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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seifen bis seifenbalsam (Bd. 16, Sp. 190 bis 191)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seifen, m. bach, wasserrinne, vgl. das zweite seife 1 und 2.
 
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seifen, verb.
1) mit seife behandeln, bestreichen, waschen: seiffen, sapone linire Schottel 1414; seifen, sapone abluere,

[Bd. 16, Sp. 191]


smegmate ungere Frisch 2, 259a; nebenform seifenen, sapone linire, oblinere smegmate Stieler 1999; davon die zwei würst gemacht sind, das waʒ ein todte suw, und waʒ bei vier tages tod, darum must ich daʒ fleisch sauber seifen. Ulensp. 37, s. 54; die wäsche seifen Adelung; das seifen der karten. die oberflächen der zusammen gepappten kartenblätter müssen etwas mit seife überstrichen werden. Jacobsson 4, 130a;

weil nu der luft ganz ungestüm
mit schnee und regen sich vermischet
und nu der wind mit nichten stum
das erdreich gleichsam seifend waschet.
Weckherlin 530;

vgl.ab-, DWB einseifen.
2) zu seife werden lassen; in verseifen, s. d.
 
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seifen, verb. bergmännisches kunstwort, im seifen (s. d. 2 und 3) arbeiten, metall aus geröll auswaschen, ebenfalls mit der nebenform seifnen: seifen, auch seifnen, die in seifen vorkommenden nutzbaren mineralien unter hülfe von flieszendem wasser gewinnen. Veith 440; seifen in bergwerken oder seifnen, gold oder zien in der obern erde eines gebirges suchen oder waschen, terram metallicam in superiore terrae sive montis parte quaerere, eamque lavando purgare. Frisch 2, 259b; seifen, seufen, eine bergmännische arbeit über tage, da in der obern rinde der erdkugel unter der dammerde des gesteins, bey darauf geleiteten wassern, zinnstein oder auch gold und allerhand edelgesteine gesucht und bisweilen gefunden werden. Jacobsson 4, 129a; abgang nehmen, wenn man bei den seifen schicht macht, d. i. wenn ein bergmann unter der dammerde allerley minern, oder edelsteine sucht, und davon wieder abgehet. 5, 7a;

etlich musten hütten weltzen,
die andern fegen und schmeltzen,
am haspel ziehen und seiffen,
etlich musten koln zuschleiffen.
A. Schubarth Sieman oder hausteufel D 7a.


 
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seifenaloe, f. aloe saponaria, die grosze seifenaloe. Nemnich 1, 197.
 
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seifenapfel, m. die frucht des seifenbaumes.
 
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seifenarbeit, f. arbeit des bergmännischen seifens.
 
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seifenarbeiter, m. arbeiter der das bergmännische seifen verrichtet. Campe.
 
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seifenartig, adj. nach art der seife: seifenartige salbe, seifenartige substanzen. Jacobsson 7, 330a.
 
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seifenasche, f. cineres saponarii. Frisch 2, 259a. asche deren sich die seifensieder zur bereitung der seife bedienen, auch seifensiederasche. Adelung.
 
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seifenbach, m. bach an welchem sich eine erzader befindet. Adelung. Frisch 2, 259b.
 
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seifenbalsam, m. eine auflösung der seife in ameisenspiritus, die mit kampfer oder ätherischen ölen versetzt ist. Jacobsson 7, 330a.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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