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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
segenwurf bis sfglerin (Bd. 16, Sp. 116 bis 118)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segenwurf, adj. von schönheiten der natur, weil sich gottes segen darin zeigt:

da viele segen-würff ihn (einen spaztergänger in einer mondnacht) dann
auf folgende gedancken brachten.
Brockes 1 (1739), 34.


 
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segenzeug, m. n. zu sege, segen, f. netz gehörig, wohl das netz mit dem zubehör bezeichnend: ainer nach dem andern (ein fischer nach dem andern soll) darauf sein vach, unverhindert der andern, verfachern, doch kain vischer dem andern zu nachent, also das alweg ain segenzeug entzwischen sein mag, auch kainer dem andern seine stecken ziechen noch reuschn heben. tir. weisth. 4, 10, 3 (v. 1505).

[Bd. 16, Sp. 117]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segenzug, m. zum gleichen wort gehörig wie das vorige, fischfang mit dem netz. tir. weisth. 4, 11, 10 (die stelle s. unter segenfischer).
 
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segerbaum, m. sabina (juniperus sabina). Dief. 505c. vgl. DWB sabenbaum oben 7, 8, 1592.
 
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segese, f., s. DWB sense.
 
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segete, f., s. DWB segede.
 
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segge, f. riedgras, schilf, ursprünglich ein nd. wort, 'im oldenburgischen eine art eines langen und groben grases'. brem. wb. 4, 736, carex ten Doornkaat Koolman 3, 168, segg, carex, dazu als adj. seggig Danneil 191a, holst. sech (mit übergang der auslautenden media in die spirans). korrespondenzbl. des vereins f. nd. sprachf. 15, 91. segge, carex bieten auch Jacobsson 4, 119b. Nemnich 1, 881 (unterarten: schwarze oder rotbraune, gelbe, bleiche, spitzige, rauhe, zackige, lehmige, schlammige oder schöne segge, wintersegge, sandsegge, rasensegge, heidesegge, felsensegge, bruchsegge, morastsegge, hasensegge, fuchssegge, haarsegge, kugelsegge, blasensegge u. a. m.). Oken 3, 425 (gelbe, spitzige, rauhe, flohartige, zweihäusige segge, sandsegge, rasensegge, hirsensegge, geiszelsegge). Behlen 5, 603 (kleine, schlaffe, fingerförmige, sternförmige, heimlichblühende segge, sandsegge, bergsegge, sumpfsegge, waldsegge, kugelsegge). doch gilt das wort auch für das wasserviehgras, poa aquatica. Nemnich 2, 1018. entsprechende oder eng verwandte formen bieten auch andere germ. dialekte: mndl. segghe, gramen palustre majus. Kilian (als flandrisch bezeichnet), nndl. segge f. riedgras; ags. secg, m. n. carex, gladiolum, lisca Bosworth - Toller 854b, engl. sedge, riedgras, schilfgras, schwertelgras. ten Doornkaat Koolman 3, 168 vergleicht innerhalb des deutschen nd. sigge, calmus und andere sumpfpflanzen bezeichnend. 181b, oberpfälz. saich, ried, sumpfgras, carex. Schm.2 2, 212, saher, riedgras, grasspitze (s. dies oben th. 8, 1662) und führt diese bildungen auf die wurzel sak, schneiden zurück, die auch in sech, pflugmesser, säge, sichel vorliegt (s. DWB sech oben theil 8, 2773). Prien stellt das wort im korrespondenzbl. d. vereins f. nd. sprachf. 15, 91 weniger wahrscheinlich mit dem nd. flurnamen segen und den verben seigen, seihen, sickern, sinken zusammen. an saher rührt näher die bei Nemnich verzeichnete nebenform segger.
 
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segger, subst., s. das vorige.
 
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seggern, verb. hess. sägend, mit stumpfer klinge schneiden. Pfister 273, zu sägen gehörig.
 
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segler, m. , auch (heute seltener) segeler.
1) der segelt, mhd. sigelære, nd. segeler.
a) der mit einem segel, mit segeln fährt und allgemeiner: schiffer, segeler, nauta, navigans. Stieler 1990. patronen, segeler, stürmenner, vischer. anzeiger f. deutsche vorzeit 3, 303;

dô die sigelære
hinz Akers brâhten diu mære,
daʒ si der soldan
het heiʒen varn von dan.
Ottokar 45217 Seemüller;

niemals rühmte sich noch ein segeler (ναῦται), frei des verderbens
dort (bei der Skylla) vorüberzusteuern.
Voss Od. 12, 98;

steure muthiger segler! (Columbus).
Schiller 11, 46.

hierher oder nach b gehört die sprichwörtliche wendung:

am gewäsche (erkennt man) den gimpel,
den segler am wimpel.
Simrock 446, 9449.


b) ein schiff hinsichtlich seiner art zu segeln. Adelung, allgemeiner auch: zu fahren überhaupt: ein guter segler, ein schnell segelndes schiff. ebenda. Bobrik 635b: der capitän ist ein junger, munterer mann, das schiff gar zierlich und nett, in Amerika gebaut, ein guter segler. Göthe 28, 78. ein schlechter oder stumpfer segler als gegensatz dazu. Bobrik 635b. segelschiff, schiff überhaupt: auch eine hinreichende anzahl geübter ruderer fehlte, nicht dasz die italischen seestädte keine handelsschiffe gehabt, aber diese waren nicht als galeeren, sondern als segler gebaut. Niebuhr 3, 676; in ausgeführtem bilde:

alle sie (die wogen) spiele des sturms,
in die nacht hinab der staatsumfassung! die segler
schwebeten, schwankten, krachten einher,
kühn gesteuert einher, und ohne steuer.
Klopstock 2, 192.


c) in freierem gebrauch:

eilende wolken! segler der lüfte!
wer mit euch wanderte, mit euch schiffte!
grüszet mir freundlich mein jugendland!
Schiller M. Stuart 3, 1.


d) so auch als bezeichnung von thieren, die eine dem segeln ähnliche bewegungsart haben.

[Bd. 16, Sp. 118]



α) eine muschelart, der papiernautilus, die schiffkuttel, seenympfe, argonauta. Nemnich 1, 435.
β) der auch segelfalter genannte schmetterling, papilio podalirius.
γ) eine alpine schwalbenart, der bergspyr, grosze spyr, cypselus alpinus heiszt auch alpensegler. Tschudi thierleben der alpenwelt (1853) 285.
δ) bezeichnung drehkranker schafe. Adelung, nd. sêgelär Schambach 189a, sêgeler korrespondenzbl. d. vereins f. nd. sprachforschung 10, 43, nach Nemnich wb. 1, 276 besonders wenn sie sich geradeaus bewegen.
e) von der vorigen anwendung (d, γ) aus übertragen götting. gedankenloser mensch, der nicht weisz was er thut, als schelte: sêgelär und swêre nâd! Schambach 189a, auch einfach: sêgelär!, olle sêgelär!, wie: 'schaf! hammel! dummkopf!' hildesheim. eigensinniger mensch. korrespondenzbl. d. vereins für nd. sprachforschung 10, 43.
2) nonnumquam etiam pro opifice velorum, seu linteario, segelmacher, sumitur. Stieler 1990. vgl. DWB segeln 2.
 
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sfglerin, f. zum vorigen, seglerinn, foemina vela pandens. Stieler 1990, freier:

senke nieder
adlergedank (der die welt ermessen wollte) dein gefieder,
kühne seeglerin, fantasie,
wirf ein muthloses anker hie.
Schiller 1, 275.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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