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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seifenszehnte bis seificht (Bd. 16, Sp. 194 bis 195)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seifenszehnte, m. zehnte von einem seifenwerk: seiffenszehenden ebenda.
 
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seifentopf, m. topf, in welchem weiche oder schmierseife aufbewahrt wird.
 
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seifenwasser, n. mit seife vermischtes wasser: seifenwasser, aqua saponata, wasser worinnen seife aufgelöset. Frisch 2, 259b; wir kamen in ein dorf .. und tranken daselbst neuen wein, den man uns gestern auch schon vorgesetzt hatte. er sieht aus wie seifenwasser. Göthe 16, 257.
 
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seifenwerk, n. bergmännisch der seifen, und die gesamtheit der behufs gewinnung der in den seifen vorkommenden mineralien getroffenen vorrichtungen. Veith 441.
 
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seifenwurz, f. saponaria officinalis. Nemnich 4, 1223. vgl. seifenkraut.
 
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seifenwurzel, f. gypsophila struthium, die spanische seifenwurzel. Nemnich 3, 95.
 
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seifenzinn, n. bergmännisch zinn, wie es durch das waschen des zinnsteins in seifen gewonnen wird: das fluszzinn, seifenzinn, waschzinn, besteht aus durch wasser abgerundeten

[Bd. 16, Sp. 195]


stücken des zinnsteins. Nemnich 4, 1363; englisch und seiffenzin. Mathesius Sar. 71a;

do kamen wir zur andern stadt,
ein schönen weiszen glantz die hat,
gbaut von dem besten seyphenzinn.
Thurneiszer archidoxa (1575) 12.


 
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seifer, m. bergarbeiter, welcher seift. Veith 441. vergl. seifner.
 
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seifer, m. tropfender speichel, geifer, nebenform zu seifel (s. d.), zu dem unter dem ersten seife sp. 189 angezogenen mhd. sîfen tröpfeln, sickern gehörig: ahd. seifar, spuma Graff 6, 172; oscedo sayffer, seifer Dief. 402a; saliva seyf nov. gloss. 325a; sanies saifer, gest, unflat. Aventin werke 1, 394, 34; sanies, saiffer, gest 571, 1; lieber lugener, deyn geyffer und seyffer lesset sich nit so pergen. Luther krit. ausgabe 7, 276, 4; ist drumb der seyffer, rotz und unflat des leyps natur oder stuck, das der leyp nit mag derselben on sein? 684, 7; es sagt auch Varro, deren (der Ophiages) speychel oder seyfer sey gut für alle vergifft der schlangen. Franck weltbuch 82b; bairisch saifer, saiferer, geifer, speichel, schaum aus dem mund Schm. 22, 229; kärntnisch sâfer, dimin. sâferle, geifer, speichel Lexer 230; tirol. sâfer, geifer, speichel Schöpf 574; alemannisch seifer, geifer Stalder 2, 368; dazu siebenbürgisch-sächsisch sîwer geifer Fromm. 5, 364. auffällig steht hierzu mnd. sever schleim aus nase oder mund Schiller - Lübben 4, 201b, niederd. sever, geifer, speichel, im hannöverschen seiber brem. wörterb. 4, 780; pommerisch sewer der geifer, speichel Dähnert 423a; holstein. seever geifer Schütze 4, 91; im göttingischen seiwer der menschen und thieren aus dem munde flieszende (schaumartige) speichel, geifer, auch der tabaksaft, welcher sich beim rauchen unten in der pfeife sammelt Schambach 189b; das würde auf ein verbum altniederdeutsch sîfan tropfen neben dem bezeugten sîpan weisen, wenn nicht das altfries. sever und saver speichel, flüssigkeit der nase (Richthofen 1009b) andeutete, dasz hier das wesentlich nieder- und mitteldeutsche sabber mit seinem verbum sabbern (oben theil 8, 1589) umbildend auf die niederdeutsche form des wortes eingewirkt hat; wofür auch hessisch seiber und sebber flieszender speichel (Vilmar 381) spricht.
 
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seifern, verb. geifer, speichel lassen, mnd. severen geifern Schiller-Lübben 4, 202a; holsteinisch seevern, geifern Schütze 4, 91; hamburgisch seevern, geifern, salivam defluentem habere Richey 250; im göttingischen seiwern, den speichel aus dem munde flieszen lassen, wie dies namentlich die kleinen kinder thun. Schambach 189b; pommerisch sewern Dähnert 423a; hessisch seibern und sebbern Vilmar 380; bairisch saifern, geifern, auch, in verächtlicher rede, sprechen, in Nürnberg langsam herab- oder durchsickern und flieszen Schm. 22, 230; kärntnisch sâfern geifern, durchsickern, tröpfeln Lexer 230, ebenso tirolisch Schöpf 574; schweizerisch seifern, geifern, uneigentlich heftig zürnen, auch feuchtigkeit von sich geben, triefen, z. b. von ungeschlossenen wunden Stalder 2, 368; die letztere bedeutung auch literarisch bezeugt: (darum das geschwür) ein klein löchlin hat und seifert. Paracelsus opus chirurg. (1565) 161; ob es aber were, dasz die wunden nicht mehr bluten thete oder nur ein wenig seifferte. Würtz pract. der wundarzn. 85; darüber gelegt ein pflaster, und etliche tüchlein oben darauf, die .. verhüten, dasz der harn, und anderer unflat, nicht dahinein seiffere. Mauriceau (1681) 462.
 
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seificht, seifig, adj. mit seife versetzt, der seife gleich oder ähnlich; ältere form seificht: seificht et seifenhaft, saponarius, smegmaticus, seifichtes wasser, aqua saponaria Stieler 1999; übertragen, seifichte kartoffeln, schliffige Campe; jüngere form: seifig, sapone illitum, tactu levigatum et pingue ut sapo Frisch 2, 259a; seifig, mit seife bestrichen oder beschmutzt, ingleichen der seife ähnlich, seifenartig Campe.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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