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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seidenband bis seidendamast (Bd. 16, Sp. 180 bis 181)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seidenband, n. band von seide, seidenes band (erst in neuerer sprache an stelle der freien verbindung ein seiden band, mit verändertem haupttone getreten): das seidenband Campe; indem er mit einem rosenfarbenen seidenband meinen fusz masz. Hauff 9, 86; er führte schon mit dem doppelhobel die letzten stösze über die bretter, feine späne lösten sich gleich zarten glänzenden seidenbändern. Keller 2, 80.
 
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seidenbast, m. eine art bastes, aus baumwolle gewebten zeuges, welches dem seidenen zeuge nahe kommt. Adelung.
 
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seidenbau, m. bau, gewinnung der seide aus den seidenraupen; ein von Frisch 2, 258c und 259a zuerst aufgeführtes und als erdichtet und ungeschickt aufgebracht bemängeltes wort, das sich aber schon als titel eines tractats findet, der ohne verfassernamen Berlin 1714 in quart erschien: der seidenbau in seiner nöthigen vorbereitung, gehörigen bestellung und endlichen gewinnung, und sich später schnell eingebürgert hat: das vorzüglichste, welches man bey dem seidenbau zu beobachten hat, ist, dasz man für gutes und hinlängliches futter sorget. deswegen denn derjenige, welcher einen seidenbau treiben will, vor allen dingen eine maulbeerplantage anlegen musz. Jacobsson 4, 121b; der seidenbau ist uns aus Persien durch Konstantinopel zugekommen. Herder zur phil. 7, 95.
 
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seidenbaumwolle, f. baumwolle von dem seidenwollbaume, bombax pentandrum in Ostindien, die seidenartig ist. Jacobsson 7, 322a.
 
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seidenbereiter, m. der die seide zur verarbeitung zubereitet. Campe.
 
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seidenbinde, f. binde aus seide gewebt: eʒ ritten (zu fastnacht) auch vil in Raitzen weis ein grosze rott, heten all grosz seidepinten umb die ht. d. städtechron. 11, 698, 15.
 
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seidenbinse, f. eriophorum polystachion, wolltragendes binsengras, binsenseide. Nemnich.
 
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seidenblatt, n. blatt aus seide:

tausend liebliche gedichte
auf seidenblatt von Samarkand.
Göthe 5, 155.


 
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seidenblume, f. blume von seide gemacht: seidenblumen nähen, sticken; in das zeug gewirkte seidenblumen; bildlich:

[Bd. 16, Sp. 181]


es dauerte sie, dasz sie einem scheuen zärtlichen herzen nichts geben konnte, keinen laut, keinen blick, keine freude, kein andenken des schönsten abends, als blos den herbstlichen nachflor desselben, als nachgenähte seidenblume dieser freudenblume. J. Paul Hesp. 3, 114.
 
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seidenbracher, m. numenius holosericus, eine art bracher oder brachvögel, welche am ganzen körper eine schwarze wie seide glänzende farbe hat. Adelung.
 
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seidendamast, m. damast von seide, seidenes damastzeug. Campe: dasz der junge kaufherr aus einem blutroten stück seidendamast .. sich ein kriegskleid hatte anfertigen lassen. Keller 4, 293.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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