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schüsselfreund bis schüssellampe (Bd. 15, Sp. 2074 bis 2075)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schüsselfreund, m. 1) ein freund der schüssel, d. h. der gern bei der schüssel sitzt. 2) ein freund, der es nur bei der schüssel und wegen der schüssel ist Campe.
 
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schüsselhader, m. schüsseltuch.
 
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schüsselhecht, m. 1) mittlere gattung der hechte, welche weder zu grosz noch zu klein sind und für die besten gehalten werden, auch mittelhecht genannt Adelung. 2) ein hecht, welcher auf einer schüssel über kohlen, ohne wasser, in seiner eigenen brühe gekocht wird Campe.
 
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schüsselholz, n. holz, aus dem man schüsseln drechselt: wann si aber schisslholz niderschlagen wöllen, so sollen si es thuen an den weitisten und ungleglichsten orten im gericht. tir. weisth. 4, 274, 21.
 
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schüsselicht, adj. schüsselförmig, schüsselähnlich; sprichwort: ists nicht schüsselicht, so ists leffelicht, natura paucis contenta est Stieler 1946.
 
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schüsselknecht, m. küchengerät, hölzernes gestell, auf dem man die abgewaschenen schüsseln ablaufen läszt Adelung.
 
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schüsselkoch, m. eine art milchspeise, welche in der schüssel in einem ofen gebacken wird Adelung: gebackene milch oder schüsselkoch. Amaranthes frauenz.-lex. (1715) 632.

[Bd. 15, Sp. 2075]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schüsselkorb, m. gestell, geflecht, auf das man schüsseln setzt: cartallum, schusselkorb, schüsselkorb, schiszelkorb Dief. 103b; lanxinacta schüsselkorp 317c; scutellarium schusselkorb 522b; und wo er sicht schüssel, stuol, pengk, schüsselkorb, teller, löffel, .. daʒ mag er nemen .. im feur legen. tir. weisth. 2, 354, 14;

wann er nun die schüssel hat so hat er nicht
ain schüsselkorb der z gehört, der ist entwicht.
Uhland volksl.2 557 (278, 2).

in festen verbindungen und redensarten; mit einem obscönen beisinne: uber das alles, wenn einem pfaffen seine magd fellet uber den schüsselkorb, und bricht in zwey stück, das man ein teil mus zur tauffe tragen, so wechst der zinse uber den jerigen gülden. Luther 2, 137b; ironisch:

mit Bersabe zeigendt (kokette weiber) ir bein,
wie sy doch sindt so katzen rein
von milch und blt zsamen gflossen,
durch ein schissl korb gegossen.
Murner narrenbeschw. 14, 65.

zur bezeichnung eines verächtlichen gegenstandes: jr hieszet sein (Christi) blut nicht einen kelch, sondern einen schüsselkorb oder leffelfutter. Luther 3, 68a; im lügenmärchen:

dem schüsselkorb ward wee zu einem kinde.
Haupts zeitschr. 2, 563;

wems glück wol wil, der fährt auf einem schüssel-korb übern Rhein. Abr. a S. Clara gack gack 194; als fluchwort:

boz schüsselkorb und hännen tharm! Etter Heini 2586;

spöttisch von einem geflecht, in dem die gesalbten haare getragen wurden:

das es (das haar) jm schusselkorb werd krusz.
Brant narrenschiff 4, 11;

sprichwörtlich: aus einem schüsselkorbe eine haspel und aus einer sau einen krebs machen. Wander.
 
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schüsselkracke, f. eine krackenart, mit zwei ungleichen rundlichen schalen, ähnlich der schüsselschnecke. Oken 5, 503.
 
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schüsselkunz, m. peziza, eine pilzart Oken 3, 117.
 
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schüssellampe, f. lampe, die man in kleinen schüsseln mit talg macht Jacobsson 4, 68a.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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