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schusterherberge bis schusterknecht (Bd. 15, Sp. 2081 bis 2082)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schusterherberge, f. albergo, ridotto de' compagni calzolari Kramer dict. 2, 674b.
 
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schusterholz, n. ein name des hartriegels und seines holzes, cornus sanguinea Nemnich. Pritzel-Jessen.
 
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schusterieren, verb., scherzhafte bildung, henneb. schuhe

[Bd. 15, Sp. 2082]


flicken Spiesz 228, thür. schsderēr. 1) schuster sein, 2) mit einem beine schlittschuh laufen Hertel 42. sprachsch. 223.
 
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schusterig, adj. 1) in der Schweiz stümperhaft Stalder 2, 356 (vgl. DWB schustern). 2) gehört niederd. schûsterig, bange, furchtsam, hierher? s. nd. korrespondenzbl. 2, 70.
 
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schusterin, f.: sutrix schchsûterin Dief. nov. gl. 354b (anfang des 15. jahrh.); schusterinn, die, calceolaria Stieler 1938; sutrix Steinbach 2, 526; und die kunigin tet der Stengel schusterin vil gutz. d. städtechron. 10, 126, 15; schneider schneideryn, schuster schusteryn, doctor doctoryn. Luther 14, 127, 25 Weim. ausg.:

als die schustrin das krawt hertrug,
der schuster an den kopff sie schlug.
H. Sachs 4, 3, 82b.


 
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schusterisch, adj. idem (wie schusterhaft) Steinbach 2, 526; schusterisch (ist verächtlich) sutorius Frisch 2, 236b.
 
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schusterjunge, m. ragazzo calzolaio Kramer dict. 2, 674b: es käme nur darauf an, was du werden möchtest, schusterjunge oder schneiderjunge ... ach, madame Müller, sagte ich in meiner unschuld, schusterjunge mag ich nicht werden. Ludwig 2, 456; wenn's nicht einmal ein schusterjung ist, sonst pfeifen und singen die leut' gar nicht. Auerbach dorfgesch. 3, 80. sprichwörtlich: von Konradel geh' ich nu schon nicht weg, und wenn's schusterjungen regnet. Holtei eselsfresser 3, 6, s. Wander 4, 401. — in Preuszen von salzfladen, die gewöhnlichste art fladen zu 1 pfennig. Frischbier 2, 324b.
 
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schusterkäfer, m. eine käferart, scarabaeus eremita Nemnich.
 
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schusterkarpfen, m. scherzhafte bezeichnung der schleie Nemnich. Adelung. Höfer 3, 120, nd. schosterkarpe brem. wb. 4, 667, vgl. DWB schuster II, 4, b und schusterfisch, und schneiderkarpfen für hering (sp. 1274); Stieler nimmt auch schusterkarpfen in diesem sinne: schneiderskarpen, joco appellant halecubam, it. schusterkarpen 931; der sinn der bezeichnung ist offenbar, dasz der wirkliche karpfen für den schuster zu theuer ist und er sich daher an dessen stelle mit einer gewöhnlichern und billigern art fische begnügen musz; vgl.: denn wenn ein armer handwerksmann bisweilen nit weisz, womit er sein hausgesind speisen sol, so läszt er ihm vor einen seszling zween hübsche grosze hering holen, damit kan er die hungerige bäuche aufhalten, darum man diesen fisch in seestädten schusterkarpen oder schneiderkarpen heist. Colerus calend. (1640) 9.
 
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schusterkleister, m. kleister von grobem mehl, den die schuster gebrauchen. Campe. in Wien dafür schusterpapp. Hügel 144b.
 
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schusterknecht, m.: wir haben propheten im land hin und her, die leren die leute allzu freudig trotzen, und reden mit der hohen maiestet, als mit einem schusterknechte. Luther 3, 162b (12, 499, 16 Weim. ausg.).

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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