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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schürglohn bis schurke (Bd. 15, Sp. 2046 bis 2047)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schürglohn, m., ò schürger-lohn, carriuolatico, mercede per il fachino che carriuola. Kramer dict. 2, 683c.
 
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schurgrube, f.:

hinter der hell wolten sie schber schurgruben machen.
Liliencron hist. volksl. 2, nr. 163, 359,

in der anmerk. so erklärt: 'die herren in Regensburg, die in ihrem sündenfeuer schon warm genug saszen, wollten noch besser zuschüren, sich noch neue vortheile verschaffen' (?).
 
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schürhaken, m.
1) eisenstange mit einem haken zum schüren des feuers Adelung. Kramer dict. 2, 683a, vgl. schüreisen, österr. schiarhacken idiot. Austr. 108: hinten im tannwald standen die köhler beisammen, den schweren schürhacken schwang einer überm haupt wie zum einhauen. Scheffel Ekkeh. 164. ähnlich vom teufel: dem grauslichen pelzmartel mit dö hörndeln, der langen zung' und dem höllischen schürhak'n thät' niemand was z' g'fallen. Anzengruber3 3, 310.
2) in hüttenwerken ein haken, womit das gekrätz weggeschürt wird Adelung, 'womit auf dem werk unter dem holz weggeräumt wird, damit das gröbste vom werk, so nicht geschmolzen, auf die seite gebracht werde' Jacobsson 4, 65b.
3) bair. schürhägkel auch von jemand, der durch einflüsterungen hasz und feindschaft zu nähren sucht Schm. 2, 462.
 
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schürherd, m. bei den zieglern der herd im ziegelofen, worauf das holz zum brennen aufgelegt wird. Jacobsson 4, 65b.
 
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schürholz, n.
1) für schüreisen: emunctorium, schürholcz quelle vom j. 1418 bei Schm. 2, 462. Lexer handwb. 2, 829 (voc. von 1482—?).
2) brennholz (?): kein brennholz noch schürholz soll über zween tage für keiner thür liegen bleiben. Breslauer bauordn. vom jahre 1605, s. 4. — in glashütten 'das scheitholz, welches zum brennen anstatt der kohlen gebraucht wird' Jacobsson 4, 65b.
 
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schurjan, m. bezeichnung des wasserknoblauchs im Havellande, teucrium scordium Pritzel-Jessen.
 
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schürig, adj.
1) zu schur, nur in zusammensetzungen wie einschürig (theil 3, 287), von schafen; auch von wiesen: ain-, zwai-, dreyschürige wismäder. Schm. 2, 461. — zu schur II, 4, z. b. lammschürig, im schaffell:

dort neid und hasz, lammschürigen gewandes.
Grillparzer5 2, 173.


2) schwäb. schurig übereilt, dazu als subst. der schuri Schm. a. a. o., schuria toller mensch Birlinger 404a, tirol. schurimuri Schöpf 652.

[Bd. 15, Sp. 2047]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schurigeler, m. strapazzatore, scozzonatore etc. Kramer diction. 2, 683c; vexator, exagitator, exercitor, suscitator Stieler 2047. dazu schuriglerinn, die, foemina pungens, urens, molestiam afferens, negotium facessens. ebenda.
 
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schurigeln, verb. plagen, scheren, besonders einen ohne grund und zweck, nur zum vergnügen quälen, auch einen mit arbeiten placken oder einen schulmeistern. ein wort der niedern sprache, besonders Mittel- und Niederdeutschlands, hervorgegangen aus schürgeln, schur(i)geln (s. das.), indem der anfangs willkürliche einschubvocal allmählich zum festen, langgesprochenen vocale wurde. dasz dabei volksetymologische anlehnung mit im spiele war, zeigt die häufige schreibung schuhriegeln (daneben auch schuhringeln), die zu allerlei erklärungsversuchen geführt hat (bei Adelung angeführt); doch steht die richtige ableitung schon bei Frisch 2, 234c: schurigeln, ein pöbel-wort, für plagen, vexare, s. scherg, für schurgeln haben sie schurigeln gesagt. vgl. ferner Kluge5 338b. Weigand 2, 652. Andresen volksetym.4 260. die belege für schurigeln reichen bis in den anfang des 17. jahrh. zurück (Schoch, 1606, s. unten). von wörterbüchern verzeichnen es folgende: schurigeln, verb. [da schäuren, it. schären, erregen] fregare ò strisciare a traverso d' un sacco agitato da due persone da un lato all' altro à fine di dar' il lustro ò ciò ch'è dentro, met. strapazzare, esagitare per ben disciplinare, scozzonare, srossare, sgrossare. einen jungen sehr, genug schurigeln; ich bin genug von ihm geschurigelt worden. Kramer dict. 2, 683c; schurigeln, geschurigelt, exacerbare, exasperare, lacessere, et communius vexare, lacerare, jactare, urere aliquem. verbum fictum ex schären, einen sehr schurigeln, gravi cura ac molestia afficere. man schurigelt mich hin und wieder gnugsam; lasz mich ungeschurigelt. auch mit unpersönlichem subject (selten): das schurigelt ihn eben. Stieler 2047. — in lebenden mundarten weit verbreitet, doch mit ausschlusz des oberdeutschen gebietes, meist in form und bedeutung zur schriftsprache stimmend: hessisch s. Kehrein 1, 370 (schurgeln, schorgeln, schurigeln, schuhriegeln), thür. und ostfränkisch, s. Schm. 2, 461 (Koburg). Reinwald 1, 149. Hertel sprachsch. 223 (schûrîgele, schûrêgl) Kleemann 20b. Jecht 100b (schurîjeln), obersächs. Albrecht 207b, nordböhm. Frommann 5, 477, ungarisch Schröer 205a, in Preuszen und den Ostseeprovinzen, s. Schemionek 37 (hier auffälligerweise in passivem sinne, übermäszig arbeiten, chicaniert werden) und Sallmann 27b, niederd. schûrêgeln brem. wb. 4, 720. Schütze 4, 75. Stürenburg 238b. ten Doornkaat Koolman 3, 163a. Schambach 187b, schurigeln Mi 78a. Danneil 190 (und schurekeln), schoriegeln Dähnert 412a. — belege aus der litteratur: sie (die krieger) sprenckelten uns jo, wars möglich, und schuriegelten uns, dasz es eine sünde und eine schande war. Schoch stud. leb. 27, 6 Fabric.; da solte man seinen blauen wunder gesehen haben, wie die bauren getrillt und geschurigelt wurden. Simpl. 1, 50, 28 Kurz; das lumpengesindel beym trosz schurrigelte mich sonst. 3, 45, 10; was in der jugend prave geschurigelt wird, das kan sich darnach hübsch in die leute schicken. Chr. Weise böse Catharina 2, 4; das käudel ist nur deswegen da, dasz die leute sollen geschurigelt werden. 2, 15; sie solte sich nicht so schurigeln lassen. 5, 3; der ein narr wäre (dencken sie, nämlich die bauern) dasz ich dirs sagte .. wie du mich wacker schuriglen soltest. baurenst. lasterprob 4; und dö vier deppen (schafsköpfe), was blindlings an fremd's eigen d' hand anleg'n, dö will ich orndlich schuhriegeln. Anzengruber3 1, 262. zuweilen findet sich im part. pass. die weniger gute form schurigelt: ich werde schuriegelt, runter gerackert wie all nichts guts. Voltaire Kandide (Berlin 1778) s. 121;

von des pfarrers plag und pein,
wie er offt von der gemein,
grausam musz schurigelt seyn. baurenst. lasterpr. 37.


 
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schurigelung, f. strapazzamento, strapazzo Kramer dict. 2, 683c; schurigelung, die, et das schurigeln, exagitatio, vexatio, vexamen, vellicatio, insectatio, molestia, inquietatio, ustio cerebri Stieler 2048.
 
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schurke , m. nichtswürdiger mensch. im hochd. seit dem 16. jahrh. bezeugt, doch findet sich schon ahd. virscurgo furcifer Graff 6, 542, welches offenbar eine nominalbildung zu ferscurgan, repellere, ist (vgl. DWB schürgen). zusammenhang beider wörter ist nicht wol zu bezweifeln; auffallend bleibt dabei weniger das vollständige fehlen von zeugnissen aus der mhd. zeit, als die durchgängige verhärtung des g zu k. vgl. Kluge5 338b. Weigand 2, 652. im nhd. ist schurke in der schriftsprache sehr gewöhnlich, scheint dagegen in den mundarten nicht beliebt zu sein.

[Bd. 15, Sp. 2048]


von hd. idiotiken verzeichnet es nur Hunziker 233 als schurgg, auch schorgg. es findet sich auch nd., schurk, -e Dähnert 418b. ten Doornkaat Koolman 3, 164b, und nl. als schurk (erst neunl., s. Franck 874 f.), vielleicht aus dem nhd. entlehnt. ebenso ist es ins polnische als szurek übergegangen. die form ist entweder schurke oder schurk, seltenere nebenformen sind: schork(e), s. das. (sp. 1578), bei Kramer und Stieler, ferner: was mache ich denn, wenn mir die schorken nicht gehorsam sein? Weise böse Cath. 2, 7; ganz selten schurche Simpl. 2, 151, 2 (s. unten 2). die flexion ist stets die schwache. im gen. sing. findet sich hie und da die erweiterte form des schurkens: wer schurkens genug seyn könnte, mir etwa das schöne sonnenbild vom busen der wahrheit zu stehlen. Siegfr. von Lindenberg4 4, 308; musz sein herz der beleidigung und kränkung jedes schurkens und böszwichts aussetzen. Klinger theater 4, 125 (Grisaldo 1, 1). einen plural schurkens s. unter 3.
bedeutung.
1) im gewöhnlichsten sinne, als starkes schimpfwort:
a) schurk, schurck, schorck, m. .. raspone, avarone, miserone, tenace, taccagno, it. briccone, birbante, furfante, vigliacco, barro, guidone ... v. schuft. er ist ein rechter schurck, ein ertzschurck; mit solchen schurcken mag ich nichts zu schaffen haben. Kramer dict. 2, 683c; schurcke (der, plur. schurcken), verbero, homo nihili Steinb. 2, 525; schurck, verbero Apin. gl. 488; Hans Schüttlern aber den schalten ifg. vor einen meineider und losen schurken. Schweinichen 1, 308; die industrie eines schurken verhält sich zu eines ehrlichen manns seiner wie ein maximum zum minimum. Hamann 7, 258; im grunde ist es nicht ekelhafter, einen hüpfenden, schmeichelnden, unterthänigen, vergoldeten schurken .. von den pflichten für seine ehre reden zu hören, als einen gesetzten, nüchternen, schwerfälligen, gravitätischen schurken zu sehen u. s. w. Wieland 3, 130 (Agath. 12, 7); verständige, kluge schurken kenn' ich dir so gut, als meine kugel. Hippel 1, 261; ich sagte, es gäbe nur zweyerlei leut, brave und schurken. Göthe 8, 70; wo ist der schurke? 14, 273 (bürgergen. 7); prinz .. (bricht eine ruthe ab). so sey denn hiemit zum schurken geschlagen. koth! du verdienst nicht, dasz ich meinen degen an dir verunehre. Lenz 1, 99 (Menoza 2, 2); wird er nicht entweder umkehren müssen und sich bessern? oder er wird auch in der groszen schule des elends ein schurke bleiben. Schiller 2, 22 (räuber 1, 1 schauspiel); dieser hier ist selbst ein schurke und doch traut er dem ehrlichen gesicht eines andern. 244 (2, 2 trauersp.); er kannte auch den schatten der kraft nicht, die erfordert wird, um nicht ein schurk und ein tropf auf erden zu werden. Pestalozzi Lienh. u. Gertr. 2, 141; ich wohnte in der strada fratina bei einem der gröszten schurken von Rom, einem advokaten, der einmal sogar den wagen meines sorglosen reisegefährten verkaufen wollte. Grillparzer4 15, 89; auf die möglichen grobheiten und handgreiflichkeiten des rothhaarigen schurken drinnen .. baue ich eben meine letzte hoffnung. Hebbel (1891) 9, 121; der gröszte schurke, den je ein sonnenstrahl beschienen. Scheffel Ekkeh. 154;

was? ruft er; A** hier? wenn mich der könig liebt,
so weis ich, dasz er stracks dem schurken abschied giebt.
Lessing 1, 33;

ihr aug ist blau, durchstralt die ganze seele,
prägt selbst dem schurken ehrfurcht ein.
Hölty 180 Halm;

und die schurken lasz dem büttel,
und die narren dem geschlecht.
Göthe 3, 172;

mit stichelreden, naserümpfen
soll jeder schurke mich beschimpfen! 12, 192;

muszt all' die garstigen wörter lindern,
aus sch—kerl schurk, aus — mach' hintern. 56, 66;

zum neuen leben ist der todte hier erstanden,
das weisz und glaub ich festiglich.
mich lehren's schon die weisen ahnden,
und schurken überzeugen mich.
Schiller 1, 258;

sey's, wer es will! ein niederträcht'ger bube,
ein höfling musz es seyn ... ein neid'scher schurke,
den meine selbstverdiente würde kränkt. 12, 259 (Wallenst. tod 2, 6);

denn wenn von ruthen
die narren und die schurken bluten.
Seume 1, 33;

vorzüglich sprach ich rund und keck
mit narren und mit schurken. 213;

es lebt kein schurk' im ganzen Dänemark,
der nicht ein ausgemachter bube wär. Shakespeare Hamlet 1, 1;

o welch ein schurk' und niedrer sclav bin ich. 2, 3;

ein dummkopf bleibt ein dummkopf nur
für sich in feld und haus;
doch wie du ihn zu einflusz bringst,
wird gleich ein schurke draus.
Grillparzer4 1, 135.

[Bd. 15, Sp. 2049]



b) als name verwendet: mit herrn Schurke war es schon eine bedenklichere sache, er hatte der familie wohl genutzt, wenn es ihm gerade auch nutzte; dagegen ihr auch wieder geschadet, vielleicht zu seinem eignen vortheil. Göthe 48, 89 (vorher ist von vetter Schuft die rede).
c) in der anrede: Anton ... (haben sie mich zu schicken) etwa in den buchladen? Damis. nein, schurke. Anton. ich musz das schurke so oft hören, dasz ich endlich selbst glauben werde, es sey mein taufname. Lessing 1, 214 (d. j. gelehrte 1, 1); Adrast. (mit einer bittern verachtung) schurke! 400 (freyg. 1, 5);

da liesz er (der kaiser), hoch von grimm entbrannt,
den herold 'nein trompeten (in Weinsberg):
'ihr schurken, komm' ich nein, so wiszt,
soll hängen, was die wand bepiszt!'
Bürger 25b;

von euch schurken keinen spott!
Göthe 13, 104;

ha! ihr schurken wart!
Schiller 1, 345;

gott grüsz dich, Merenberg, du schurk und du verräther!
Grillparzer4 5, 117 (k. Ottokar 4).

vgl.: herr, einen schurken könnt ihr mich schimpfen, aber den dummkopf verbitt ich. Schiller Fiesko 1, 9.
d) gern in der fügung schurke von —, z. b. von einem kerl, schurkischer, verdammter kerl, u. ähnl.: schurke von einem wirthe! Lessing 1, 509 (Minna von Barnh. 1, 1); das musz ein schurke von einem soldaten seyn, der ein mädchen anführen kann! 562 (3, 11); da sahst du in einen bach, und da sahst du den albernsten, dummsten, unverschämtesten, langweiligsten, abgeschmacktesten schurken von einem esel, der seit Bileams zeiten jemahls den mund aufgethan hat, nicht wahr? Wieland 11, 310 (d. Sylvio 4, 2); als nun das pferd fiel und sich überschlug, war der schurke von courier nicht so behend die spitze wegzuwenden. Göthe 33, 288; fliehe vor diesem schurken von *** und vor dem bastard seinem sohn, die dir auf alle weise nach dem leben stehen. 316. seltener in unmittelbarer nebeneinanderstellung: Ferdinand .. würden sie vater zu dem schurken sohne seyn wollen, der eine privilegierte bulerin heuratete? präsident. noch mehr. ich würde selbst um sie werben, wenn sie einen fünfziger möchte — würdest du zu dem schurken vater nicht sohn seyn wollen? Schiller kab. u. liebe 1, 7.
e) sprichwörter: den schurken und narren gehört die welt, in schurken und narren theilt sich die welt; nimm einen schurken vom galgen, und er wird dich daran hängen; wenn ein schurke vorangeht, folgt bald ein schurke nach, u. a. m., s. Wander 4, 392.
2) im 17. jahrh. wird schurke zuweilen in milderem sinne gesagt von einem trägen oder geizigen menschen, auch mit gänzlicher aufgabe der moralischen beziehung von einem menschen ohne geld und in geringen verhältnissen, armer schlucker, armer teufel, schelm: schurk, m. homo nihili, et contemnendae conditionis, sordidus, ignavus Schottel 1410; schork, et schurk, propr. agricola, rusticus, sed deinde pro sordido, ignavo, avaro, homine nihili, et contemnendae conditionis haberi coepit Stieler 1768 (vgl. auch Kramer unter 1); die sönderlinge, so sich mit ihrem natürlichen haar behelffen, .. geben damit nichts anders zu verstehen, als dasz sie arme schurchen seyn, die nit so viel vermögten, ein kal hundert ducaten an ein paar schöne barücken zu verwenden. Simplic. 2, 151, 2 Kurz; wie seine diener ausz betlern und schurcken reiche leute werden. Schuppius 19. später ist diese verwendung wieder aufgegeben. selten sind sonst freiere gebrauchsweisen, so wenn schurke scherzhaft von einem dinge gesagt wird, z. b. vom wein: der schurk ist auch so glatt. schenk noch einmahl ein. Fr. Müller 1, 164.
3) besonderheiten.
a) bei Fischart erscheint schurke als name einer münze: die Fuckart von Augspurg schätztens nicht geringer nach specie bestimpter ablosung, als 900. tausent schurckens, 60. tausent Philippisch Klinghart unverruffen, 50000. Peter von Löven, 40000. Arnolds gulden u. s. w. Garg. 120b.
b) in Schlesien bedeutet schurk(e) einen tannzapfen, siehe Adelung. Weinhold 88b: schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch 2, 234c, strobilus Nemnich.
c) schurken heiszen auch wildlinge, wilde birn- und äpfelbäume Nemnich.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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