Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
segenbar bis segenfischer (Bd. 16, Sp. 109 bis 110)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segenbar, adj. segen bringend, gebildet wie dankbar:

dem friedenreichen klange (der glocke)
bewegte sich das land und segenbar
ein frisches glück erschien.
Göthe 13, 169.


 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenbaum, m. juniperus sabina. Nemnich. Schm.2 2, 238. Höfer 3, 134. Schöpf 665, schon ahd. seginboum Graff 6, 283, aus der lat. bezeichnung sabina erwachsen (vergl. DWB sabenbaum oben theil 8, 1592), vielleicht unter anlegung an segen, benedictio. Abraham a S. Clara spielt mit dem wort, als ob es baum des segens hiesze: wie oft ist der ehestand ein wald, in welchem alles holz wachset, ausser der segenbaum nit. s. Schm. a. a. o.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenbeglückt, adj.:

o glückselig geborner und segenbeglückter (ὀλβιόδαιμον) Atreide,
welch ein unzähliges heer der jungen Achaier gehorcht dir!
Bürger 208b (Ilias 3, 182).


 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenbringen, n.: so auch jene steten schreier von congregationen, klöstern, missionen, nonnen, predigten, processionen u. s. w., die ihnen (reisenden) gar nichts in den weg legen, und ohne deren stilles segenbringen ihnen vielleicht der reisekoffer mit sammt dem tagebuche würde abgeschnitten werden. Brentano 4, 365.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenbrütend, part.: aus ihnen aber und der ganzen masse (dem mittelstande) haucht es mich wie der duft der aufgerissenen schwarzen ackerscholle im frühling an, und ich empfinde die hoffnung ewigen keimens, wachsens, gedeihens aus dem dunkeln, segenbrütenden schoosze. Immermann 1, 190 Boxberger (Münchh. 2, 10).
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenbuch, n. buch, das beschwörungsformeln enthält (vgl. DWB segen, m. 6), mnd. zeghenbock:

dat zeghenbock wart hengeleyt
yo al na des gheystes arbeyt. d. städtechron. 16, 143, 1278 (Braunschweig, von 1488).

[Bd. 16, Sp. 110]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segendlich, adj., dasselbe wie segenhaft. Stieler 1670.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenduftend, part.:

wie himmelskräfte auf und nieder steigen
und sich die goldnen eimer reichen!
mit segenduftenden schwingen
vom himmel durch die erde dringen,
harmonisch all' das all' durchdringen!
Göthe 12, 32.


 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenfeuer, n. segen bringendes feuer, schwäb. in der verbindung sante Hans segenfeuer, am Johannistage angezündetes bergfeuer, Johannisfeuer. Birlinger volksth. aus Schw. 2, 121, 146.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenfinger, m. von den fingern, womit der kirchliche segen gespendet wird: er suchte in den segenfingern des pabstes nicht so viele heilkraft, als in Klotildens ihren. J. Paul Hesp. 2, 211.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
segenfischer, m. der das recht hat mit segen, netzen zu fischen. Schm.2 2, 241. Schöpf 665, vergl. DWB sege, DWB segen, f. im gegensatz zum kleinfischer. Schm. a. a. o., zum rutenfischer, der mit der angel(rute) fischt: und wann ain ruettn - vischer auf ainem weg, da ain segenzug ist, vischt und ainen visch findet oder sich meld, so soll der segen-vischer ain zeit mit den zug verhaltn, ob aber ain ruettn-vischer ain visch oder zween auf ainem stant gfangen hete, so mag der segenvischer unverhindert wol ziechen. tirol. weisth. 4, 11, 11 (von 1505).

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort:
 
  

 

Artikel 11 bis 20 von 41 Nächste Treffer Vorherige Treffer
11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
Artikel 11 bis 20 von 41 Nächste Treffer Vorherige Treffer