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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
segensflusz bis segensgrusz (Bd. 16, Sp. 111 bis 112)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segensflusz, m.:

(die sonnenglut)
die, voller wärm' und krafft, sich überall ergiesset,
und, als ein seegens-flusz, lufft, erd' und fluth durchfliesset.
Brockes 4 (1739), 384.


 
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segensflut, f.:

Semper Augustus heisze ich (der monat august). mein bild,
das jungfräulein, zieht in der sonne glut
zur erndte, in das goldne korngefild',
cyanen winken ihr vom schattenhut,
sie blicket wie ein krieger hinter'm schild,
und zückt die sense durch die segensflut.
Brentano 2, 591.


 
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segensfolge, f.: unter den segensfolgen der schule war auch diese, dasz sie die lezten tage der armen Kienastin noch so erquickte. Pestalozzi Lienh. u. Gertr. 2 (1790), 369.
 
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segensformel, f. formel, feste wortverbindung zum ausdruck eines segens. Campe.
 
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segensfracht, f.:

leerer dunst
ist manche wolke, die dir scheint zu tragen segensfracht.
Rückert 11 (1882), 418.


 
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segensfülle, f.:

ach, schon rauscht, schon rauscht
himmel, und erde vom gnädigen regen!
nun ist, wie dürstete sie! die erd' erquickt,
und der himmel der segensfüll' entlastet!
Klopstock 1 (1823), 142;

(im bilde:)

heiter lacht' ein blauer tag
auf die schöne segensfülle,
welche duftend vor ihm lag.
Bürger 72b.


 
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segensgast, m. von einem neugeborenen kinde (vergl. DWB segen, m. 9):

für die klage-lieder
bringt ietzt ein seegens-gast den jubel mit und wieder.
Günther 740.

[Bd. 16, Sp. 112]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segensgefilde, n.:

komm, jetzt stehet uns Saron noch offen, thaut noch der himmel
über uns aus dem frühen gewölk in die segensgefilde.
Klopstock 3 (1823), 151 (Mess. 3, 696).


 
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segensgeist, m.:

ihr, herr erzbischof, ..
desz weisze kleidungen auf unschuld deuten,
des friedens taub' und ächten segensgeist. Shakespeare Heinrich IV. 2, 4, 1.


 
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segensgestirn, n., daneben segengestirn, segen spendendes gestirn: in Irak war — ein mangeljahr — weil die regengestirne ihre zeit nicht einhielten, — und die segengestirne zurück ihren schein hielten. Rückert 11 (1882), 342. übertragen auf einen herrscher:

segensgestirn,
gerechter herrscher mit heller stirn,
dein ist des schahtums glanz und macht
vom sonnenball bis zum fisch und zum schacht! Firdosi 3 (1895), 242.


 
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segensgrusz, m. grusz, womit man segen spendet: er (der mönch Reinhard) hob die hand zum segensgrusz und verliesz das zimmer. Freytag 9 (1887), 83;

o wohl gerathner sohn! o welches jubel-chor!
o welcher seegens-grusz steht deiner ankunfft vor.
Günther 391;

vom glück geleitet komm' ich, und verkünd'
euch freudenbotschaft, wie die wahrheit heischt;
drum, weib, gebühret mir dein segensgrusz.
Stolberg 14, 102.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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