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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
segenskissen bis segensport (Bd. 16, Sp. 112 bis 113)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segenskissen, n., in der form seegensküssen, segen als ruhekissen gefaszt:

wie sie freudig sind,
der muhme wohlergehn durch dich gestützt zu wissen,
so bettet dir ihr wunsch das weichste seegens-küssen.
Günther 448.


 
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segenskraft, f. segen spendende kraft: setzt sich ein hausz-vater hin, wenn ein jahr zu ende gegangen ist, .. so wird er befinden, dasz er mehr getreyde verthan, und gebraucht, als er gebauet hat, item, dasz er mehr geld ausgegeben, als er verdienet hat. wie ist es aber damit zugegangen?

[Bd. 16, Sp. 113]


gott hat das wenige durch seine segens - krafft vermehret. Sperling Nicodemus quaerens 2 (1719), 330;

liebend wärmt mit mutterschwingen
jede nachtigall ihr ey;
männchen füttern sie und singen
von der segenskraft im may.
Gotter 1 (1787), 183.


 
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segenskräftig, adj. segenskraft habend, übend. Campe.
 
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segenskrug, m.:

schenkst du noch einmal voll? mich deucht, in der wärmenden kappe
heckt die kanne von selbst, wie der segenskrug des Elias.
Voss 2 (1802), 61 (vgl. 1 kön. 17, 16).


 
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segenskusz, m. segen spendender kusz:

ein kusz, den mir mein vater giebet,
ein wohlgemeynter segenskusz,
wenn er sein söhnchen lobt und liebet,
ist etwas, das ich ehren musz.
Lessing 1, 41;

als er auf ihre wange
den ehrfurchtsvollen segenskusz
voll vaterwonne, küsset.
Brückner im Göttinger musenalmanach auf 1775 s. 182;

umarme mich, mein sohn! nimm diesen segenskusz
zur weihe, nimm mit ihm die herrschaft!
Gotter 2 (1788), 319;

so, noch diesen händedruck,
so, noch diesen segenskusz,
so, mein sohn, jetzt geh zur ruh!
Grillparzer 3 (1887), 35.


 
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segensland, n. segen spendendes, gesegnetes land: das sie aus dem segenslande (Arabien) vertrieben werden möchten, welches unter ihnen zur wüste wird. Niebuhr kl. schr. 1, 58;

sie priesen gott, dasz ein prophet
in Jacobs seegens-landen,
die gott so gnädig heimgesucht,
von neuem aufferstanden.
Günther 54;

wann zum achaiischen Argos, dem segenslande (οὖθαρ ἀρούρης), wir heimziehn.
Voss Ilias 9, 283.


 
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segenslast, f.:

der acker untern füszen zittert
vor des getraydes segens-last (beim einfahren).
Brockes 7 (1746), 353;

weizen, gerst' und rocken
stand in langen hocken;
dasz die axe (beim einfahren) fast
brach von segenslast.
Voss 4 (1802), 146.


 
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segenslied, n.:

unter allen brüdern,
die mir Calliope in ihrer schoosz geschenckt,
ist keiner ausser dir, zu dessen (objectiv) seegens-liedern
mein ungeschminckter vers mehr ernst und andacht lenckt.
Günther 577;

viel nymphen winden dir den schönsten blumen-strausz,
viel flöten blasen dich mit seegens-liedern aus. 748.


 
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segensmeer, n.
1) segen spendendes, darstellendes meer, vom wallenden, einem meer ähnlichen getreide:

wohin ist jetzt das segens-meer,
das auf dem felde wallete?
Brockes 6 (1739), 132;

wann erst der furchen meng' in manchem striche
erhabnen kleinen wellen gliche,
nachher der halmen reges heer
ein lieblich-wallend segens-meer. 7 (1746), 250.


2) fülle von segen:

durch dessen wort und gnädigs wollen, aus diesem meer, ein segens-meer,
nicht nur allein fürs feste land, für aller creaturen heer,
für alles fast, was odem hat, in reicher fülle sich ergiesset. 77.


 
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segensnasz, n. vom frühlingsregen:

wie flieszt, in solchem überflusz.
so thier als pflantzen zum genusz,
das seegens-nasz jetzt überall!
Brockes 6 (1739), 6.


 
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segensport, m., im bilde:

thoren mehren sich die last
durch ein unruh-volles sehnen;
wer den hoffnungs-ancker faszt,
der lacht allzeit auch durch thränen,
und erlangt durch meer und nord
ohne fluch den seegens-port.
Günther 19.

 

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21) sturmgesträubt
 ... sturmgesträubt , adj. : ein sturmgesträubter tann R. Dehmel ges. w. 2, 248 .
 
22) tann
 ... tann , s. tanne .
 
23) tann
 ... tann , m. ein weiter wald ( vgl.
 ... die jeger jagten in dem tann. Rebmann 186 ;
 ... das kriegend hölden - volk, dasz in dem tann gewohnt, hat in abgötterei seins bluts auch nicht
 ... eingeführt: wer suchen will im wilden tann, manch waffenstück noch finden kann. Uhland
 ... im felde oder im tiefen tann. Simrock volksb. 1, 211 ; der
 ... volksb. 1, 211 ; der hauste im dunkeln tann Scheffel Ekkeh. 324 ;
 ... 324 ; selbst wenn den höchsten tann zersplittert der wetterstrahl in meinem schosz
 
24) tann
 ... tann , m. spätmhd. und frühnhd. tan, boden
 
25) tannast
 ... tannast , m. tannenast schweiz. idiot. 1, 575, tann - , tannenast Wander sprichw. 4,
 
26) tännchen
 ... tännchen , n. dim. zu tann und tanne, vgl. tännlein.
 
27) tanne
 ... f. abies, eigentlich der waldbaum ( s. tann und tannbaum 1), ahd.
 ... roth - , schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein vil gesprochen sam ain aufgängel,
 ... dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ
 ... diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und
 ... 7 § 1. 5) tannenwald ( s. tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz
 ... 6) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann - , tanne - , uneigentlich mit tannen -
 
28) tannenbaum
 ... plattd. dannebôm. 1) waldbaum ( s. tann): ein eichen, ein tennen tanpaum Tucher baumeisterb.
 
29) tännlein
 ... tännlein , n. , demin. zu tann und tanne, vgl. tännchen : da
 
30) tannmark
 ... tannmark , n. , schweiz. tann - , tannenmark, valeriana offic. Campe. Pritzel
 
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