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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
seewerk bis seewunder (Bd. 16, Sp. 79 bis 80)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seewerk, n. opus maritimum. Stieler 2558. im ältern nhd. zuweilen für säwerk, säewerk geschrieben, s. theil 8, 1614. auch folgende stelle gehört wohl eher dazu als zu see (lacus): wo die huben nit können gezehlet werden, soll das seewergk und die teiche und wiesen den seewergk gleich angeschlagen werden. Schickfusz schles. chron. 3, 229.
 
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seewermuth, m. wermuth, der in den seegegenden von Europa wächst und angenehmer riecht als der gemeine wermuth, artemisia maritima. Nemnich: ebenso enthält auch nur eine dieser pflanzen wirkliches aroma, der seewermuth. Allmers marschenb. 108; die andere pflanze ist der silbergraue weiche seewermuth (artemisia maritima), aus dem der friesische schiffer seinen wohlthuenden wärmenden magenbittern bereitet. 110.
 
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seewesen, n. cose, affari di mare ò di marima ò della navigatione. Kramer dict. 2, 730b: sie (die Syrakusaner) hatten jetzo bey ihrem ganzen seewesen solche einrichtungen getroffen, wie sie sich nach den beobachtungen, die sie bey der lezten seeschlacht gemacht, grössere vortheile davon versprechen konten. Heilmann Thuc. 949 (7, 36); dasz es die kaiserin selbst sey, die dem seewesen eine so unverhoffte ehre erweise. Wieland 25, 35; so dasz noch jetzt in allen europäischen sprachen die striche des compasses und viele benennungen des seewesens deutsche namen sind. Herder 4, 820, 4 Kühnemann (ideen 20, 1); mit der corvette, die ich, des seewesens unkundig, in meinem vorigen briefe zum range einer fregatte erhob. Göthe 28, 77; in das seewesen hab ich mich noch nicht einmischen können. Heinse Ardingh. 1, 319.
 
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seewild, n. wild, jagdbare thiere in der see. Campe:

(die Skylla) fischt sich, den fels mit begier umforschend,
meerhund' oft und delphin' und oft noch ein gröszeres seewild.
Voss Odyssee 12, 96.

dafür seewildpret, n. (zu see, lacus): so mich euer fürwitz noch eine viertelstunde länger ungehindert gelassen, könnt' ich euch zu einem waidlichen bissen seewildpret einladen. mit bewegung schaute er den in die ferne streichenden wildenten nach. Scheffel Ekkeh. s. 77.
 
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seewind, m. wind, der von der see nach dem lande weht. Adelung. Bobrik 740b. Jacobsson 7, 319a; meer- sive seewind, ventus maritimus, ex mari ortus. Stieler 2464: sie (die bäume) hocken .. hinter dem warmen schutze des deiches, um sich vor ihrem ärgsten feinde, dem rauhen, salzführenden seewinde, zu bergen. Allmers marschenb. 106.
 
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seewindblume, f. see- oder meernessel, actinia. Campe. vgl. auch nl. see-winde, soldanella herba, crampe thalassia, brassica marina, convolvulus marinus. Kilian.
 
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seewindkarte, f.: amusium, windcompasz, seewindcarten. Dentzler 1, 44a.

[Bd. 16, Sp. 80]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) seewoge, f., vgl. DWB seewelle und DWB meereswoge (theil 6, 1848), sowie ags. sǽ-ýð, alts. sêo-ûðia.
 
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seewolf , m. name mehrerer raubfische des meeres, die die belege vielfach nicht zu scheiden gestatten.
1) ein fisch an den küsten des nördlichen Europas, von groszer gefräszigkeit und mit fürchterlichen zähnen, auch meerwolf, wolffisch und bei Helgoland klippfisch genannt, ebenso holl. zeewolf, engl. seawolf, dän. sø-ulv, schwed. sjö-varg, franz. loup marin u. s. w., anarrhichas lupus, lupus marinus. Nemnich, vgl. Adelung. Oken 6, 147. öconom. lex.2 2700. Bloch ökonom. naturgesch. der fische Deutschlands (1782) 3, 19. im einzelnen: anarhicas, seewolf .. 1ste art. anorhicas lupus, der gestreifte seewolf. Faber fische Isl. 70; Fabricius meint, dasz der kleine mit dem gestreiften seewolf identisch sei .. der kleine seewolf soll gefleckt und der gestreifte ungefleckt sein, aber jeder ausgewachsene seewolf ist gefleckt. 73; der fisch, der in Dänemark steinbeiszer genannt wird, ist nicht der seewolf, sondern der seehase; daher kommt Bloch's irrige meinung, das Olafsen den seehasen zu den seewölfen hingerechnet habe. 74. dieser fisch ist wol auch in folgenden stellen gemeint: seewolff, meerwolff, m. loup de mer. Hulsius 295a; lupo marino. Kramer 2, 730b; lupus marinus, klipp-fisch. Frisch 2, 253c; see-wolf, snoeck, lupus piscis. Kilian; an den mündungen der flüsse kommt schon mancher seefisch zum vorschein, z. b. der häring, der seewolf, einige rochen und andere. Allmers marschenb. 124.
2) eine besonders gefräszige haifischart, auch hundskopf, seehund (vgl. das. 3, a, theil 9, 2839), squalus carcharias. Adelung (bei Nemnich Jonashai, menschenfresser, meervielfrasz). Jacobsson 7, 319a setzt seewolf für seehund (im gewöhnlichen sinne), seekalb, robbe, vielleicht durch miszverständnis. vgl. auch: seewolff .. it. was sonst see-hund heiszt. Frisch 2, 253c.
3) der froschfisch, lophius piscatorius. Nemnich, vgl. DWB seeteufel 1.
 
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seewort, n. termino marinaresco. Kramer dict. 2, 730b. dazu seewörterbuch, n. Campe.
 
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seewunder, n., s. meerwunder, theil 6, 1862 f.; nl. seewonder, monstrum marinum. Kilian.

 

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11) rebe
 ... ranken anderer pflanzen: es war ein tann erwachsen hoch, dabei ein körbs sich auch auf
 ... bekleidt also den ganzen baum, das man die tann kundt sehen kaum, mit vielen reben umbefangen,
 
12) riesenheer
 ... im schlaf streckt schwarz und wüst der weite tann, ein riesenheer in zaubermacht für tausend
 
13) rötlich
 ... horch, von den dünen, horch, aus dem tann wogen die kühnen Sachsen heran:
 
14) schlagen
 ... Steinbach 2, 427 ; da eilten in die von Tann .. nach; da slugen sich die unsern mit in.
 
15) schneiten
 ... auch klein hacken oder hauen, graszach oder dächsen schnaiten, tann - oder fichtenäste zur streu klein hacken Schm. 2
 
16) schurke
 ... : schurke, heiszt nach Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta
 ... Meiszners zeugnüsz in Silesia loquente, tann - äpfel, tann - zapfen, squamata nucamenta abietum Frisch
 
17) spulen
 ... von einem gleichmäszigen schnurrenden tone der vögel: eine gesellschaft wandernder tann - , kohl - , hauben - und blaumeisen, denen
 ... denen sich ein halbes dutzend goldhähnchen angeschlossen, streicht durch den tann, ... häkelt sich kollernd, spulend, »zit - zit« rufend an
 
18) stöhnen
 ... ; und fuhr im winter der sturm rasend durch den tann und stöhnten unter seinem drucke die föhren, so war es
 
19) strobel
 ... 1014 c ; die zirbelnusz, auch wohl jeder tann - und fichtenzapfen Adelung 4 (1780)
 
20) strolchen
 ... ich ( der weihnachtsmann ) so strolcht' durch den dichten tann, da riefs mich mit heller stimme an
 
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