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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
sefenbaum bis segede (Bd. 16, Sp. 81 bis 82)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sefenbaum, m. juniperus sabina, sefenboum Gersdorff feldb. der wundarzn. (1530) 105a, sefenbaum Dentzler 2, 261a. Schöpf 665. vgl. DWB sefelbaum.
 
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sefer, m. rotwelsch, qui se morbo correptos simulant, lingua Bohem. Zygen. Scherz-Oberlin 1468, seffer, angestrichener, entstellter bettler. Train Chochemer loschen (1833) 116. bei Fischart groszm. 50 (Scheibles kloster 8, 1, 584) unter gaunernamen (ei wie schöne caldeisch namen) angeführt nach dem liber vagatorum: von den seffern. das xxv. capitel ist von seffern. das sint betler, die streichen ein salbe an, heist oben und unten, und legen sich dan für die kirchen, so werden sie geschaffen, als ob sie lang siech weren gewesen. Weim. jahrb. 4, 91. vgl. Gengenbach 365 Gödeke und oben sefel.
 
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seffe, wassermehlsuppe, melchseffe, milchmehlsuppe, hess. quelle bei Vilmar 380. dort mit hess. saufen, sufen, der entsprechung des gemeindeutschen suppe zusammengestellt.
 
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seffel, m., s. DWB sefel.
 
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seffer, m., s. DWB sefer.
 
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sefi, m., schweiz. juniperus sabina. Stalder 2, 368. Hunziker 237, auch sefibaum Seiler 267b. vgl. DWB sefelbaum. man darf einen sefibaum im garten nicht usdue, sonst stirbt jemand im haus. Seiler a. a. o. wilder sefi, tamarix germanica. Stalder a. a. o., eine pflanze, die einige ähnlichkeit mit dem sevenbaum hat (vgl. Oken 3, 1980). sefi, sevi, n. m., appenz. und sonst schweiz. auch das heidekraut, erica vulgaris. Tobler 420a, wofür dasselbe gilt. kalenderspruch: der sefi blüet wit usi, es ged en strenga wenter, oder es ged en spota früelig. ebenda. dazu sefiboda, heideland. ebenda.
 
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sefler, m. juniperus sabina. Schmeller2 2, 231. vgl. DWB sefelbaum.
 
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sege, segen, f. schleppnetz, groszes zugnetz, s. DWB säge oben th. 8, 1648, als sege auch verzeichnet bei Jacobsson 4, 119b. Höfer 3, 134, als segen bei Schöpf 665. nachträge zu den belegen: auch brochten die unsern .. etlich wagen mit fischen, die die feind gefangen hetten, und die segen und schaff brachten sie auch. d. städtechron. 2, 209, 10 (Nürnberg, von 1450); erstlichen soll und mag ain ieder haubtman und burggraf in namen des landfürsten mit seinen schefvischern auf der Etsch .. mit der segen, reust, garn, vachern, rachnetz und allen zeug vischn. tirol. weisth. 4, 7, 24 (von 1505); obberüerte verordnete mugn auch am hinabfaren dieselbe zeit durch ab und herauf mit iren segn vischn. 14, 7 (dieselbe quelle); die neben-bäche und wasser, so in den fischreichen flusz einrinnen, und in welche zu gewissen zeiten die fisch aus dem flusz austretten, die sollen mit seegen, schrot- und setzgarnen nicht versetzt werden. Hohberg 2, 468b; (die schiede) sind zum braten wolgeschmackte fische, werden auch im Atter-see in setzgärnen, reuschen und in seegenen zu 300 und 400 auf einen zug gefangen. 511a; es mag auch ein pfleger zu Täxenpach auf gemelter Salzach mit der segen und schnuer neben des brobsts zu Zell in der Fusch vischen auf beeden seiten. Salzb. taid. 276, 2 (18. jahrh.).

[Bd. 16, Sp. 82]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) sege, subst., bezeichnung eines kleidungsstücks? vgl. sagana, edelfuterklaydt. Dief. 507a und mhd. sei, sein, feiner wollenstoff, aus frz. saie, ital. saja vom lat. saga, sagum. Lexer mhd. hdwb. 2, 845. 853: die weiber tragen nur ein seeg umb den leib. Frankfurter quelle von 1590 bei Dief.-Wülcker 851;

waʒ feien sach Alânus ûf der glanzen gruo,
unt wie gebrîset was ir ordenlîcher zesem,
ir wât und ouch ir artlich sege,
weiʒt duʒ?
Frauenlob minneleich 4, 4.


 
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segde, subst. sagena (rete). Dief. 507a. vgl. DWB sege, DWB segen, f.
 
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segede, f. 'eine hauende sense': eine mark z. e. worin der boden steinigt ist, verstattet die plaggen zu schaufeln. in andern aber müssen sie mit der segede (einer hauenden sense) gemähet werden, weil dadurch mindere narbe verschwendet wird. Möser osnabr. gesch. 1 (1780), 89, brem. seged, segd, seed, seid, eine art sichel, querhacke, womit man die 'plaggen', d. i. die moosigen dünnen rasenstücke, die unter den dung gemischt werden, von der oberfläche eines angers abhaut, heidsegd, auf den geesten zum abhauen der heidplaggen gebraucht. brem. wb. 733, hannöv. auch segete, sichte, kurze sense. Jacobsson 4, 119b, westfäl. siəged, m., sichte, sense zum roggenmähen. Woeste 236a. 235b, in Ostfriesland sichte, sicht, sigte, sigt, schlagsichel zum schneiden von halmfrüchten, bohnen, heidekraut u. s. f. ten Doornkaat Koolman 3, 179a, mit übergang des spirantischen umlautenden consonanten in f sift, bielefeld. plaggensift, plaggensense Woeste 235b, osnabr. plaggensyvt Strodtmann 162, mnd. segede, sichte, sichel. Schiller-Lübben 4, 166b. 203a (vgl. auch side, grabscheit oder worfschaufel? 204a); in gleichem sinne: mndl. sichte, zichte, nndl. zicht; ags. sigðe, sîþe, engl. sithe; anord. sigðr, m., als m. noch im östl. Island erhalten, daneben isl. sigð, f. Cleasby-Vigfusson 527a, norw. dän. sigd, schwed. (dial.) sigd, segd Rietz 563a. wol in denselben etymologischen zusammenhang gehörig wie sech, n., s. dies oben theil 9, 2773.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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