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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
segelage bis segelbruch (Bd. 16, Sp. 89 bis 91)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segelage, -asche, f. mit roman. endung gebildet, wol eigentlich nd., auch seilasche (ndl. zeilage), seemännischer zusammenfassender ausdruck für die sämmtlichen segel eines schiffs. man sagt aber auch: die seilasche eines mastes; achter-, vorseilasche; ober-, unterseilasche. Bobrik 634a.
 
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segelation, segelatie, f. mit romanischer endung gebildet, wol eigentlich nd., veralteter seemännischer ausdruck für segelung. in vollerer form: nachdem wir uns vorgenommen hatten, unsere segelation in Arabien nach Mocca ... zu nehmen. Andersen orient. reise 48a; die segelation von der stadt Malacca bisz zum grossen königreiche Japon. 84, daneben der alten form des verbs entsprechend (s. dies) sigilation: sich des sommers der sigilation gebrauchen, des winters auf den dörfern liegen und kauf schlagen. preusz. landesordn. von 1577 bei Frisch 2, 255b. in kürzerer form segelatie, navigatio Chytraeus nomenclat. saxonicus (1597) bei Frisch 2, 255a. Comenius (1657) register zu 464 (im text segelung), im brem. wb.

[Bd. 16, Sp. 90]


4, 735, bei Schütze 4, 92 und Dähnert 420b als veraltet bezeichnet: weret, dat jenich schipman (matrose) .. nicht queme to schepe, wan sin schipher zeghelen wolde unde hinderde ene an siner zeghelacze edder entginghe. quelle von 1380 bei Schiller-Lübben 4, 167a; etlich irrung zwischen den Lubischen und Hollanderen der schiffung und segelacien halben. quelle von 1535 ebenda; am dingstdage na conversionis Pauli was de gantze wittheit tho samende up den rhathuse, dat men handelen wolde, van der segelatie durch de hovede (durch den kanal), und in de eilande. Renner z. j. 1532 im brem. wb. 4, 735; ein thurm wornach sich die seefahrende in der seegelatie zu richten pflegen. Hammelmann oldenb. chron. bei Frisch 2, 255a.
 
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segelbalken, m., der längste von allen deckbalken eines schiffs, der in der gröszten breite desselben liegt. Jacobsson 5, 383a. Bobrik 86a.
 
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segelbar, adj., nd. seilbar, zum segeln geeignet: seilbar weder, wetter das gut zum segeln ist. Schütze 4, 92, auch von gewässern, die mit segelschiffen befahrbar sind: im östlichen eismeer sehr viel und groszes treibeis, doch halte ich es für segelbar, d. h. für ein schiff, das vom wind unabhängig ist. Th. v. Heuglin in Petermanns mittheil. aus Perthes' geogr. anstalt 1870 s. 422.
 
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segelbaum, m., pfahl, stange, woran das segel eines schiffs befestigt ist, mast, segelstange, ahd. mastpoum vel segalpoum, segilpoum, malum, malus. Steinmeyer-Sievers ahd. gl. 1, 647, 47, segalpoum, segilpoum, segelpoum, velum. 648, 10, mhd. segelboum Lexer mhd. hdwb. 2, 846, nhd. sägelbaum eines schiffs, malus, arbor. Maaler 340b, seegelbaum, mastbaum, malus. Frisch 2, 255b, segelbaum, malus Dasypodius, mastbaum, malus. Frischlin nomencl. 461, mastbaum, lemas d'um navire. Hulsius (1616) 295a, mastbaum, malus. Corvinus fons latinit. 1 (1660), 384a, antenna. Stieler 114, mast, albero delle vela cioè del vascello. Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 735c, mastbaum, malus Steinbach 1, 78, mast, als veraltet bezeichnet Adelung, mast, stange an der ein lateinisches (dreieckiges) segel geführt wird, schräg zum mast stehend. Campe: ain schiff mit aim segel und mit aim segelpaum (ein bild auf einem stein ist gemeint) ist guot ze gewinnen daʒ dû wirdiclich begerst. Megenberg 471, 28; und als nun die kinder in dem schif waren, do liesz man den segelbaum fallen, und fr das schiff mit den edlen kindern hin dan auff das hoch und grosz möre. Pontus (1498) a 4b; sie heten auch (im fastnachtsmummenschanz) kostliche hell, was ein grosz schiff und ein hohen segelbaum und ein wannen darauf, darinn sasz ein teufel, der traib vil narrnweis am aschermittwochen. d. städtechron. 11, 698, 12 (Nürnberg, von 1506); da man uff dem mer was, da hat er sein deschen neben sich gelegt, da was ein aff in dem schiff der erwust die desch und trg sie uff den segelbaum, und lgt was darin war. Pauli schimpf u. ernst 229 (nr. 375) Österley; und da sie die ancker auffgehuben, liessen sie sich dem mer, und löseten die ruderband auff, und richteten den segelbawm nach dem winde, und trachten nach dem ufer. apostelgesch. 27, 40; zwei grosze lädinen lagen am ufer, die abziehenden aufzunehmen: wohlgerüstete schiffe mit ruder und segelbaum. Scheffel Ekkeh. (1886) 170;

swie guot ir anker wæren,an daʒ vinster mer
magnêten die steineheten si gezogen.
ir guote segelboumestuonden alle gebogen. Kudrun 1126, 4;

eʒ kwam ein sturm wetther,
den segelbaum sie nyeder lieszen. altd. erzähl. 146, 31 Keller.

im bilde:

er bgibt am segelbaum das seyl,
unnd sucht allein beym ruder heil.
Eyering 1 (1601), 612.

übertragen: der segel der da heiʒʒet diu hailige minne, der ist gehenchet an den segel bm alder an den mast bm der da haiʒʒet Jesus Cristus. d. pred. des 13. jh. 1, 67 Grieshaber; der segelbaum oder mastbaum unsers schiffs ist das crütz Christi Jesu. Keisersberg schiff d. heils (1512) 17d; Drotta gab .. eine ganze eben gekaufte rolle rothes taftband dem (mai-) baume zur langen siegesflagge her, welcher der segelbaum einer neuen zukunft, die siegessäule ihrer wünsche geworden. J. Paul leben Fibels 106.
 
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segelbaum, m. juniperus sabina. öcon. lex. 2488. Nemnich. Schmeller2 2, 238. Hügel 148a, segelpawm, sabina Dief. 505c. nov. gl. 31b, eine der zahlreichen bezeichnungen der pflanze, denen das lat. sabina zu grunde liegt. vgl. DWB sabenbaum oben theil 8, 1592.

[Bd. 16, Sp. 91]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) segelberühmt, adj.:

aber die segelberühmten Phaiakier merkten ihn (Odysseus) gar nicht
wie er die stadt und sie selbst durchwandelte.
Voss Od. 7, 39 (ναυσικλυτοί).


 
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segelbevölkert, adj.:

allwärts fesselt die blicke der rauchende berg (der Vesuv) und der purpur
deines gewogs allwärts, segelbevölkerter golf!
Platen 147a.


 
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segelboden, m. boden, raum in einer segelmacherei, wo die segel genäht und verfertigt werden. Campe. Bobrik 634a.
 
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segelboot, n. zum segeln eingerichtetes boot, boot mit einem segel, mit segeln.
 
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segelbruch, m. velorum ruptura. Stieler 232.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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