgabel 'eiserne gabel mit zwei zinken, womit das heu auf den wagen und dann auf die heubühne geschossen oder gereicht wird Spreng, jetzt ladgable'. Seiler 266a, westf. schotgaffel halblangstielige heugabel Woeste 230b.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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